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Ernährungssicherung und Armutsbekämpfung gehören zu den zentralen globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Vom 30. November bis 2. Dezember 2012 beschäftigt sich eine internationale Tagung an der Universität Göttingen mit diesem Themenkomplex.
Unter der Überschrift „Sicherung der Welternährung und Armutsbekämpfung als Herausforderung für Frieden und Nachhaltigkeit“ diskutieren Wissenschaftler aus aller Welt mit Vertretern von Verbänden, Nichtregierungsorganisationen und Wirtschaftsunternehmen. Die gemeinsame Tagung der Universität Göttingen und der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VdW) bildet den Auftakt zu einer Reihe ähnlicher Veranstaltungen in den kommenden Jahren.
„Mit der Veranstaltungsreihe knüpfen wir an unsere Tradition als Ort der Aufklärung und wissenschaftlichen Verantwortung an“, so Universitätspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel. Darüber hinaus erinnert die Tagung an das Lebenswerk des Physikers und Philosophen Carl Friedrich von Weizsäcker, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre.
Er war der führende Kopf der Göttinger Erklärung von 1957, die sich gegen die atomare Bewaffnung der Bundesrepublik Deutschland richtete. Zum Auftakt der Tagung am Freitag, 30. November, spricht unter anderem Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, ehemaliger Präsident des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt und Energie, zum Thema „Umwelt, Frieden und Wissenschaft“. Die Eröffnungsveranstaltung beginnt um 19 Uhr in der Aula am Wilhelmsplatz.
Die wissenschaftlichen Vorträge und Diskussionsforen beschäftigen sich unter anderem mit den Themen Klima als Herausforderung für Welternährung und Frieden, Wissenschaftsethos und Zukunftsverantwortung, Welternährung als Herausforderung für die Landwirtschaft sowie Klima und Biodiversität als Grundlage der Welternährung. Darüber hinaus sind zwei Programmpunkte der Tagung öffentlich.
„Wer ernährt die Welt?“ lautet der Titel eines Streitgesprächs am Sonnabend, 1. Dezember, zwischen Prof. Dr. Hans R. Herren, Präsident des Millenium Institute in Washington und Vizevorsitzender des Weltagrarberichts, und Prof. Dr. Stefan Tangermann, ehemaliger OECD-Direktor für Handel und Landwirtschaft und Präsident der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.
Die Veranstaltung wird vom Norddeutschen Rundfunk moderiert und aufgezeichnet und beginnt um 18 Uhr in der Aula am Wilhelmsplatz. Die Abschlussdiskussion am Sonntag, 2. Dezember, steht unter der Überschrift „Verantwortung der Wissenschaft“ und beginnt um 10.30 Uhr im Vortragssaal der Paulinerkirche, Papendiek 14.
Thomas Richter | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
www.uni-goettingen.de/nachhaltigkeit
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