Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Gesundheitsfakultät erläutert Forschungsschwerpunkt

23.09.2010
Tag der Forschung am 8. und 9. Oktober behandelt neuen Forschungsschwerpunkt "Integrative und personalisierte Gesundheitsversorgung"

Offiziell wird sie am 4. Oktober gegründet, die erste Fakultät für Gesundheit in Deutschland. Sie setzt sich aus den Teilbereichen Humanmedizin, Zahnmedizin und Pflegewissenschaft zusammen und soll um weitere Gesundheitsberufe erweitert werden.

"Wir möchten damit ein Zeichen setzen, dass wir die Gesundheit der Patienten und ihre gesamte medizinische Versorgung als unser Kerngeschäft sehen", erklären die Dekane der Fakultät für Gesundheit in Gründung, Prof. Dr. Eckhart G. Hahn und Prof. Dr. Stefan Zimmer das Zusammenrücken der bisher bereits bestehenden Einzelbereiche unter einem Dach.

Mit dem Tag der Forschung am 8. und 9. Oktober 2010 präsentiert die Fakultät ihre Zielrichtung - Fragestellungen und Ergebnisse aus einigen der insgesamt 42 fremdgeförderten Forschungsprojekte aus dem Bereich der integrativen und personalisierten Gesundheitsversorgung stehen auf der Tagesordnung.

- Kann man vorhersagen, welche Personen von unerwünschten Nebenwirkungen bei Medikamenten betroffen sein werden?
- Welchem Herzinfarkt-Patienten hilft Koronarsport und welchem nicht?
- Welches schwer übergewichtige Kind spricht auf welche Behandlung an?
- Gibt es einen Zusammenhang zwischen Stress und Karies?
- Wann sollten Patienten mit Demenz von der häuslichen in die stationäre Pflege wechseln? Wie regeln das die europäischen Nachbarn?
"Wir wollen unsere Forschung noch stärker integrativ, personalisiert und vorsorgungsorientiert ausrichten", beschreibt Hahn den Schwerpunkt, der künftig alle Forschungsaktivitäten quer über alle Lehrstühle und Themen vereinigt. Integrativ bedeutet, dass alle Disziplinen und Formen der Medizin genutzt werden, die dem Patienten helfen können. Schulmedizin ebenso wie chinesische Medizin oder anthroposophische. Und um das herauszufinden, muss die gesamte Persönlichkeit des Patienten ebenso berücksichtigt werden wie neuste Forschungsergebnisse. "Mit personalisierter Medizin meinen wir einerseits die Tatsache, dass immer mehr Medikamente und Behandlungen die jeweils individuellen genetischen Besonderheiten des einzelnen Patienten berücksichtigen. Und das möchten wir andererseits erweitern, indem wir den angehenden Ärzten vermitteln, nicht nur die körperliche Seite der Patienten, sondern auch die psychologische, geistige, ökonomische oder spirituelle Dimension in der Krankengeschichte zu sehen", erläutert Hahn den zweiten Punkt. In dem Begriff Gesundheitsversorgung schließlich verbirgt sich das Bestreben, nicht nur Krankheiten einzelner Patienten zu erkennen und zu behandeln, sondern auch an die Förderung von Gesundheit insgesamt oder aber die Betreuung von sterbenden Patienten genauso wie an die Kosten der Gesundheitsversorgung zu denken. Und dazu müssen alle Gesundheitsberufe über die immer noch bestehenden Abgrenzungen hinweg zusammen arbeiten.

"Wir leben in einer alternden Gesellschaft und das Geld ist knapp. Darauf müssen wir im Gesundheitssystem eine Antwort finden", ordnet Hahn die Überlegungen ein.

Weitere Informationen bei Weitere Informationen bei Prof. Dr. Eckhart Hahn, 02302/926-700, eckhart.hahn@uni-wh.de und Prof. Dr. Stefan Zimmer, 02302/926-660, stefan.zimmer@uni-wh.de

Mehr zur Definition der Forschungsschwerpunkte unter http://www.uni-wh.de/gesundheit/forschung-gesundheit/forschungsschwerpunkt/

Das Programm des Tages der Forschung finden Sie hier http://www.uni-wh.de/fileadmin/media/u/veranstaltungen/10-2010/Gesundheitsforschung.pdf

Kay Gropp | Uni Witten/Herdecke
Weitere Informationen:
http://www.uni-wh.de/gesundheit/forschung-gesundheit/forschungsschwerpunkt/
http://www.uni-wh.de/fileadmin/media/u/veranstaltungen/10-2010/Gesundheitsforschung.pdf

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Von festen Körpern und Philosophen
23.02.2018 | Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG)

nachricht Spannungsfeld Elektromobilität
23.02.2018 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics