Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nutzung von Versorgungsdaten für die Forschung – Vorteile und Grenzen

19.11.2013
Die TMF-Podiumsdiskussion "Nutzung von Versorgungsdaten für die Forschung – Vorteile und Grenzen", bringt am 21. November um 17 Uhr beim „Medica Health IT Forum 2013“ akademische Forschung, Medizininformatik, Datenschutzexperten und Pharmaindustrie an einen Tisch. Sie wird die Frage ausleuchten, wo eine Nutzung von Versorgungsdaten für die Forschung sinnvoll ist und wo sie an ihre Grenzen stößt.

Die Nutzung von Versorgungsdaten für die Forschung könnte die Entwicklung neuer Medikamente und Diagnoseverfahren beschleunigen. Industrie und Forschungsinstitutionen investieren deshalb aktuell viel Zeit und Geld, um klinische Patientendaten für die medizinische Forschung zusammenzutragen und nutzbar zu machen.

Noch stehen dem jedoch vielfältige informationstechnische und rechtliche Hürden im Wege. Eine von TMF-Geschäftsführer Sebastian C. Semler moderierte Podiumsdiskussion während der Medica 2013 wird vor diesem Hintergrund ausleuchten, wo eine Nutzung von Versorgungsdaten für die Forschung sinnvoll ist und wo sie an ihre Grenzen stößt.

„Die strukturierte Erfassung von Versorgungsdaten hat es uns mehrfach ermöglicht, die Ergebnisse von klinischen Studien auf ihre Relevanz in der täglichen Routine an einer großen Zahl von Patienten zu überprüfen“, beschreibt Dr. med. Rainer Röhrig vom Uniklinikum Gießen die Vorteile dieses Ansatzes für die Forschung. „Zudem konnten wir die Daten schon häufig zur Patientenrekrutierung oder zur Vermeidung von Übertragungsfehlern verwenden“, so Röhrig.

Doch obwohl ein großer Teil der für Forschungszwecke benötigten Informationen heute bereits in elektronischen Patientenakten vorgehalten wird, sind diese Daten für Forscher oft nicht zugänglich. Es fehlt an einheitlichen Vokabularen, Kodierungen und Datenbeschreibungen. Auch sind Daten aus der Versorgung allzu oft nicht miteinander vergleichbar, selbst innerhalb einzelner Kliniken gibt es damit zwischen einzelnen IT-Systemen schon Probleme.

„Eine Vielzahl klinischer Datenelemente muss gesichtet, auf standardisierte Terminologien abgebildet und in eine für die Auswertung geeignete Struktur gebracht werden“, beschreibt Podiumsteilnehmer Dr. Thomas Ganslandt das Problem, der sich am Medizinischen Zentrum für Informations- und Kommunikationstechnik des Universitätsklinikums Erlangen mit solchen Fragen befasst. Angesichts der vielfältigen technischen Hürden zeigt sich einmal mehr die Bedeutung übergreifender IT-Standards für die medizinische Forschung.

Die Podiumsdiskussion der TMF findet am Donnerstag, den 21.11.2013 von 17.00 – 17:50 Uhr im Rahmen des Medica Health IT Forums in Halle 15, Forum 1, statt.

Ansprechpartner Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Antje Schütt,
Tel.: 030 - 22 00 24 731

Beate Achilles,
Tel.: 030 - 22 00 24 732
E-Mail: presse@tmf-ev.de

Beate Achilles | idw
Weitere Informationen:
http://www.tmf-ev.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"
22.09.2017 | BusinessForum21

nachricht Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg
22.09.2017 | DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie