Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neueste Technologien der bayerischen Hochschulen für die Automobilindustrie

30.06.2011
Die Bayerische Patentallianz GmbH, die zentrale Patent- und Vermarktungsagentur von 28 bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften, präsentiert am 06. Juli auf der Zulieferer Innovativ 2011 wegweisende Erfindungen für die Autos von morgen. So auch ein neues Fertigungsverfahren der Hochschule (HS) Kempten zur Verbindung schwer schweißbarer Werkstoffe und eine neue Technologie der HS Regensburg, die ein zentrales Problem der Stromversorgung von Elektroautos löst.

Die Leistung von seriell verbundenen Batterien in einem Batteriestapel wird durch ihre schwächste Zelle bestimmt. Ist die Ladung einer Zelle besonders schwach, wirkt sich das negativ auf die Gesamtleistung des Batteriestapels aus. Um die Leistung zu erhöhen, werden so genannte Charge Equalizer eingesetzt, welche die Energie zwischen den verschiedenen Zellen gleichmäßig verteilen.

Bereits existierende Lösungen weisen jedoch oftmals eine hohe Verlustleistung auf oder sind auf die Verwendung teurer Hochspannungsbauteile angewiesen. Ein neuer Charge Equalizer, der an der HS Regensburg entwickelt wurde, verbindet nun über einen Gleichstrom-Bus und einen DC/DC-Konverter stark geladene Zellen direkt mit schwach geladenen Zellen. Auf Grund der direkten Verbindung der Zellen miteinander ist der Energieverlust im Vergleich zu bekannten Systemen, bei denen die überschüssige Energie einer Zelle nur über den Weg benachbarter Zellen zu einer schwach geladenen Zelle transportiert werden kann, deutlich geringer.

Der Gleichstrom-Bus erlaubt eine schnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zellen so dass alle Zellen eines Batteriesatzes dasselbe Leistungsniveau behalten. Die Lösung ist mit Bauteilen realisierbar, die für niedrige Stromspannungen konzipiert sind. Darüber hinaus ist der neue Charge Equalizer mit einem intelligenten Kontrollmechanismus ausgestattet, der die Leistung jeder Zelle überwacht und so frühzeitig entsprechende Energieumverteilungsprozesse im Batteriesystem einleiten kann. Der neue Charge Equalizer kann für Batteriestapel jeder Art verwendet werden.

Eine Erfindung der HS Kempten beschreibt ein Verfahren zum Herstellen von Reibschweißverbindungen. Durch die geeignete Wahl von Reib- und Wärmeparametern können mit handelsüblichen Stab- oder Scheibenmaterialien Press-Schweißnähte in sehr guter Qualität und mit hoher Schweißgeschwindigkeit mit geringem Wärmeeinfluss ausgeführt werden. Ein Vorteil der Erfindung gegenüber bestehenden Schweißverfahren liegt darin, dass während des Prozesses keine Erwärmung auf Schmelztemperatur notwendig ist und es so durch die geringere Wärmebelastung der Werkstücke zu weniger Verzug kommt. Darüber hinaus können auch schwer schweißbare Werkstoffe wie Aluminium verarbeitet und unterschiedliche Materialkombinationen verbunden werden.

Die Bayerische Patentallianz stellt auf ihrem Messestand zahlreiche weitere Erfindungen der bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften aus den Bereichen Elektromobilität, Fahrzeugsicherheit, Fahrzeugmontage, Fertigungsverfahren und Messverfahren für die Automobilindustrie vor. Darunter auch einen Aufprallenergieabsorber aus auxetischem Material, ein Herstellungsverfahren für Hybridbauteile aus Metall und Kunststoff, ein Verfahren zur Verbrennungsbeobachtung und einen Sensor für ein Nachtsichtgerät. Vertreter der Automobil- und Zuliefererindustrie können sich bei den Patent- und Lizenzmanagern der Technologietransfer-Organisation persönlich über Möglichkeiten des Kaufs von Patenten und die Lizenzierung von Erfindungen informieren.

Zulieferer Innovativ 2011
Der 13. Jahreskongress „Zulieferer Innovativ" findet am 06. Juli 2011 im Audi Forum Ingolstadt statt. Er ist ein bedeutender internationaler Treffpunkt für Unternehmen und Institute, um aktuelle Entwicklungslinien vorzustellen, Erfahrungen auszutauschen und neue Kooperationen für zukünftige Innovationen anzubahnen. 180 Aussteller präsentieren innovative Lösungen und richtungsweisende Konzepte für die Automobilindustrie. In parallelen Vortagsreihen werden erfolgreiche Beispiele für „Strategien der Industrie" und „Potenziale aus der Forschung″ vorgestellt.
Bayerische Patentallianz GmbH
Die Bayerische Patentallianz GmbH vermarktet als zentrale Patent- und Vermarktungsagentur von 28 bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften die Erfindungen von mehr als 17.000 Wissenschaftlern. Dabei unterstützt sie die Wissenschaftler, ihre Erfindung zu schützen und anschließend kommerziell zu nutzen. Für die Industrie stellt sie einen einzigartigen Zugang zum größten Technologiepool Bayerns bereit. Dank der international renommierten Forschungsqualität der bayerischen Universitäten und Hochschulen verfügt die die Bayerische Patentallianz GmbH über zahlreiche innovative und schutzrechtlich gesicherte Erfindungen aus den Bereichen Life Sciences und Physical Sciences.

Markus Berninger | Bayerische Patentallianz GmbH
Weitere Informationen:
http://www.baypat.de
http://www.bayern-innovativ.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht International führende Informatiker in Paderborn
21.08.2017 | Universität Paderborn

nachricht Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik
21.08.2017 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen