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Mehrsprachigkeit: Bildung - Kommunikation - Standards

16.09.2010
3. Bundeskongress des Gesamtverbands Moderne Fremdsprachen (GMF) vom 16. bis zum 18. September 2010 an der Universität Augsburg

Unter dem Tagungsmotto "Mehrsprachigkeit: Bildung Kommunikation - Standards" beginnt am morgigen Donnerstag an der Universität Augsburg der 3. Bundeskongress des Gesamtverbands Moderne Fremdsprachen (GMF).

Im GMF zusammengeschlossen sind sieben deutsche Fremdsprachenverbände: der Deutsche Spanischlehrer-Verband, der Verband Englisch & Mehrsprachigkeit, die Vereinigung der Französisch-Lehrerinnen und -Lehrer e. V., die Vereinigung der Japanischlehrkräfte und die Fachverbände Chinesisch, Deutsch im GMF, Niederländisch sowie Russisch und Mehrsprachigkeit. Der GMF organisiert rund 7000 Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten, Hochschulen und Universitäten. Über Sprachlehrerinnen und -lehrer hinaus richtet sich der Bundeskongress aber auch an Studentinnen und Studenten sowie insbesondere an alle, die strukturell mit der Konzeption und Planung des Fremdsprachenunterrichts befasst oder in der Fremdsprachenforschung tätig sind.

Mit dem Tagungsmotto "Mehrsprachigkeit: Bildung - Kommunikation - Standards" trägt der diesjährige GMF-Bundeskongress der Tatsache Rechnung, das der Fremdsprachenunterricht derzeit von mehreren neuen Entwicklungen stark beeinflusst wird und sich deutlich verändert. Dazu gehören zentrale bildungs- und sprachenpolitische Entwicklungen wie etwa die Zielsetzungen des Europarats zur Förderung von Mehrsprachigkeit, der Gemeinsame europäische Referenzrahmen für Sprachen oder die Verabschiedung der "Bildungsstandards für die erste Fremdsprache" durch die Kultusministerkonferenz.

Aktuelle sprachpolitische Entwicklungen werfen neue gemeinsame Fragen auf

Zentrale Fragen, mit denen sich die Kongressteilnehmer in Augsburg deshalb auseinandersetzen werden, sind folglich: Welche Auswirkungen haben die genannten sprachenpolitischen Entwicklungen auf die Konzeption und Gestaltung von Fremdsprachenunterricht? Inwieweit wird Mehrsprachigkeit in und durch Fremdsprachenunterricht methodisch gefördert? Inwieweit und wie entwickeln sich Konzeptionen wie die kommunikative oder interkulturelle Kompetenz denn nun weiter? Welche neue Bedeutungen gewinnen damit Kompetenzorientierung, outcome-Orientierung oder Aufgabenformate für den aktuellen und zukünftigen Fremdsprachenunterricht?

Fremdsprachen-didaktische Diskurse für die Unterrichtspraxis fruchtbar machen

Die Sprachenpolitik des Gesamtverbands Moderne Fremdsprachen, der sich bewusst als Dachverband verschiedener Einzelsprachenverbände für die Zusammenführung gemeinsamer Interessen einsetzt, zielt umfassend auf die Förderung des Fremdsprachenunterrichts und der Mehrsprachigkeit in Deutschland und Europa. Über die sprachenpolitischen Diskussionen hinaus ist es deshalb ein weiteres Anliegen des Bundeskongresses, aktuelle fremdsprachen-didaktische Diskurse für die Praxis des Fremdsprachenunterrichts fruchtbar. Die europäische Orientierung wird auch daran sichtbar, dass erstmalig in einem in Deutschland stattfindenden Kongress eines Verbandes europäische Netzwerke mitwirken und den Kongress mitgestalten.

15 sprachenübergreifende und 10 sprachenspezifische Sektionen

Wie seine beiden Vorgänger in Nürnberg (2006) und Leipzig (2009) umgreift auch der Augsburger Kongress sprachenübergreifende und sprachenspezifische Sektionen. Die 10 einzelsprachlichen Sektionen stehen in der Verantwortung der Einzelverbände im GMF und zielen daher primär auf Fragestellungen, die vorwiegend die jeweiligen Einzelsprachen betreffen. Die 15 sprachenübergreifenden Veranstaltungen und Sektionen widmen sich Themen zur Sprachenpolitik und zur allgemeinen Entwicklung des Fremdsprachenunterrichts wie z. B. "Lehrerautonomie und Language awareness", "Bilinguales Lernen", Sprache, Wirtschaft, Beruf", "Interkulturelle und transkulturelle Kompetenzen", "Europ in the language classroom", "Task-baed language lerning" oder "Neue Technologien/Web 2.0)".

Eröffnungsveranstaltung und GMF-Empfang im Drei Mohren, alles andere auf dem Campus

Neben den 25 Sektionen mit insgesamt über 150 Einzelbeiträgen prägen sechs Planarvorträge das Programm des Kongresses, der am 16. September um 10.00 Uhr im Hotel Steigenberger Drei Mohren eröffnet wird und am 18. September mit einer Abschlussveranstaltung (14.00 - 16.00 Uhr) endet. Abgesehen von der feierlichen Eröffnungsveranstaltung und einem Empfang, den die GMF am Donnerstagabend ebenfalls im drei Mohren gibt, finden alle Veranstaltungen des Kongresses auf dem Campus der Universität Augsburg statt.

Unter der Schirmherrschaft des französischen Botschafters

Höhepunkte des Programms werden markiert durch eine Podiumsdiskussion zum Thema "Sprachenpolitik - Die Aufgaben der Verbände der Sprachlehrenden" am 17. September von 17.00 bis 19.00 Uhr und durch eine unmittelbar daran anschließende Autorenlesung "Entre Haiti et la France" von Louis-Philippe Dalembert. Zu ihr lädt S. E. der französische Botschafter in Deutschland, Bernard de Montferrand, ein. Er ist der Schirmherr des 3. Bundeskongresses des GMF, dessen Gastsprache Französisch ist.

Organisiert vom Augsburger Lehrstuhl für Didaktik der romanischen Sprachen und Literaturen

Organisiert wurde der 3. Bundeskongress des Gesamtverbands Moderne Fremdsprachen von Prof. Dr. Christiane Fäcke, der Inhaberin des Lehrstuhls für Didaktik der romanischen Sprachen und Literaturen an der Philologisch-Historischen Fakultät der Universität Augsburg. Die Tagungsleitung teilt Christiane Fäcke sich mit Dr. Hélène Martinez (Universität Kassel) und Prof. Dr. Franz-Josef Meissner (Justus-Liebig-Universität Giessen).

Ansprechpartnerin:
Prof. Dr. Christiane Fäcke
Lehrstuhl für Didaktik der romanischen Sprachen und Literaturen
Universität Augsburg
Tel.: +49(0)821-598-2734

christiane.faecke@phil.uni-augsburg.de

Klaus P. Prem | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-augsburg.de/gmf2010

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