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Nordrhein-Westfalen will in Sachen Elektromobilität keine Chancen verpassen. Das Land steht bereit, sich an einem bundesweiten Modellversuch zu beteiligen. Sollte die Bundesregierung entsprechende Programme beschließen, wird sich Nordrhein-Westfalen zusätzlich mit eigenen Mitteln in Höhe von bis zu 60 Millionen Euro engagieren, um Forschung und Entwicklung auf diesem Sektor voran zu treiben.
Das sind die wesentlichen Ergebnisse einer Konferenz, die heute, 24. Februar 2009, im nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium stattgefunden hat. Beteiligt waren neben Vertretern aus Unternehmen, Wissenschaft und Forschung folgende Ressorts der Landesregierung: Wirtschaft, Energie, Umwelt, Verkehr und Innovation.
Die Zukunft der Mobilität wird zunehmend elektrisch. Dafür stehen verschiedene Hybridkonzepte der Automobilhersteller bis hin zum reinen Elektrofahrzeug, das in wenigen Jahren zum Straßenbild dazu gehören soll.
Fahren mit Strom reduziert zum einen die Abhängigkeit vom Mineralöl und hat zum anderen den Effekt, dass Einsparungen beim Sprit mit Einsparungen bei den Treibhausgasen einhergehen. Bis es allerdings zu nennenswerten Marktanteilen im Straßenverkehr kommt, ist noch sehr viel Forschung und Entwicklung notwendig. Stichworte sind: Sicherheit, Gewicht und Reichweite der benötigten Batterien.
Daher hat die Bundesregierung Ende letzten Jahres ein Nationales Entwicklungsprogramm zur Elektromobilität ins Leben gerufen, in dem die Länder explizit aufgerufen werden, Modellregionen für Elektromobilität zu entwickeln.
Nordrhein-Westfalen sieht sich hier als Energie- und Autoland in einer Vorreiterrolle. Die Landesregierung sieht die großen Potentiale, die sich für den Standort und die Wertschöpfung im Land durch die Elektrifizierung des Antriebsstrangs ergeben.
„NRW ist durch seine hohe Verkehrsdichte geradezu prädestiniert, Modellversuche durchzuführen“, erklärte Wirtschaftsministerin Christa Thoben. „Für alle erdenklichen Anwendungsfälle - sei es im PKW-Bereich, in Speditionen oder im öffentlichen Personennahverkehr - hat Nordrhein-Westfalen in Frage kommende Fahrzeugflotten und die notwendige wissenschaftliche Begleitung. Nicht zu vergessen die guten Voraussetzungen für eine gute Infrastruktur.“
Im Hinblick auf die Metropole Rhein-Ruhr weist Umweltminister Eckhard Uhlenberg auf die Effekte hin, die eine Schadstoffreduktion in den Ballungsräumen mit sich bringt. „Besonders ein Rückgang der Feinstäube und Stickoxide wird die Ballungsräume deutlich entlasten“, so Minister Uhlenberg. „Deshalb ist es wichtig Elektromobilität zu fördern, nicht nur bei PKWs sondern auch bei den leichten Nutzfahrzeugen. Elektrische Antriebe werden uns dabei helfen unsere Probleme bei der Luftreinhaltung zu lösen und die Lärmbelastung zu reduzieren.“
Dem Thema Energiespeicherung kommt bei der Entwicklung von Batterien eine Schlüsselstellung zu. Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart hält den Ausbau dieses Forschungsbereichs für besonders wichtig, um beispielsweise die Li-Ionen Technologie in Nordrhein-Westfalen weiterzuentwickeln. „Die Herausforderung besteht darin, innovative Lösungen für die Energiespeicherung zu finden. Denn die Verbreitung und Akzeptanz von Elektrofahrzeugen hängt maßgeblich von leistungsfähigen und kostengünstigen Batteriesystemen ab. Mit dem Modellversuch können wir nun ein wichtiges Signal an die Forschung in Nordrhein-Westfalen senden, ihre Bemühungen zu verstärken.“
Im Rahmen der heutigen Konferenz im NRW-Wirtschaftsministerium wurden auch Eckpunkte für einen Masterplan Elektromobilität diskutiert. Im Mittelpunkt standen Themen wie elektrische Speicherung, Fahrzeugbau oder Netzintegration.
Ministerin Thoben: „Es ist uns wichtig, dass Kraftfahrzeuge mit einem elektrischen Antrieb schnell auf die Straße kommen und diese Technologie für jedermann sichtbar wird. Potenzielle Investoren sind recht herzlich eingeladen, mit der Landesregierung gemeinsam das Thema Elektromobilität nach vorne zu bringen.“
Quelle: EnergieAgentur.NRW
Weitere Informationen: www.energieagentur.nrw.de
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