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Meinungsbildung zu Themen wie Synthetische Biologie, Grüne Gentechnik und Nanotechnologie

14.01.2015

Die Offenheit der Bevölkerung für wenig bekannte Forschungsgebiete und neue Technologien spielt eine bedeutende Rolle. Wie funktioniert die Meinungsbildung über diese Themen? Vor welche Herausforderungen stellt sie Wissenschaftler und Journalisten?

Diese Fragen haben das Institut für Demoskopie Allensbach und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina insbesondere am Beispiel der Synthetischen Biologie untersucht. Mittels einer repräsentativen Umfrage wurden dafür erstmals Wissensstand und Haltung der deutschen Bevölkerung zu diesem Thema erhoben. Ein daraus entwickeltes Diskussionspapier gibt Denkanstöße für die Kommunikation über noch wenig bekannte Forschungsfelder.

Die Ergebnisse der Umfrage und das Diskussionspapier werden am Mittwoch, 28. Januar, in Berlin bei einer öffentlichen Podiumsdiskussion vorgestellt.

„Die Synthetische Biologie in der öffentlichen Meinungsbildung“
Mittwoch, 28. Januar 2015, 11.30 bis 13.30 Uhr
Reinhardtstraßenhöfe, Reinhardtstraße 14, 10117 Berlin

Podiumsteilnehmer:

• Prof. Dr. Renate Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach

• Prof. Dr. Jörg Hacker, Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina

• Prof. Dr. Bärbel Friedrich, Vizepräsidentin der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina

• Prof. Dr. Alfred Pühler, Senior Research Professor Centrum für Biotechnologie, Universität Bielefeld

Den Anstoß für diese Untersuchung gab eine Diskussion über Synthetische Biologie beim dritten Innovationsdialog zwischen Bundesregierung, Wirtschaft und Wissenschaft 2012. Damals lagen nur sehr wenige empirische Daten über das Meinungsbild zur Synthetischen Biologie in der Bevölkerung vor.

Über die Haltung der Bürger zu diesem Forschungsfeld konnten deshalb keine verlässlichen Aussagen getroffen werden. Die Ergebnisse der Erhebung stützen sich auf 23 Tiefeninterviews mit Wissenschaftlern, eine quantitative Befragung von 106 wissenschaftlichen Experten und 103 Journalisten und eine Bevölkerungsumfrage mit rund 2350 Interviews mit einem repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung ab 16 Jahre.

Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen. Um Anmeldungen bis zum 21. Januar wird gebeten unter: www.leopoldina.org/de/synthetische-biologie

Journalisten werden gebeten, sich für die Teilnahme per E-Mail anzumelden an: presse@leopoldina.org.

Die Leopoldina nimmt als Nationale Akademie der Wissenschaften Deutschlands mit ihren rund 1500 Mitgliedern zu den wissenschaftlichen Grundlagen politischer und gesellschaftlicher Fragen unabhängig und öffentlich Stellung. Sie vertritt die deutsche Wissenschaft in internationalen Gremien und handelt zum Wohle der Menschen und der Gestaltung ihrer Zukunft.

Das Institut für Demoskopie Allensbach gehört zu den renommiertesten Adressen für die Umfrageforschung in Deutschland. Es deckt die gesamte Bandbreite der Umfrageforschung ab, von der Marktforschung und Mediaanalysen über die Sozialforschung bis hin zur aktuellen politischen Meinungsforschung. Seit den 1970er Jahren führt das IfD Untersuchungen zu Technikakzeptanz und Innovationsoffenheit der Bevölkerung durch, u.a. zur Akzeptanz von Kernenergie und Gentechnologie.

Weitere Informationen:

http://www.leopoldina.org/de/synthetische-biologie

Caroline Wichmann | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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