Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ohne Abi an die Uni? Tagung von CHE und Stifterverband zum aktuellen Boom des Dritten Bildungsweges

14.11.2012
Die Nachfrage nach dem Studium ohne Abitur ist in Deutschland so hoch wie nie zuvor: Laut den jüngsten Statistiken ist die Zahl der Personen sprunghaft angestiegen, die sich über den beruflichen Weg für ein Studium an Universitäten und Fachhochschulen qualifizieren.
Vor diesem Hintergrund bietet eine Tagung am 21. Januar 2013 in Essen aktuelle Analysen, Informationen und Praxisbeispiele zum Thema „Studieren ohne Abitur – erfolgreicher Weg zwischen beruflicher und akademischer Bildung?“.

Auf Einladung vom CHE Gemeinnütziges Centrum für Hochschulentwicklung und Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft geben Expert(inn)en Tipps für ein erfolgreiches Studium ohne Abitur oder Fachhochschulreife, stellen Hochschulen spezifische Angebote für mehr Durchlässigkeit zwischen Beruf und Studium vor und diskutieren Vertreter(innen) aus Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften und Forschungsinstituten über die Vor- und Nachteile der zunehmenden Akademisierung der Arbeitswelt.

Zudem fällt bei der Tagung der Startschuss für das neue Online-Portal www.studieren-ohne-abitur.de. Das von CHE und Stifterverband initiierte Informationsangebot soll sich als zentrale Beratungsplattform etablieren, die erstmals auch die Möglichkeit bietet, auf Hochschulebene nach passenden Studienangeboten und Ansprechpartner(inne)n zu suchen.

Eine möglichst hohe Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung zu gewährleisten, gehört zu den zentralen Reformzielen von Bund und Ländern. Dazu sind etliche Maßnahmen auf den Weg gebracht worden, die unter dem Motto „Aufstieg durch Bildung“ dafür sorgen sollen, dass in Deutschland ein möglichst hohes Bildungsniveau erreicht wird. Vor diesem Hintergrund sind auch die Möglichkeiten, sich über einen beruflichen Weg für ein Studium zu qualifizieren, stark verbessert worden. Mit Erfolg, wie eine im Sommer 2012 erschienene Studie des CHE belegt. Innerhalb von nur drei Jahren hat sich demnach der Anteil der Studienanfänger(innen) ohne Abitur und Fachhochschulreife mehr als verdoppelt und beträgt jetzt rund 10.000 Personen bundesweit.

Die Tagung von CHE und Stifterverband greift diese aktuelle Entwicklung auf. Dabei werden drei Ziele verfolgt:

1. Über Chancen und Stolpersteine beim Studium ohne Abitur zu informieren.

2. Erfolgreiche Konzepte von Hochschulen für mehr Durchlässigkeit zwischen Beruf und Studium vorzustellen.

3. Den seit geraumer Zeit beobachtbaren „Academic Drift“ im deutschen Bildungssystem kritisch daraufhin zu analysieren, welche Auswirkungen dieser Trend für das künftige Verhältnis von beruflicher und akademischer Bildung hat.

Ein wesentliches Problem, welches Studieninteressierte ohne Abitur oder Fachhochschulreife haben, ist der Mangel an Beratungsmöglichkeiten. In Deutschland gibt es anders als beispielsweise in Großbritannien kein nationales „Büro für fairen Hochschulzugang“, in dem diese Personengruppe sich bei Bedarf Unterstützung holen kann. In der Regel müssen sie sich alleine durchfragen, was angesichts der Vielzahl und Heterogenität der Zugangsregelungen in den Bundesländern und den Hochschulen oft sehr schwierig ist. Um diese Beratungslücke ein Stück weit zu aufzufangen, baut das CHE mit finanzieller Unterstützung des Stifterverbandes derzeit eine Online-Plattform auf. Diese wird im Rahmen der Tagung am 21. Januar 2013 in Essen eröffnet und vorgestellt.

Nähere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie im Internet unter: http://www.che.de/tagung_studieren-ohne-abi

Für Rückfragen: Dr. Sigrun Nickel, Email: sigrun.nickel@che.de

Britta Hoffmann-Kobert | idw
Weitere Informationen:
http://www.che.de/tagung_studieren-ohne-abi

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht „Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn
18.05.2018 | Universität Paderborn

nachricht Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft
17.05.2018 | Universität Stuttgart

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics