Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nahrungsergänzungsmittel - Notwendig, Luxus oder gesundheitliches Risiko?

09.10.2012
14. BfR-Forum Verbraucherschutz in Berlin-Marienfelde

Nahrungsergänzungsmittel liegen im Trend: Verbraucher erwerben sie in Supermärkten, Apotheken und Online-Shops. Nach Aussagen der Anbieter versorgen sie den Körper mit wichtigen Stoffen, stärken die Leistungskraft oder können sogar Krankheiten vorbeugen. Doch sind Nahrungsergänzungsmittel wirklich sinnvoll? Wer braucht sie und wer kann darauf verzichten?

Beim 14. BfR-Forum am 10. und 11. Oktober 2012 in Berlin-Marienfelde werden Fragen zu Nahrungsergänzungsmitteln, insbesondere zu deren Sicherheit und zum Konsumverhalten beantwortet und diskutiert. Weitere Schwerpunkte sind gesundheitliche Werbeaussagen und Risiken durch den Internethandel.

„Nahrungsergänzungsmittel sind für gesunde Personen, die sich ausgewogen ernähren, in der Regel überflüssig“, sagt BfR-Präsident Dr. Dr. Andreas Hensel. Nur in bestimmten Fällen ist eine gezielte Ergänzung der Nahrung mit einzelnen Nährstoffen sinnvoll. Ein Beispiel ist Folsäure bei Frauen kurz vor sowie in den ersten Wochen einer Schwangerschaft.

Nahrungsergänzungsmittel sind Produkte, die aus Nährstoffen oder sonstigen Stoffen mit ernährungsspezifischer oder physiologischer Wirkung in konzentrierter Form bestehen. Dies können Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, Aminosäuren, aber auch Ballaststoffe oder Pflanzenextrakte sein. Obwohl Nahrungsergänzungsmittel in Form von Tabletten, Dragees oder Pulver angeboten werden, sind sie Lebensmittel und keine Arzneimittel. Sie sind dazu bestimmt, die normale Ernährung zu ergänzen. Als Lebensmittel müssen sie sicher sein und dürfen in der dargebotenen Form die Gesundheit nicht beeinträchtigen.

Das BfR informiert bei der Veranstaltung über Fragen zu Nahrungsergänzungsmitteln, insbesondere zu deren Sicherheit und zum Konsumverhalten. Weitere Schwerpunkte sind gesundheitliche Werbeaussagen und die Risiken des Internethandels von Nahrungsergänzungsmitteln. Informationen zu Nutzen und Risiko von Nahrungsergänzungsmitteln für verschiedene Verbrauchergruppen und zur zielgruppenorientierten Risikokommunikation sollen interessierte Fachkreise und Verbraucher eine differenzierte Sichtweise in Bezug auf Nahrungsergänzungsmittel ermöglichen.

Den Schwerpunkt des ersten Tages bilden Informationen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen für Nahrungsergänzungsmittel und zu ihrem Gebrauch in der Bevölkerung. Gesundheitliche Werbeaussagen und die Sicherheit von Nahrungsergänzungsmitteln werden diskutiert.

Die zielgruppenspezifische Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln unter spezieller Berücksichtigung pflanzlicher Stoffe,und die Besonderheiten von Nahrungsergänzungsmitteln für Sportler, für Schwangere und Stillende sowie für Verbraucherinnen und Verbraucher über 60 Jahre sind weitere Themen des ersten Tages.

Schwerpunkt des zweiten Tages ist das Konsumverhalten und die Verwendungsmotive bei Nahrungsergänzungsmitteln. Verschiedene Interessenvertreter stellen ihre Position zu der Frage dar, ob Nahrungsergänzungsmittel bei der heute üblichen Lebens- und Ernährungsweise einen sinnvollen Beitrag zur Sicherung der körperlichen Leistungsfähigkeit leisten und wie mögliche gesundheitliche Risiken adressatengerecht kommuniziert werden können.

Das Programm und weitere Informationen können im Bereich „Veranstaltungen“ auf der Homepage des BfR abgerufen werden.

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.

Dr. Suzan Fiack | idw
Weitere Informationen:
http://www.bfr.bund.de/de/veranstaltung/14__bfr_forum_verbraucherschutz__nahrungsergaenzungsmittel_-129397.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal
18.08.2017 | Bergische Universität Wuppertal

nachricht Einblicke ins menschliche Denken
17.08.2017 | Universität Potsdam

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie