Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie misst man eigentlich "gute Pflege"?

27.08.2009
Tagung am 2. September 2009 fragt nach der Qualität in der stationären Altenpflege und auch nach Kriterien für den bereits eingesetzten "Pflege-TÜV"

Seit dem 1. Juli 2009 arbeitet der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) daran, die rund 11.000 deutschen Altenheime "transparent" zu überprüfen.

Bis Ende 2010 sollen alle Einrichtungen im Internet, also öffentlich und für jeden einsehbar, mit Schulnoten bewertet werden. Soweit die Vorgabe der Bundesregierung für den sog. Pflege-TÜV im Sozialgesetzbuch.

Tatsächlich sind sich alle Beteiligten - Kassen, Ministerium und Betreiber von Altenpflege - überhaupt nicht über die Kriterien im Klaren, die einer solchen Prüfung zu Grunde liegen: "Da ist die Gesetzgebung schneller gewesen als die die geprüften Erkenntnisse", beklagt die Wittener Pflegewissenschaftlerin Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik den Schnellschuss: "Die Pflegewissenschaft würde gerne bekannte Kriterien auf ihre Bedeutung und ihre Haltbarkeit untersuchen, um diese Beurteilung auf sichere Füße zu stellen.

Das Ziel, mehr Transparenz zu schaffen, ist sicher richtig, aber mit dieser Art der Bewertung kann für die Pflegebedürftigen und deren Angehörige leicht eine Pseudo-Sicherheit geschaffen werden."

Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die Tagung Versorgungsqualität in der stationären Altenpflege am 2.9.2009 (13.30 bis ca. 19.00 Uhr), die das Interdisziplinäre Zentrum für Versorgungsforschung der Universität Witten/Herdecke zusammen mit der Clearingstelle Versorgungsforschung NRW ausrichtet, mit verschiedenen Qualitätskriterien, mit internationalen und lokalen Perspektiven und Schwerpunkten. Dazu sind folgende Vorträge vorgesehen:

14.15 bis 14.35 Uhr: Die transparente Bewertung der Qualität von Altenpflegeheimen, Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V., Essen
14.35 bis 14.55 Uhr: Versorgungsqualität in der stationären Altenpflege aus kommunaler Sicht, Dr. Hans Joachim Boschek, Leiter des Fachbereich Soziales & Gesundheit des Ennepe-Ruhr-Kreises, Schwelm
14.55 bis 15.15 Uhr: Qualitätsbewertung in US-amerikanischen Pflegeeinrichtungen Prof. Dr. Max Geraedts, Direktor des Instituts für Gesundheitssystemforschung der Universität Witten/Herdecke
15.15 bis 15.35 Uhr: Integrierte Versorgung im Altenpflegebereich Prof. Dr. Ludger Pientka, Sprecher der Clearingstelle Versorgungsforschung NRW und Direktor am Klinikum für Altersmedizin und Frührehabilitation am Marienhospital Herne der Ruhr-Universität Bochum
16.10 bis 16.30 Uhr: Qualität der Arzneimittelversorgung in der stationären Altenpflege, Prof. Dr. Petra Thürmann, Direktorin am Philipp Klee-Institut für Klinische Pharmakologie am HELIOS Klinikum Wuppertal
16.30 bis 16.50 Uhr: Mundgesundheit und Ernährungssituation in Altenpflegeeinrichtungen. Projekt: Gesund altern in Witten, Erika Sirsch, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Pflegewissenschaft, Fakultät für Medizin (Pflegewissenschaft) & Dr. Andreas Jordan, OA, Lehrstuhl für Zahnerhaltung und Präventive Medizin, Fakultät für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Witten/Herdecke
16.50 bis 17.10 Uhr: Interdisziplinäre Implementierung von Qualitätsinstrumenten zur Versorgung von Menschen mit Demenz in Altenheimen, Margareta Halek, wissenschaftliche Mitarbeiterin am
Institut für Pflegewissenschaft, Fakultät für Medizin (Pflegewissenschaft) der Universität Witten/Herdecke
17.10 bis 17.30 Uhr
Prävalenz von Mangelernährung in der stationären Altenpflege, Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik, Sprecherin des Interdisziplinären Zentrums für Versorgungsforschung im Gesundheitswesen (IZVF) und Lehrstuhlinhaberin für Epidemiologie - Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke

17.30 bis 18.00 Uhr Abschlussdialog zur Leitfrage: Verbessern die aktuellen verpflichtenden Qualitätsaktivitäten tatsächlich die Qualität des Lebens der Bewohner von Altenpflegeeinrichtungen?

Weitere Informationen bei Margareta Halek, 02302-926108, margah@uni-wh.del
Eine Anmeldung ist bis zum 26. August per Fax an 0221-478-97130 oder online http://www.versorgungsforschung.nrw.de erbeten

Kay Gropp | idw
Weitere Informationen:
http://www.versorgungsforschung.nrw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus
21.02.2017 | VDI Wissensforum GmbH

nachricht Physikerinnen und Physiker diskutieren in Bremen über aktuelle Grenzen der Physik
21.02.2017 | Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

Physikerinnen und Physiker diskutieren in Bremen über aktuelle Grenzen der Physik

21.02.2017 | Veranstaltungen

Kniffe mit Wirkung in der Biotechnik

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit den Betriebsräten Sozialpläne

21.02.2017 | Unternehmensmeldung

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zur Sprache gebracht: Und das intelligente Haus „hört zu“

21.02.2017 | Messenachrichten