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In-Memory Technologie und das „Echtzeit-Unternehmen“: Fachtagung an der FH Mainz

06.12.2011
Technologische Innovationen können neue Geschäftsprozesse in Unternehmen unterstützen oder auch erst möglich machen. Welches Potential bietet hier In-Memory Data Management?

Das war die zentrale Frage der Konferenz „Innovative-Unternehmensanwendungen mit In-Memory Daten Management“, die an der Fachhochschule Mainz stattfand. Die Fachtagung wurde von Prof. Dr. Gunther Piller von der FH Mainz in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Wolfgang Lehner von der TU Dresden organisiert. Maßgebliche Unterstützung erhielten sie von der SAP AG, der Gesellschaft für Informatik, dem TDWI, sowie der FH Mainz und der TU Dresden.

Mit In-Memory Data Management ist es seit kurzem möglich, große Volumen von Unternehmensdaten in Hauptspeichern von Computersystemen abzulegen und dort mit hoher Geschwindigkeit zu bearbeiten. Flexible Analysen großer Datenmengen sind somit in Echtzeit möglich und erlauben unmittelbare Einblicke in Unternehmensprozesse.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist es ein für Unternehmen seit langem angestrebter Idealzustand, jederzeit Zugriff auf Daten aus Geschäftsprozessen zu haben und diese interaktiv nach verschiedenen Aspekten ohne Zeitverzögerung analysieren zu können. Wird die Informationstechnologie diesen Anforderungen in höherem Maße gerecht, so unterstützt sie nicht nur bessere Einzelentscheidungen, sondern ermöglicht auch neue, innovative Geschäftsmodelle.

Dr. Reinhard Schütte, Vorstandsmitglied der EDEKA AG, stellte zu Beginn der Tagung mögliche Einsatzpotenziale für In-Memory-Datenbanken im Handel vor. Im folgten wissenschaftlich orientierte Key-Notes über Business Intelligence Strategien und neue Möglichkeiten der Informationslogistik von Prof. Dr. Peter Chamoni, einem der Väter der wissenschaftlichen Forschung im Bereich Data Warehouse von der Universität Duisburg-Essen und von Prof. Dr. Robert Winter, dem Direktor des Instituts für Wirtschaftsinformatik an der Universität St. Gallen. Nachfolgend wurden spezielle Fachthemen von Sprechern aus verschiedenen Hochschulen vorgestellt. Vertreten waren beispielsweise das Hasso-Plattner-Institut aus Potsdam, die Technischen Universitäten aus München, Dresden und Freiberg, die Universitäten Augsburg und Saarbrücken, sowie die Fachhochschule Mainz.

Lebhaft wurde in den Pausen mit IT Managern und Spezialisten aus Anwendungsunternehmen und Beratungshäusern diskutiert. Beteiligt waren unter anderem Vertreter der Deutschen Bank, EnBW, JuWi, der GFK und T-Systems sowie SAP, McKinsey & Company, Capgemini und Logica.

Auch die Studierenden des Master-Studiengangs IT-Management der Fachhochschule Mainz nahmen an der Konferenz teil und konnten so hautnah Einblicke in aktuellste Themen der Wirtschaftsinformatik und Informationstechnologie gewinnen.

Therese Bartusch-Ruhl | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-mainz.de/

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