Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nötiger denn je, aber gefährdet: Hochschulmedizin in Zeiten der EHEC-Epidemie

30.06.2011
Beim Innovationskongress am 14./15. Juli 2011 in Berlin steht die prekäre finanzielle Förderung der Universitätsmedizin im Mittelpunkt

Die aktuelle EHEC-Epidemie hat es gezeigt: Die Universitätsklinika in Deutschland sind die Spitze der Versorgungspyramide und sorgen bei neuen Krankheitsbildern für wichtige Forschungsergebnisse und innovative Behandlungsmethoden, die Leben retten können.

Doch die Kostenträger des Gesundheitswesens sind nicht bereit, die medizinischen Leistungen ausreichend zu finanzieren. Die Finanzierung der Hochschulmedizin mit ihrer maximalen Krankenversorgung, ihren Forschungsleistungen sowie dringend nötigen Baumaßnahmen ist insgesamt nicht gesichert.

Deshalb spricht der Innovationskongress der deutschen Hochschulmedizin am 14./15. Juli 2011 in Berlin die entscheidenden Zukunfts-Fragen an: Welche Rahmenbedingungen braucht die Universitätsmedizin in Deutschland, um ihre hohe Leistungsfähigkeit zu erhalten? Wie sollten sich Bund und Länder künftig finanziell und in der Gesetzgebung engagieren?

Der Kongress wird gemeinsam vom Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD), dem Medizinischen Fakultätentag (MFT) und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) veranstaltet. Experten aus der Hochschulmedizin diskutieren aktuelle Themen mit hochrangigen Vertretern aus Gesundheitswesen und Wissenschaft. Im Rahmen der Veranstaltung wird der Innovationspreis der Deutschen Hochschulmedizin vergeben.

Weitere Kongress-Themen: Krisenmanagement und Trend zur ambulanten Behandlung

Eine weitere Herausforderung für die Hochschulmedizin ist der starke Trend von der stationären hin zur ambulanten Krankenversorgung. Wie sieht eine Hochleistungsmedizin ohne Betten, z.B. in der Augenheilkunde, aus? Wer bezahlt die Nachsorge von Patienten in den Ambulanzen der Uniklinika, die durch eine EHEC-Infektion schwer erkrankt waren? Und welche Konsequenzen hat die Entwicklung der „Ambulantisierung“ für die Aus- und Weiterbildung der Ärzte sowie die Forschung?

Krisenmanagement wie bei der EHEC-Epidemie gehört in einem Universitätsklinikum heute zum Alltag. Die Ursachen sind vielfältig: Nicht nur Infektionswellen, auch ungeklärte Todesfälle, gravierende Personalprobleme oder die Privatisierung eines Universitätsklinikums erfordern bei den Verantwortlichen eine hohe Professionalität in der internen Bewältigung und einen kompetenten Umgang mit den Medien. Hochschulmediziner berichten bei dem Innovationskongress über ihre Erfahrungen aus schweren Krisenfällen und diskutieren diese mit Journalisten und PR-Experten.

Journalisten sind herzlich zu dem Kongress eingeladen!

Tagungsort: Hotel Grand Hyatt Berlin, Marlene-Dietrich-Platz 2, 10785 Berlin

Am 14. Juli findet um 10.00 Uhr im Hotel Grand Hyatt eine Pressekonferenz statt, zu der noch separat eine Einladung verschickt wird.

Anmeldung zu Kongress und Pressekonferenz:

Kordula Merk
Referentin
Verband der Universitätsklinika Deutschlands e.V. (VUD)
Alt-Moabit 96
10559 Berlin
Tel.: +49 (0) 30 3940517-23
Fax: +49 (0) 30 3940517-17
Email: merk@uniklinika.de

Kordula Merk | idw
Weitere Informationen:
http://www.uniklinika.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel
02.12.2016 | Münchner Kreis

nachricht Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen
01.12.2016 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie