Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ostseetag 2014: Vernetzte Ostseeforschung für gute Meerespolitik

20.05.2014

Am 23. Mai 2014 findet im Stadthafen Rostock der erste Ostseetag statt. Vier auf die Ostsee spezialisierte Forschungseinrichtungen werden hier gebündelt über den Zustand des Meeres vor unserer Haustür informieren, Forschungsergebnisse vorstellen und Prognosen über zukünftige Entwicklungen darstellen.

Auf der ganztägigen und öffentlichen Veranstaltung können die BesucherInnen direkt an der Kaikante drei Forschungsschiffe besichtigen, auf denen sie moderne Meeresforschung „zum Anfassen“ erleben können. Interessierte JournalistInnen sind vor Beginn der Veranstaltung herzlich zu einer gemeinsamen Pressekonferenz um 9:15 Uhr an Bord des Forschungsschiffes ELISABETH MANN BORGESE eingeladen.

Die Urlaubssaison 2014 steht kurz bevor. Auch in diesem Jahr wird es in den Sommermonaten wieder zahlreiche Menschen an die Ostseeküste ziehen. Doch obwohl die Region zusammen mit der Nordsee das mit Abstand beliebteste Reiseziel der Deutschen ist, mehren sich jedes Jahr zu Beginn der Ferien die sorgenvollen Anfragen:

„Wie geht es der Ostsee? Stimmen die Gerüchte von giftigen Blaualgen, verdreckten Stränden und einer leergefischten Ostsee, die ‚kurz vor dem Umkippen‘ steht? Oder kann man den Werbeprospekten glauben, die von weißen Stränden, blauem Meer und einer intakten Natur schwärmen?“

Vier auf die Ostsee spezialisierte Forschungseinrichtungen nehmen deshalb den Europäischen Tag der Meere, der im Mai 2014 erstmals in Deutschland stattfindet, zum Anlass, um auf dem Ostseetag öffentlich zum Zustand der Ostsee zu informieren.

Für den Schutz und eine nachhaltige Nutzung der Ostsee sind in Deutschland unterschiedliche Ministerien und Behörden verantwortlich, die jedoch für die Analyse des Ist-Zustandes, die Erkennung potentieller Gefahren und die Prognose zukünftiger Entwicklungen auf die wissenschaftlich fundierte Arbeit von Forschungseinrichtungen angewiesen sind. Ostseeforschung in ihren unterschiedlichen Aspekten wird in Deutschland überwiegend in Mecklenburg-Vorpommern betrieben.

Am Ostseetag werden das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde, das Thünen-Institut für Ostseefischerei und das Deutsche Meeresmuseum Stralsund erstmalig gemeinsam ihre Arbeit, ihr Zusammenwirken und aktuelle Ergebnisse ihrer Forschung der Öffentlichkeit vorstellen.

Unter dem Motto „Meeresforschung aktuell – Wissen aus erster Hand“ werden die vier Institute ihre einzigartige Expertise bündeln und ein umfassendes Bild des Meeres vor unserer Haustür zeigen – von den naturwissenschaftlichen Grundlagen des Ökosystems Ostsee, über die intensive Nutzung durch den Menschen im Zuge von Fischerei, Schifffahrt und Offshore-Windkraft, die Auswirkungen von Überdüngung, Verschmutzung und Klimawandel, bis hin zu den charismatischsten Bewohnern der Meere: den Robben und Walen.

An sieben „Themeninseln“ stellen die Organisatoren auf dem Ausstellungsgelände im Stadthafen Rostock ihre Forschung exemplarisch vor. Darüber hinaus werden die drei Forschungsschiffe ELISABETH MANN BORGESE, DENEB und CLUPEA direkt vor dem Ausstellungsgebäude an der Kaikante liegen. An Bord können sich die BesucherInnen hautnah über die Forschungsarbeit auf See informieren.

Um 09:15 Uhr findet in der Messe des Forschungsschiffes ELISABETH MANN BORGESE eine Pressekonferenz statt. Interessierte JournalistInnen sind herzlich willkommen. Wir bitten um Anmeldung unter den folgenden Kontaktdaten: Nils Ehrenberg, 0381 5197106, nils.ehrenberg@io-warnemuende.de

Von 10:00 – 18:30 Uhr kann das Ausstellungsgelände inklusive der drei Schiffe frei besichtigt werden (weitere Details entnehmen Sie bitte dem Programm). Als Schlusspunkt des Ostseetages findet um 19:00 Uhr im Verlagshaus der Ostsee-Zeitung eine öffentliche Podiumsdiskussion statt.

Das Programm des Ostseetages 2014:
Ort: Compagnie de Comédie, Stadthafen Rostock
Zeit: 23.05.2014, 10:00 – 18:30 Uhr

09:15 – 09:45 Uhr
Pressekonferenz, FS ELISABETH MANN BORGESE, Messe

10:00 – 10:30 Uhr
Eröffnung durch Herrn Minister Brodkorb, Bildungsministerium Schwerin

10:30 – 11:15 Uhr
Podiumsdiskussion: „Vom Forschungsergebnis zum Umweltgesetz“

10:30 – 18.30 Uhr
Offene Ausstellung im Theater-Gebäude und an der Kaikante. Besichtigung der Forschungsschiffe „ELISABETH MANN BORGESE“, „DENEB“ und „CLUPEA“.

13:00 – 13:15 Uhr und 15:00 – 15:15 Uhr
Fragerunden auf der Bühne des Theaters

19:00 Uhr
Podiumsdiskussion „Die Zukunft der Ostsee“, OZ-Pressehaus, Richard-Wagner-Straße 1a

Die „Themeninseln“ des Ostseetages 2014:

Das Dorschwunder
Dorsch ist eine der wichtigsten Speisefischarten in der Ostsee. Nach jahrelanger Überfischung hat sich insbesondere der östliche Bestand seit 2007 wieder erholt, durch eine Vielzahl von Gründen. Doch nun gibt es neue Probleme...

Mikroplastik im Meer
Feinste Plastikpartikel sind eine große Unbekannte in allen Meeren der Welt – auch in der Ostsee. Welches Gefährdungspotential von ihnen ausgeht, ist derzeit Gegenstand intensiver Forschung.

Neozoen – Ostseebewohner mit Migrationshintergrund
Vor allem durch die intensive Schifffahrt werden immer wieder Arten aus weit entfernten Gebieten in heimische Gewässer eingeschleppt. Eine ganze Reihe dieser exotischen „Neutiere“ lebt inzwischen auch in der Ostsee.

Wie sieht die Zukunft der Ostsee aus?
Mithilfe von Computermodellen berechnen WissenschaftlerInnen, wie sich die Ostsee im Zuge von Klimawandel und intensiver Nutzung durch den Menschen in Zukunft entwickeln könnte.

Wie geht´s den Schweinswalen?
Der Gewöhnliche Schweinswal ist die einzige in der Ostsee vorkommende Walart. Um die stark bedrohten Meeressäuger effektiv schützen zu können, betreiben MeeresforscherInnen ein intensives Langzeitmonitoring.

Wie viel Offshore verträgt die Ostsee?
Neben der Schifffahrt stellen vor allem neue Offshore-Windparks in der Ostsee eine große Herausforderung bei der Raumplanung dar. Wirtschaftliche Ansprüche müssen dabei mit Umwelt- und Naturschutz und den Interessen anderer Nutzer in Einklang gebracht werden.

Die Rückkehr der Ostsee-Kegelrobben
An der südlichen Ostseeküste galten Kegelrobben lange als ausgerottet, nun kehren die Meeressäuger langsam zurück. Eine Wiederauflage des klassischen Konflikts zwischen Robbe und Mensch als Konkurrenten um die Ressource Fisch ist damit vorprogrammiert.

Weitere Informationen zu Themen, Programm und Organisatoren des Ostseetages 2014 finden Sie unter: www.ostseetag.info 


Kontakt:

Dr. Barbara Hentzsch, Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW)
(Tel.: 0381 / 5197 102, Email: barbara.hentzsch@io-warnemuende.de)

Nils Ehrenberg, Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW)
(Tel.: 0381 / 5197 106, Email: nils.ehrenberg@io-warnemuende.de)

Dr. Christopher Zimmermann, Thünen-Institut für Ostseefischerei (TI-OF)
(Tel.: 0381 / 81161 01, Email: christopher.zimmermann@ti.bund.de)

Ines Podszuck, Deutsches Meeresmuseum Stralsund (DMM)
(Tel.: 03831 / 26 50 320, Email: ines.podszuck@meeresmuseum.de)

Dr. Mathias Jonas, Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH)
(Tel.: 0381 / 4563 716, Email: mathias.jonas@bsh.de)

Dr. Barbara Hentzsch | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017
17.01.2017 | Max-Planck-Institut für Astronomie

nachricht Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge
17.01.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“

17.01.2017 | Architektur Bauwesen

Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel

17.01.2017 | Maschinenbau