Modellprojekt zur Beratung und Begleitung von Pflege- und Adoptiv-Eltern

Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der Universität Siegen, Prof. Dr. Klaus Wolf und Dipl.Päd. Daniela Reimer.

Das Projekt hat zum Ziel, Beratungs- und Arbeitshilfen für Pflege- und Adoptiveltern zu entwickeln. Finanziell unterstützt wird das auf zwei Jahre angelegte Forschungsvorhaben von der Stiftung 'Aktion Mensch'.

Immer mehr vernachlässigte, schwer traumatisierte und von seelischer Behinderung bedrohte Kinder werden in Pflegefamilien untergebracht. Die bisherigen Formen und Möglichkeiten, die Familien kontinuierlich in der Betreuung, Erziehung und Pflege der Kinder zu unterstützen, reichen nicht mehr aus. Noch liegen wenige gesicherte Erkenntnisse über das Erleben dieser Kinder vor. Die Pflegefamilien finden mit ihren Nöten bislang wenig Gehör in der Öffentlichkeit. Das Forschungsprojekt will diese Wissenslücke schließen.

Das Modellprojekt hat zum Ziel, die Lebenserfahrungen ehemaliger Pflegekinder und aktiver Pflegeeltern zu nutzen, um daraus Unterstützungsmöglichkeiten für zukünftige Pflegefamilien zu entwickeln. Dazu führt Daniela Reimer in den nächsten Monaten intensive und ausführliche Interviews mit jungen, erwachsenen Pflegekindern. Dabei soll geklärt werden, was hilfreich und was hinderlich für das Zusammenleben der Pflegefamilie und die Entwicklung des Pflegekindes war.

Es folgen in vier Regionen NRWs – Düsseldorf, Köln, Ruhrgebiet und Niederrhein – Workshops mit aktiven Pflegeeltern. Dort werden die in den Interviews gewonnenen Erkenntnisse vorgestellt und mit den Erfahrungen der Pflegeeltern rückgekoppelt. Auf dieser Basis entwickeln die Projektmitarbeiterinnen Arbeitshilfen, von denen alle Pflegeeltern profitieren können.

Ehemalige Pflegekinder und aktive Pflegefamilien, die an dem Projekt mitwirken möchten, können sich in der PAN-Geschäftsstelle (Tel.: 0211 / 17996379 oder unter pflegekinderstim-me@pan-ev.de melden. Es werden bevorzugt Teilnehmer aus den oben genannten Regionen gesucht.

Veranstaltungsort ist das Haus der Ärzteschaft, Tersteegenstraße 9, 40474 Düsseldorf (Wegbeschreibung www.pan-ev.de). Projektinhalte und -ziele werden durch die Projektmitarbeiter der Universität Siegen und des PAN e.V. erläutert.

Eingeladen sind Pressevertreter, Vertreter der 50 örtlichen Selbsthilfegruppen für Pflege- und Adoptivfamilien im Land NRW, Projektbeteiligte und andere am Thema Interessierte.

Media Contact

Kordula Lindner-Jarchow idw

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Anlagenkonzepte für die Fertigung von Bipolarplatten, MEAs und Drucktanks

Grüner Wasserstoff zählt zu den Energieträgern der Zukunft. Um ihn in großen Mengen zu erzeugen, zu speichern und wieder in elektrische Energie zu wandeln, bedarf es effizienter und skalierbarer Fertigungsprozesse…

Ausfallsichere Dehnungssensoren ohne Stromverbrauch

Um die Sicherheit von Brücken, Kränen, Pipelines, Windrädern und vielem mehr zu überwachen, werden Dehnungssensoren benötigt. Eine grundlegend neue Technologie dafür haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Bochum und Paderborn entwickelt….

Dauerlastfähige Wechselrichter

… ermöglichen deutliche Leistungssteigerung elektrischer Antriebe. Überhitzende Komponenten limitieren die Leistungsfähigkeit von Antriebssträngen bei Elektrofahrzeugen erheblich. Wechselrichtern fällt dabei eine große thermische Last zu, weshalb sie unter hohem Energieaufwand aktiv…

Partner & Förderer