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Mundhygieneförderung über die Lebensspanne

05.02.2014
Interdisziplinäre Tagung an der Justus-Liebig-Universität Gießen am 7. und 8. Februar 2014

Mundhygiene dient nicht nur der Gesunderhaltung der Mundhöhle – ihre Bedeutung geht weit darüber hinaus und betrifft den gesamten Organismus. Und obwohl Zahnmedizinerinnen und -mediziner ihre Patientinnen und Patienten mit viel Engagement zu gründlichem Zähneputzen und regelmäßigem Zahnseide-Gebrauch motivieren, bleibt deren Mundhygiene meist hinter den Anforderungen zurück.

Wie sich die Mundhygiene verbessern lässt, ist Thema der Tagung „Mundhygieneförderung über die Lebensspanne – Eine interdisziplinäre Herausforderung“ an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) am 7. und 8. Februar 2014. Veranstalter ist der Arbeitskreis Psychologie und Psychosomatik in der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde; die Tagungsleitung hat Prof. Dr. Renate Deinzer, Leiterin des Instituts für Medizinische Psychologie der JLU, inne.

Warum die Mundhygiene oft unzureichend ist, ist unklar. Mangelnde Motivation allein kann das Problem nicht erklären, putzt doch die Mehrzahl der erwachsenen Bundesbürgerinnen und -bürger ihre Zähne mindestens zweimal täglich und leidet dennoch an Erkrankungen, die mit mangelnder Mundhygiene assoziiert sind. Gravierender ist das Problem bei Personen, die bei der Mundhygiene auf die Hilfe Dritter angewiesen sind: Kinder und Pflegebedürftige.

Hier sind die Eltern oder die Betreuungspersonen in der Pflicht. Wie müssen diese geschult und motiviert werden, damit die Mundhygiene ihrer Schutzbefohlenen zahnärztlichen Erwartungen entspricht? Im Fokus der Tagung stehen außerdem die Fragen, wie sich die Motivation zur Mundhygiene dauerhaft verbessern lässt und wie sich die Techniken für gute Mundhygiene motorisch vermitteln lassen.

Referentinnen und Referenten aus Zahnmedizin und Psychologie stellen die besonderen Bedürfnisse der verschiedenen Altersgruppen in der Mundhygieneförderung heraus und diskutieren, wie durch interdisziplinäre Zusammenarbeit der Erfolg der Mundhygieneförderung verbessert werden kann. „Wir bringen hier neue Erkenntnisse aus der Psychologie des Gesundheitsverhaltens und aus der Zahnmedizin zusammen“, sagt die Tagungspräsidentin Prof. Dr. Renate Deinzer.

Termin
7. und 8. Februar 2014
Auftakt: Freitag, 7. Februar 2014, 13 Uhr
Ort: Biomedizinisches Forschungszentrum Seltersberg (BFS), Schubertstraße 81, 35392 Gießen
Kontakt
Prof. Dr. Renate Deinzer
Institut für Medizinische Psychologie
Friedrichstraße 36, 35392 Gießen
Telefon: 0641 99-45680

Caroline Link | idw
Weitere Informationen:
http://akpp.uni-muenster.de/AKPP/congressprograms/Programm2014.pdf

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