Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Osteologie-Kongress

14.03.2011
Osteologie-Kongress 23. März - 26. März 2011, Stadthalle Fürth, Rosenstr. 50, Fürth

Allein in Deutschland leidet mehr als jeder Dritte an muskuloskelettalen Erkrankungen und Verletzungen – wie Gelenkerkrankungen (Arthrose und Arthritis), Rückenschmerzen, Osteoporose oder Sport- und Unfallverletzungen.

Speziell die Osteoporose ist mit mehr als sieben Millionen Erkrankten in Deutschland eine der großen Volkskrankheiten - verbunden mit riesigen, überwiegend vermeidbaren Kosten für das Gemeinwesen und großem individuellen Leid. Über die neusten Forschungsergebnisse und den derzeitigen Stand sowie die zukünftigen Verbesserungen der Patientenversorgung tauschen sich nun Wissenschaftler auf dem dieses Jahr in Fürth stattfindenden Osteologie-Kongress aus.

Mehrere deutschsprachige wissenschaftliche Gesellschaften, die sich mit der Osteologie beschäftigen und sich unter dem Dachverband Osteologie (DVO) vereint haben, veranstalten ihren Osteologie-Kongress unter der wissenschaftlichen Leitung von Kongresspräsident Prof. Dr. Georg Schett, Direktor der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie am Universitätsklinikum Erlangen, und Co-Kongresspräsident Prof. Dr. Klaus Engelke, Leiter des Osteoporoseforschungszentrums am Institut für Medizinische Physik (Direktor: Willi A. Kalender) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).

Die Folgen der Osteologie sind vor allem für Frauen nach den Wechseljahren oft schwer wiegend. Die Erlanger Fitness- und Osteoporose Präventionsstudie (EFOPS), deren Mitinitiator Prof. Dr. Klaus Engelke ist, konnte in ihrer bisher zwölfjährigen Laufzeit nachweisen, dass durch sportliche Betätigung und gezieltes Training das Risiko für Metabolisches Syndrom und Knochenbrüche bei über 60-jährigen Frauen gesenkt werden kann.

Da der Verlust an Knochensubstanz selber nicht schmerzhaft ist, bleibt die Osteoporose meist lange Zeit unbemerkt. Die Knochendichtemessung ist ein wichtiger Bestandteil zur Bestimmung des Frakturrisikos. Mit Hilfe von neuen hochauflösenden MikroCT-Scannern können neue Einblicke in die Veränderung der für die Knochenstruktur entscheidenden Festigkeit gewonnen werden. An der Weiterentwicklung dieser medizinischen Bildgebung und deren Einsatz auch in anderen muskuloskelettalen Erkrankungen, wie der Arthrose oder der rheumatoiden Arthritis, arbeitet unter der Leitung von Prof. Engelke das Erlanger Osteoporoseforschungszentrum.

„Die osteologische Forschung beschreibt so viele, zum Teil bislang kaum bekannte Bereiche wie z. B. die Osteoimmunologie, die das Zusammen- und Wechselspiel zwischen dem körpereigenen Abwehrsystem und dem Knochensystem des Menschen erforscht“, sagt Prof. Dr. Klaus Engelke Für diesen neuen Forschungsbereich bewilligte die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG) im vergangenen Jahr ein Schwerpunktprogramm mit dem Titel „Osteoimmunology - IMMUNOBONE – A Programme to Unravel Mutual Interactions between the Immune System and Bone“, das in Erlangen von Prof. Dr. Georg Schett koordiniert wird. Auch im Bereich der Forschung zur Ankylose (Gelenksteife) zeigt Schett großes Engagement und wurde ebenfalls 2010 zum Sprecher des BMBF-Verbundprojekts „ANCYLOSS - Ein Netzwerk zwischen Klinik und Pathophysiologie von Knochensporn und Ankylose“ ernannt.

Beide Verbundprojekte zeichnen sich durch ihre Interdisziplinarität aus, die auf eine Optimierung klinischer Therapien zielt. So konnte Prof. Georg Schett in Zusammenarbeit mit weiteren Erlanger Forschern innerhalb des Verbundprojekts „IMMUNOPAIN“ einen Botenstoff identifizieren, der die Kommunikation zwischen dem Immunsystem und Gehirn entscheidend steuert, so dass Symptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Depressionen bei Patienten mit entzündlichen Erkrankungen sich erklären lassen. „Es ist der interdisziplinäre wissenschaftliche Austausch, der Fachgebiete wie die Osteologie adäquat zur Geltung bringt, so dass sie in der Gesellschaft zum Tragen kommen. Der jährliche Osteologie Kongress ist ein wichtiges Forum für Forscher und Mediziner, der erheblich zum Austausch zwischen Wissenschaft und klinischer Anwendung beiträgt“, sagt Schett.

Somit ist es auch ein zentrales Anliegen des Veranstalters, Anregungen für dringend erforderliche Maßnahmen zu geben, die eine schnelle Translation der Ergebnisse der Grundlagenforschung in die klinische Praxis fördern, Präventionsmaßnahmen implementieren und fächerübergreifende Versorgungsprozesse optimieren.

Sandra Jeleazcov, Tel.: 09131/85-39109, sandra.jeleazcov@uk-erlangen.de

Pascale Anja Dannenberg | idw
Weitere Informationen:
http://www.uk-erlangen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal
18.08.2017 | Bergische Universität Wuppertal

nachricht Einblicke ins menschliche Denken
17.08.2017 | Universität Potsdam

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie