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Membranen als Schlüssel zum Verständnis der tierischen Zelle

13.11.2008
Internationale Konferenz "Membrane Transport and Communication": Renommierte Wissenschaftler, unter ihnen Nobelpreisträger Hartmut Michel, treffen sich an der Goethe-Universität.

Die Wissenschaftler der Goethe Universität und des Max-Planck-Instituts für Biophysik sind weltweit führend bei der Erforschung von Transportmechanismen und der Kommunikation über Biomembranen.

Dementsprechend hochkarätig ist die Auswahl der Sprecher und der Teilnehmer der internationalen Konferenz, die aus Anlass der Rolf Sammet-Gastprofessur vom 20. bis 23. November im Biozentrum der Goethe-Universität Frankfurt stattfinden wird. Zu den herausragenden Sprechern zählen neben dem diesjährigen Rolf Sammet-Gastprofessor, Prof. Peter Walter, Nobelpreisträger Prof. Hartmut Michel und Prof. Werner Kühlbrandt vom Frankfurter Max-Planck-Institut für Biophysik, Prof. Amy Davidson von der Purdue Universtät sowie Prof. Gerrit van Meer, der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Biomembranen der Utrecht Universität.

Kernobjekte der Forscher sind Membranproteine, die Zellen und ihre Organellen für Stoffe und elektrische Ladungen durchlässig machen. In der Regel sind Zellmembranen für die meisten Stoffe undurchlässig. Ein komplexes System von Membranproteinen erlaubt jedoch einen geregelten Austausch von Stoffen unterschiedlichster Größe. Eine Schlüsselstellung haben Membranproteine bei der Bekämpfung von Krankheiten wie Alzheimer, Malaria und Krebs. Aber auch bei grundlegenden Prozessen wie Photosynthese, Atmung, Altern, Nervenreizen, Sinneswahrnehmungen und Muskelbewegungen spielen Membranproteine die entscheidende Rolle.

Die Konferenz ist eine gemeinsame Veranstaltung des Center for Membrane Proteomics (CMP), des neuen Sonderforschungsbereichs "Transport und Kommunikation durch biologische Membranen" und des European Membrane Biology Network (EMBN). Ferner integriert die Konferenz den EMBNTrain, ein Projekt im 6. EU Forschungsrahmenprogramm mit einer Serie von Veranstaltungen zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlern der Membranbiologie in Europa.

Die Organisatoren Prof. Enrico Schleiff, Prof. Robert Tampé, Dr. Bernd Märtens und Jutta Uphoff freuen sich über die internationale Zusammensetzung der Teilnehmer, die aus Ägypten, Australien, Brasilien, China, Japan, Kanada, Russland, Uruguay, Taiwan, der Türkei, den USA sowie den meisten Ländern Europas kommen. "Dank der guten internationalen Vernetzung der Frankfurter Membranproteinforscher ist es uns gelungen, eine Konferenz mit ganz besonderer Bedeutung zu organisieren", sagt Prof. Robert Tampé, der Sprecher des neuen Sonderforschungsbereichs und des EMBNTrain, "das wird den Stellenwert der Goethe Universität und des Max-Planck-Instituts für Biophysik international weiter ausbauen."

Die Rolf Sammet-Stiftung wurde 1985 zu Ehren des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Hoechst AG, Prof. Rolf Sammet, ins Leben gerufen. Der heutige Rolf Sammet-Fonds der Aventis Foundation ist mit einem Stiftungsvermögen von rund 500.000 € ausgestattet und vergibt jährlich eine Gastprofessur in Zusammenarbeit mit der Universität Frankfurt. "Mit dieser Gastprofessur soll der internationale wissenschaftliche Austausch der Universität in Forschung und Lehre, insbesondere im Bereich der Lebenswissenschaften gefördert werden" sagt Prof. Dr. Günther Wess, Mitglied des Kuratoriums des Rolf Sammet-Fonds.

Wann?
20. - 23.11.2008
Wo?
Biozentrum, Campus Riedberg, Gebäude N100, Hörsaal B1
Informationen: Dr. Bernd Märtens, Tel: 069 79849418; b.maertens@em.uni-frankfurt.de; Center for Membrane Proteomics; Campus Riedberg. Link zur Tagung: www.cmp.uni-frankfurt.de/mtc
www.cmp.uni-frankfurt.de
www.sfb807.de
www.embn.eu
Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt am Main. 1914 von Frankfurter Bürgern gegründet, ist sie heute eine der zehn größten Universitäten Deutschlands. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Rund um das historische Poelzig-Ensemble im Frankfurter Westend entsteht derzeit für rund 600 Millionen Euro der schönste Campus Deutschlands. Mit über 50 seit 2000 eingeworbenen Stiftungs- und Stiftungsgastprofessuren nimmt die Goethe-Universität den deutschen Spitzenplatz ein. In drei Forschungsrankings des CHE in Folge und in der Exzellenzinitiative zeigte sie sich als eine der forschungsstärksten Hochschulen.
Herausgeber: Der Präsident
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Redaktion: Dr. Anne Hardy, Referentin für Wissenschaftskommunikation
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