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Neue Perspektiven in Südostasien: TFH-Präsident bei internationaler Konferenz in Myanmar

07.12.2011
Bis vor wenigen Monaten noch quasi von der Außenwelt abgeschottet, hat sich das südostasiatische Myanmar der politischen Öffnung verschrieben.

Professor Dr. Jürgen Kretschmann, Präsident der Technischen Fachhochschule (TFH) Georg Agricola zu Bochum, knüpfte Anfang Dezember, anlässlich einer internationalen Konferenz in Yangon, erste Kontakte in das geostrategisch bedeutsame Land im Dreieck China, Indien und Thailand.

Myanmar gehört zu den rohstoffreichsten Ländern Südostasiens mit einer bis in die Bronzezeit zurückreichenden, 3.500-jährigen Bergbautradition. Die historische Königsstadt Bagan zählt zu den weltweit bedeutendsten Kulturdenkmälern.

Die International Conference on Science and Engineering (Konferenz für Wissenschaft und Ingenieurwesen), die das Ministerium für Wissenschaft und Technologie in diesem Jahr zum dritten Mal veranstaltete, ist Teil der nationalen Öffnungspolitik Myanmars. Die dortige Regierung möchte internationale Partner insbesondere aus den Ingenieurwissenschaften gewinnen, um die wirtschaftliche Entwicklung im Land durch Know-how Transfer voranzutreiben. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um sich in Myanmar zu engagieren und in dieser Phase der politischen und wirtschaftlichen Öffnung Kontakte zu knüpfen.“, kommentierte Professor Kretschmann seinen Besuch in Myanmar.

Kretschmann nahm als einer der Hauptredner und Mitglied des internationalen Steering Committee (Lenkungskomitee) an der Konferenz teil. In seinem Vortrag „Das kulturelle Erbe erhalten und entwickeln: Erfahrungen aus Deutschland“ stellte Kretschmann die vielfältigen Möglichkeiten des Umgangs mit (industrie-)kulturellen Denkmalen vor und bezog sich dabei insbesondere auf die Erfahrungen im Ruhrgebiet. „Es gilt in Myanmar ganz ähnlich wie im Ruhrgebiet, eine Balance zwischen der ökonomischen Entwicklung, der Bewahrung des kulturellen Erbes und dem Schutz der Umwelt zu finden.“, erläuterte Kretschmann die Intention seines Vortrags. „Die TFH Georg Agricola und das Deutsche Bergbau-Museum sehen deshalb hoffnungsvolle Perspektiven für Kooperationen in der Zukunft.“

TFH-Präsident Kretschmann ist zugleich Vorsitzender der Geschäftsführung der DMT-Gesellschaft für Lehre und Bildung mbH, der gemeinsamen Trägergesellschaft von TFH und Deutschem Bergbau-Museum Bochum.

Stephan Düppe | idw
Weitere Informationen:
http://www.tfh-bochum.de/

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