Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Parkinson-Tagung in Magdeburg

09.05.2012
Experten aus ganz Europa diskutieren neueste Forschungsergebnisse

Die Parkinsonkrankheit ist eine der am weitesten verbreiteten Hirnerkrankungen. Allein in Europa leiden rund 1,2 Millionen Männer und Frauen an der heimtückischen Krankheit. Parkinson gehört zu den 12 kostenintensivsten neurodegenerativen Erkrankungen. Dem Gesundheitssystem entstehen dadurch Kosten in Höhe von jährlich ca. 11 Milliarden Euro.

„Parkinson ist derzeit nicht heilbar. Wir wissen zwar schon in Ansätzen wo die Ursachen zu suchen sind, können mit den richtigen Medikamenten den Betroffenen recht gut helfen und den Krankheitsverlauf ein paar Jahre verzögern, doch von einem Durchbruch in der Forschung sind wir noch weit entfernt. Deshalb ist es für uns Wissenschaftler enorm wichtig in einem Netzwerk, wie dem europäischen REPLACES-Konsortium, zusammen zu arbeiten und wir freuen uns, dass wir am 10. und 11. Mai 2012 Gastgeber dieses wichtigen Forschungsverbundes sein dürfen“, sagte Prof. Eckart Gundelfinger, Direktor des Leibniz-Institutes Magdeburg.

Das REPLACES-Konsortium wird von der EU finanziert. REPLACES steht dabei für „REstaurative PLastizität An Corticostriatalen Erregenden Synapsen“. Dem Konsortium gehören Experten aus Italien, Schweden, Frankreich, Deutschland und Großbritannien an. Zusätzlich sind an dem Verbund die europaweit aktive Patientenorganisation European Parkinson’s Disease Association (EPDA) und die Mailänder Firma CFc beteiligt.

Zur Eröffnungsveranstaltung am Donnerstag, d. 10. Mai, 16:00h sind auch Wissenschaftler und Ärzte aus der Region als Gäste willkommen. Dabei werden der Tübinger Neurologe Prof. Thomas Gasser, ein Experte für genetische Ursachen der Parkinsonerkrankung, sowie Prof. Jose Obeso, ein Neurologe und Neurophysiologe von der Universität von Navarra (Spanien), der sich seit vielen Jahren der Erforschung von Parkinsontherapien widmet, Übersichtsvorträge zum aktuellen Stand der Parkinsonforschung halten. Die Veranstaltung wird von Prof. Anders Björklund, einem Pionier der Parkinsonforschung von der Universität Lund (Schweden) und von Prof. Eckart Gundelfinger vom Leibniz-Institut als Gastgeber moderiert.

Die Parkinsonsche Erkrankung äußert sich durch Muskelstarre, Muskelzittern, sowie Haltungsprobleme und starke Verlangsamung von Bewegungen. Im späteren Verlauf können sich auch psychische und kognitive Störungen dazugesellen. Bei der Parkinsonkrankheit sterben Nervenzellen in einer Region des Mittelhirns, der so genannten Substantia nigra, ab, dadurch sinkt die Versorgung mit dem ‚Glückshormon’ Dopamin drastisch ab. Die beschriebenen Symptome treten auf. Parkinson betrifft meist Patienten im höheren Alter zwischen 60 und 80 Jahren, es gibt aber auch Fälle in denen die Betroffenen jünger als 35 waren.

Anika Zachert | idw
Weitere Informationen:
http://www.replaces-pd.org/default.asp
http://www.replaces-pd.org/partners_03.asp

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017
28.04.2017 | Deutsche Gesellschaft für Immunologie

nachricht Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru
28.04.2017 | InfectoGnostics - Forschungscampus Jena e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie