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Nachhaltige Landwirtschaft als Zukunftsaufgabe

02.05.2014

Tagung an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt – Bauernpräsident Rukwied ist Hauptredner -

Am nachhaltigen Wirtschaften führt kein Weg vorbei. Deutsche Förster haben vor über 200 Jahren den Begriff der Nachhaltigkeit formuliert: Es darf jeweils nur die Menge an Holz geerntet werden, die nachwächst. Dieses Prinzip wird mittlerweile auf alle Wirtschaftsbereiche übertragen, auch auf die Landwirtschaft.

Die Konsequenzen daraus werden auf einer Tagung am 02. Juni an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) diskutiert, Mitveranstalter ist der HfWU-Hochschulbund. Im Rahmen des Studium Generale findet eine Begleitveranstaltung statt.

Welche Art der Landwirtschaft entspricht den Anforderungen der Nachhaltigkeit? Ist es die ökologische Landwirtschaft, die zwar geringere Erträge bringt, jedoch in ihrer ökologischen Bewertung sehr positiv ausfällt? Ist es intensive Landwirtschaft, die mehr und vor allen Dingen kostengünstiger produziert, dies aber bei hohem Energie- und Nährstoffinput mit einem hohen Risiko negativer Umwelteffekte?

Weiter stellt sich die Frage, wie das von der EU beschlossene Greening einzustufen ist, welches zwar in ökologischer Hinsicht vorteilhaft ist, aber eine Verminderung der agrarischen Produktion zur Folge haben könnte. Inwieweit sind die Weltmärkte relevant, um in Hungerregionen Lebensmitteln bereitzustellen? Ist in Entwicklungsländern eine ähnlich intensive Landwirtschaft notwendig wie wir sie aus Europa kennen, damit die Erträge gesteigert werden können?

Genügen vielleicht kleinere Veränderungen, wie verbesserte Fruchtfolgen, geringste Mengen von Mineraldünger oder eine verbesserte Infrastruktur, insbesondere bei der Lagerhaltung? Kann man Nachhaltigkeit messen? Gibt es praxisreife Zertifizierungssysteme, mit denen sich landwirtschaftliche Betriebe bewerten lassen? Dann geht es darum, ob die Betriebe aus der Bewertung der Nachhaltigkeit einen Nutzen ziehen und damit den Betriebserfolg langfristig sichern können.

Diesen Fragen und vielen mehr widmet sich eine Vortragsveranstaltung an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) am 02.06.2014. Als Hauptredner ist der Präsident des Deutschen Bauernverbandes Joachim Rukwied eingeladen. Die Veranstaltung wird vom Referat für Technik- und Wissenschaftsethik an den Hochschulen in Baden-Württemberg unterstützt. Informationen und Anmeldung bis 19.05.2014 unter www.nachhaltige-landwirtschaft.eu . Der Tagungsbeitrag beträgt 30 € (vergünstigt 15 €).

Gerhard Schmücker

Weitere Informationen:

http://www.nachhaltige-landwirtschaft.eu

Gerhard Schmücker | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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