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Pertubationen oder das „Prinzip Störung“

05.07.2010
Wissenschaftliche Tagung zu Hybridisierung, Grenzräumen und Figurationen der Störung in den Geistes- und Sozialwissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen

Mit dem Ende des Kalten Krieges und dem fortschreitenden Globalisierungsprozess ist es zu einem grundlegenden Wandel der weltweiten Machtverhältnisse gekommen. Im Rahmen globalisierter Wirtschaftsprozesse, technologischer Entwicklungsschübe und durch die gesteigerte Mobilität bestimmter Entitäten bilden sich allmählich Formen einer transnationalen Kultur heraus.

Mit diesem Thema beschäftigt sich eine wissenschaftliche Tagung auf Schloss Rauischholzhausen noch bis Mittwoch, 7. Juli 2010. Die Tagung mit dem Titel „Pertubationen oder das ‚Prinzip Störung’“ wurde organisiert von Prof. Dr. Carsten Gansel und Norman Ächtler vom Institut für Germanistik in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Peter v. Möllendorff (Institut für Altertumswissenschaften), Prof. Dr. Silke Tammen (Institut für Kunstgeschichte) und Prof. Dr. Franz-Josef Bäumer (Institut für Katholische Theologie).

Warum kommt es zu fortgesetzten soziokulturellen Grenzziehungen? Wo werden solche Grenzen abgesteckt? Wodurch erfolgt die Grenzziehung und wie wird ihre Konstitution kenntlich? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Teilnehmer der Tagung. Auf die Frage nach den Ursachen für Prozesse der Grenzziehungen gibt es von Seiten der Geistes- und Sozialwissenschaften eine vorläufige Antwort, die sich auch mit naturwissenschaftlichen Theorien deckt.

Neuere Begriffsdefinitionen sehen die Kategorie der „Störung“ als eine Grundvoraussetzung von Kommunikation und zentrales Verfahren der sprachlichen Sinnproduktion.

Die Teilnehmer diskutieren unter dem Thema „Perturbationen“ Beiträge, deren Anliegen es ist, den ‚Begriff Störung’ in den Geistes- und Sozialwissenschaften zu fassen. Auch mit Blick auf Ergebnisse der naturwissenschaftlichen Forschung wird zudem der Versuch unternommen, weitere Schritte auf dem Weg hin zu einer allgemeinen „Theorie der Störung“ zu gehen.

Termin:
Montag, 5. Juli 2010, bis Mittwoch, 7. Juli 2010
Schloss Rauischholzhausen, Ferdinand-von-Stumm-Straße, 35085 Ebsdorfergrund
Kontakt:
Prof. Dr. Carsten Gansel, Institut für Germanistik
Telefon: 0641 99-29145

Caroline Link | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-giessen.de/

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