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Notfallrettung im ländlichen Raum – Luftrettung als Lösung?!

14.02.2014
Können Rettungshubschrauber in dünn besiedelten Gebieten die derzeitige Notfallrettung mit Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeugen komplett ersetzen?

Das Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr der Fachhochschule Köln ist maßgeblich an dem Forschungsprojekt PrimAIR beteiligt, dessen Ziel die Entwicklung eines Modells für einen innovativen, luftgestützten Rettungsdienst ist.

Zur Halbzeit der dreijährigen Projektlaufzeit treffen sich Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Praxis am 17. und 18. Februar 2014 zu dem Symposium „Notfallrettung im ländlichen Raum – Luftrettung als Lösung?!“. Auf dem Campus Deutz der Fachhochschule Köln diskutieren sie über die Möglichkeiten, Gefahren und Einschränkungen einer alleinigen 24-Stunden-Luftrettung, um daraus wissenschaftlich fundierte Rahmenbedingungen und Anforderungen abzuleiten. Interessierte Journalistinnen und Journalisten sind herzlich zur Teilnahme am Symposium eingeladen (Karl-Schüssler-Saal, Betzdorfer Straße 2, 50679 Köln).

Das Forschungsprojekt PrimAIR untersucht Potentiale, Grenzen und Anforderungen eines luftgestützten Primärrettungssystems. Hintergrund sind der demographische und strukturelle Wandel und der damit verbundene Bevölkerungsrückgang, durch die eine angemessene und zugleich ökonomische notfallmedizinische Versorgung der Bevölkerung in gering besiedelten, ländlichen Gebieten immer schwieriger wird. Bislang werden Rettungshubschrauber in Deutschland ergänzend zum bodengebundenen Rettungsdienst genutzt, um Notärzte schnell zum Einsatzort zu bringen und Notfallpatienten schnell in Kliniken zu transportieren. Der neue Ansatz von PrimAIR ist eine luftgestützte Primärrettung als Alternative zur bodengebundenen Notfallrettung. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Sicherheitsforschungsprogramms der Bundesregierung. Projektträger ist das VDI Technologiezentrum.

Interessant könnten für die Medien vor allem folgende Vorträge und Diskussionsrunden sein:

Montag, 17. Februar 2014, 13.40 bis 14.10 Uhr
Vortrag „24 h Betrieb – Nachtflug und Allwettertauglichkeit als Voraussetzung einer luftgestützten primAIRen Notfallrettung“

Franz Ahollinger (HDM-Luftrettung, Stellvertretender Flugbetriebsleiter) und Tobias Schönherr (Leiter der Bundespolizei Luftfahrerschule für den Polizeidienst)

Montag, 17. Februar 2014, 14.10 bis 15.30 Uhr
Vortrag „Technische Entwicklungen und deren Potenziale zur Implementierung des Systems PrimAIR. Radar, Lärmreduzierung, NVIS, ALLFlight“

Martin Gestwa (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Leiter Betriebsausschuss Fliegender Hubschrauber Simulator), Georg Lederer (DRF-Luftrettung, verantwortlich für das Projekt Heli-FLR (Helikopter Flight and Landing Radar)) und Sebastian Wagner (Bundespolizei Fliegergruppe, verantwortlich für die Ausbildung zum Fliegen mit Nachtsichtgeräten)

Dienstag, 18. Februar 2014, 9.15 bis 10.00 Uhr
Vortrag „Landeplätze am Krankenhaus – Was ist die beste Lösung bei einer primAIRen 24-Stunden-Luftrettung im ländlichen Raum?“

Gunter Carloff (Geschäftsführer der HeliportDesign Carloff GmH) und Dr. Stefan Zaß (Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Stellvertretender Leiter Referat Flugplätze)

Dienstag, 18. Februar 2014, 11.15 bis 12.15Uhr
Podiumsdiskussion „Anforderungen an das Rettungsmittel Hubschrauber und dessen Personal“

Max Bucher (Präsident und CEO der Aerolite Max Bucher AG), Dr. Jörg Braun (DRF-Luftrettung, Ärztlicher Leiter), Bernd Lang (Christophorus Flugrettungsverein, Abteilungsleitung der Aus- und Weiterbildungsabteilung AirRescueCollege), Prof. Dr. Stefan Oppermann (Stellvertretender Leiter des Asklepios Instituts für Notfallmedizin), Dr. Stephan Prückner (Leiter des Instituts für Notfallmedizin und Medizinmanagement, Klinikum der Universität München), Maria von Natusius (ADAC HEMS-Academy, Ärztliche Leitung) und Dr. Matthias Ruppert (ADAC-Luftrettung, Ärztlicher Leiter)

Dienstag, 18. Februar 2014, 12.15 bis 13.15 Uhr
Vortrag „Erfahrungen mit 24-Stunden-Luftrettung in Europa“
Stefan Becker (Schweizerischen Rettungsflugwacht Rega, Leiter Unternehmensentwicklung), Thomas Lindner (Chief Medical Advisor der Norwegische Luftrettung Norsk Luftambulanse) und Marcin Wiktorzak (Polnische Luftrettung LPR)
Dienstag, 18. Februar 2014, 14.15 bis 15.45 Uhr
Podiumsdiskussion „Rettungsdienst 2030 – Nichts ist undenkbar, alles ist möglich!?“

Prof. Dr. Bernd Böttiger (Vorsitzender des German Resuscitation Council), Dr. Christian Ebersperger (Bayerisches Staatsministerium des Innern, Leiter Referat Rettungswesen), Ralf Iwohn (Ministerium für Arbeit Gleichstellung und Soziales Mecklenburg-Vorpommern, Leiter Referat öffentlicher Gesundheitsdienst), Prof. Dr. Dr. Lechleuthner (Leiter des Instituts für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr, Fachhochschule Köln), Prof. Dr. Heinzpeter Moecke (Leiter des Asklepios Instituts für Notfallmedizin), Dr. Stephan Prückner (Leiter des Instituts für Notfallmedizin und Medizinmanagement, Klinikum der Universität München) und Dietrich Schneider (AOK Nordost, Leiter Unternehmensbereich Sonstige Leistungserbringer)

Symposium „Notfallrettung im ländlichen Raum – Luftrettung als Lösung?!“
Montag, 17. Februar 2014, 13.00 bis 19.00 Uhr
Dienstag, 18. Februar 2014, 9.00 bis 16.15 Uhr
Das vollständige Programm kann abgerufen werden unter www.projekt-primair.de/primair-flyer
Projektpartner PrimAIR
antwortING Ingenieurbüro PartG
Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme (IVI)
Asklepios Kliniken GmbH Hamburg - Institut für Notfallmedizin (IfN)
Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM) am Klinikum der Universität München
Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr der Fachhochschule Köln (IRG)
ADAC Luftrettung
AOK Nordost
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Bundespolizei-Fliegergruppe
DRF Luftrettung
Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales Mecklenburg-Vorpommern
Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. Mehr als 21 800 Studierende werden von rund 420 Professorinnen und Professorinnen unterrichtet. Das Angebot der elf Fakultäten und des Instituts für Tropentechnologie umfasst mehr als 70 Studiengänge aus den Ingenieur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften und den Angewandten Naturwissenschaften. Die Fachhochschule Köln ist Vollmitglied in der Vereinigung Europäischer Universitäten (EUA), sie gehört dem Fachhochschulverband UAS 7 und der Innovationsallianz der nordrhein-westfälischen Hochschulen an. Die Hochschule ist zudem eine nach den europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und ISO 14001 geprüfte umweltorientierte Einrichtung und als familiengerechte Hochschule zertifiziert.
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Petra Schmidt-Bentum | idw
Weitere Informationen:
http://www.projekt-primair.de/primair-flyer
http://www.f09.fh-koeln.de/institute/irg

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