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Mit neuen Forschungsansätzen für eine bessere Vorbeugung und für eine maßge-schneiderte Behandlung von Krebs des Magen-Darm-Traktes befasst sich das "1st Inter-national Meeting on Molecular-Based Treatment of GI-Cancer". Das Treffen findet am Mittwoch, 23. September 2009, und Donnerstag, 24. September 2009, in der Paulinerkir-che in Göttingen statt.
Ausgewiesene internationale Experten diskutieren dabei vor allem die neuen Wege und Möglichkeiten einer molekular-basierten Therapie für die Behand-lung von gastrointestinalen Tumoren wie Dickdarm- und Mastdarmkrebs. Unter den Refe-renten befindet sich unter anderem eine Gruppe renommierter Wissenschaftler des Krebsforschungszentrums der Vereinigten Staaten (National Cancer Institute, Bethesda). Veranstaltet wird das Treffen von der durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Klinischen Forschergruppe KFO 179 an der Universitätsmedizin Göt-tingen. Erwartet werden 200 nationale und internationale Gäste aus den USA, Kanada, England, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz, Norwegen und Finnland.
Die Veranstaltung ist mit 12 Fortbildungspunkten der Ärztekammer Niedersachsen, mit 14 Punkten der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie und mit 15 ESMO-MORA-Punkten der European Society for Medical Oncology zertifiziert.
1st International Meeting on
Molecular-Based Treatment of GI-Cancer
Mittwoch bis Donnerstag, 23. und 24. September 2009
Historische Bibliothek der Paulinerkirche,
Papendiek 14, 37073 Göttingen
Medienvertreter sind herzlich eingeladen.
Die Bedeutung dieses Forschungsansatzes für den einzelnen Patienten liegt in der Häu-figkeit des Dickdarmkrebses mit über 60.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland. Mit einem Anteil von etwa 30 Prozent entsteht diese gefährliche Krankheit im Enddarm des Patienten, oft verbunden mit der Folge eines künstlichen Darmausgangs.
"Mit Hilfe molekular-biologischer Analysen wollen wir eine Therapie finden, die auf jeden Patienten mit Dickdarm oder Mastdarmkrebs individuell abgestimmt werden kann. So wollen wir den Weg zu besseren Heilungschancen und einer deutlich höheren Lebens-qualität ebnen", sagt Prof. Dr. Michael Ghadimi, der Leiter der Klinischen Forschergruppe 179 aus der Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie. "Leider sind wir heute nicht in der Lage, vor Beginn einer Therapie abzuschätzen, welcher unserer Patienten von einer Behandlung profitiert. Bisher ist es uns nicht möglich, Therapieerfolg, Nebenwirkungen und Prognose für den individuellen Patienten vorherzusagen."
Der internationale Kongress behandelt die hochaktuelle Thematik der Individualisierung der Behandlung von Patienten mit soliden Tumoren aus dem Gastrointestinaltrakt. Durch die Entwicklung neuer molekularbiologischer Techniken wie Array-Plattformen ist es heu-te möglich, sehr umfassend das Genom nach Mutationen zu screenen und deregulierte Signal-Transduktionswege im Tumor zu untersuchen. Weltweit gehen Forscher davon aus, dass mit Hilfe molekular-biologischer Analysen möglicherweise weit konkretere Aus-sagen über den Verlauf von Krebstherapien getroffen werden könnten, als dies gegen-wärtig der Fall ist. Sie erhoffen sich zudem, besser vorhersagen zu können, mit welchen Nebenwirkungen bei einem Patienten zu rechnen ist, und wie gut ein Tumor auf eine Therapieform "anspricht". Die Übertragung dieses Wissens in die klinische Anwendung könnte eine Individualisierung der Therapie ermöglichen.
Die Klinische Forschergruppe KFO 179 an der Universitätsmedizin Göttingen ist ein Zusammenschluss von Chirurgen, Radioonkologen, Gastroenterologen, Pathologen, Onkologen und Informatikern. Das gemeinsame Forschungsziel ist die Entwicklung einer auf den individuellen Patienten abgestimmten Therapie des Mastdarmkrebses.
WEITERE INFORMATIONEN
Universitätsmedizin Göttingen - Georg-August-Universität
Abt. Allgemein- und Viszeralchirurgie
Prof. Dr. Michael Ghadimi, Telefon 0551 / 39-8730
Robert-Koch-Straße 40, 37075 Göttingen
E-Mail: mghadim@gwdg.de
Stefan Weller | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
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