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Personalisierte Therapeutika – Traum oder Wirklichkeit?

28.09.2010
Menschen unterscheiden sich voneinander nicht nur durch Alter, Geschlecht und Körpergewicht, sondern auch darin, wie sie Medikamente im Körper abbauen. Grund dafür sind oft kleine Unterschiede in der Enzymausstattung, die mit moderner Diagnostik ermittelt werden können.

Ziel einer personalisierten Therapie ist es, für jeden Patienten mit Hilfe wissenschaftlicher Methoden die individuell wirksamsten und bestverträglichsten Medikamente herauszufinden und einzusetzen.

Auf der Jahrestagung der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft, die in diesem Jahr von den Instituten der Pharmazie der Technischen Universität Braunschweig ausgerichtet wird, treffen sich vom 04.10 bis 07.10.2010 etwa 600 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Apothekerinnen und Apotheker aus dem In- und Ausland, um über den aktuellen Stand der personalisierten Medizin und deren Anwendungsmöglichkeiten zu diskutieren.

Im Rahmen der DPhG-Jahrestagung finden auch mehrere Fachsymposien statt, beispielsweise zu den verschiedenen Aspekten der pharmazeutischen Analytik, zu Pflanzenextrakten im Spannungsfeld zwischen Phytotherapie und Lebensmitteln/Kosmetika oder zu neuen Entwicklungen in der dermalen Therapie.

Auf einer Podiumsdiskussion werden Experten der Universität, der Landesbehörden, der Industrie und der Apothekerverbände darüber diskutieren, ob und wie man sich am besten vor Arzneimittelfälschungen schützen kann. Die Zahl von Arzneimittelfälschungen ist in den letzten Jahren sprunghaft gestiegen. Hintergrund ist die Tatsache, dass heute etwa 80 Prozent der Wirkstoffe in China und Indien produziert werden, wo eine wirksame Kontrolle schwierig ist.

Die Veranstaltung findet vom 4. bis zum 7. Oktober 2010 statt an der TU Braunschweig, Pockelsstr. 14, 38106 Braunschweig.

Für Interview-Kontakte wenden Sie sich bitte an:
Dr. Michael Stein, Pressesprecher der DPhG
Hamburger Allee 26-28, 60486 Frankfurt am Main
Tel.: 069 7191-596-14 (während der Tagung: 0531 391-4123)
michael.stein@dphg.de
Die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft e.V. (DPhG) zählt mit fast 10.000 Mitgliedern zu den großen wissenschaftlichen Gesellschaften in Deutschland. Die DPhG veranstaltet jährlich etwa 150 wissenschaftliche Vorträge für Apotheker, ist Herausgeber der Zeitschrift „Pharmazie in unserer Zeit“ und fördert als unabhängige Gesellschaft die wissenschaftlichen Interessen der deutschen Pharmazie.

An der Technischen Universität lernen über 13.500 Studierende in über 60 Studiengängen. Das Fach Pharmazie ist an der Technischen Universität Braunschweig (ehemals Collegium Carolinum) seit 1835 vertreten. Heute ist Braunschweig einer der größten Hochschulstandorte für Pharmazie in Deutschland und der einzige in Niedersachsen. Etwa 700 Studierende lernen hier die wissenschaftlichen Grundlagen rund um das Arzneimittel.

Dr. Michael Stein | idw
Weitere Informationen:
http://www.dphg2010.tu-braunschweig.de
http://www.dphg.de

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