Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Menschenwürde in der klinischen Praxis

19.01.2010
Tagung zur medizinischen Ethik am Zentrum für interdisziplinäre Forschung

"Menschenwürde in der klinischen Praxis" ist Gegenstand einer Tagung, die im Rahmen der Forschungsgruppe "Herausforderungen für Menschenbild und Menschenwürde durch neuere Entwicklungen der Medizintechnik" im Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld am 12. und 13. Februar stattfindet.

Diskutiert wird ein Bündel hoch brisanter Fragen, wie etwa: Muss ein extrem frühgeborenes Kind auf jeden Fall mit allen verfügbaren medizintechnischen Methoden behandelt werden, selbst wenn absehbar ist, dass sein (möglicherweise nur kurzes) Leben von schweren Leiden gezeichnet sein wird? Kann die Menschenwürde noch gewahrt werden, wenn für akut-medizinische Fälle nicht genügend Intensivplätze bereitgehalten werden? Dürfen schwer kranke Menschen "sediert" werden, um ihre Leiden zu verringern, auch wenn sie dadurch entscheidungsunfähig werden oder sogar vorzeitig versterben? Darf man alten Menschen ohne ihren Willen eine Magensonde (PEG) einsetzen, und muss man die Sonden wieder entfernen, wenn die Patienten dies nunmehr fordern? Ist es mit dem Schutz der Menschenwürde zu vereinbaren, Menschen zu "fixieren", um sie an Selbst- oder Fremdgefährdungen zu hindern? Welche therapeutischen Eingriffe ins Gehirn sind zulässig, um psychisch kranken Patienten zu helfen? Geben uns Recht und/oder Moral hinreichende Vorgaben, um diese und ähnliche Fragen angemessen beantworten zu können? Ist der Begriff der Menschenwürde dabei hilfreich?

Neben diesen Fragestellungen wird die Auseinandersetzung mit den theoretischen Grundlagen klinischer Ethik und deren praktischen Konfliktfeldern im Fokus der Konferenz stehen. Ausgehend von der klinischen Praxis stellt sich dabei die Frage, wie die Grenzen zumutbarer Behandlung zu ziehen sind. Ziel des Workshops ist es, auf der Grundlage theoretischer Erörterungen praxisnahe Entscheidungshilfen und Denkanstöße für den klinischen Alltag zu erarbeiten.

Die Tagungsleitung haben die Rechtswissenschaftler Jan C. Joerden (Frankfurt/Oder), Eric Hilgendorf (Würzburg) und der Philosoph Felix Thiele (Bad Neuenahr-Ahrweiler) inne.

Tagungszeiten:
12. Februar, 9 bis 19 Uhr
13. Februar, 9.30 bis 12.40 Uhr
Tagungsort:
Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld
Wellenberg 1
33615 Bielefeld
Weitere Informationen im Internet unter:
http://www.uni-bielefeld.de/ZIF/AG/2010/02-12-Joerden.html
Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Natalia Petrillo, wissenschaftliche Assistentin der Forschungsgruppe
Tel.: 0521 / 106-2781
E-Mail: natalia.petrillo@uni-bielefeld.de
Anfragen zur Tagungsorganisation:
Mo Tschache, Zentrum für interdisziplinäre Forschung
Tel.: 0521 / 106-2792
E-Mail: mo.tschache@uni-bielefeld.de

Torsten Schaletzke | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bielefeld.de
http://www.uni-bielefeld.de/ZIF/AG/2010/02-12-Joerden.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017
23.10.2017 | Fachhochschule St. Pölten

nachricht Die Zukunft der Luftfracht
23.10.2017 | Frankfurt University of Applied Sciences

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Magma sucht sich nach Flankenkollaps neue Wege

23.10.2017 | Geowissenschaften

Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte

23.10.2017 | Informationstechnologie

Salmonellen als Medikament gegen Tumore

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie