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Mehr Sicherheit im Strassenverkehr durch kommunizierende Autos

17.09.2013
Neben Elektromobilen liegt der Schwerpunkt der diesjährigen Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) bei der Kommunikation zwischen Fahrzeugen sowie der Kommunikation zwischen Fahrzeugen und deren Umgebung.

Fußgänger und Fahrradfahrer sind dabei noch unberücksichtigt. Autonome Fahrzeuge müssen jedoch in der Lage sein, alle Hindernisse rechtzeitig zu erkennen und adäquat zu reagieren.

Vom 22. bis 25. Sept., im Anschluss an die IAA, treffen sich international führende Informatik-Wissenschaftler mit Experten aus der Automobilindustrie auf Schloss Dagstuhl im nördlichen Saarland um Antworten auf die vielfältigen noch offenen Fragen im Bereich der Kommunikation zwischen Fahrzeugen zu finden.

Weltweit wurden bisher viele Tests durchgeführt, vorwiegend auf Autobahnen oder in abgelegenen Gebieten. Wie aber verhält sich ein autonomes Fahrzeug auf Landstraßen oder bei Ortsdurchquerungen; was passiert, wenn unverhofft ein Fußgänger die Straße überquert oder eine Ampel plötzlich auf Rot wechselt; wird auf Fahrradfahrer Rücksicht genommen? Kommunikation zwischen den Fahrzeugen kann die Verkehrssicherheit deutlich steigern!

Die erste Generation der Kommunikation zwischen Fahrzeugen ist bereits weit fortgeschritten. Seit diesem Jahr wird dies auch im Alltag erprobt. Die Autos tauschen Informationen über Gefahren aus und erhalten Hinweise zu Verkehrslage, Wettereinflüssen oder Fahrtrouten.

Ein Feldversuch zwischen Frankfurt und Friedberg ist innerhalb des 69 Millionen Euro teuren Projekts "Sichere Intelligente Mobilität – Testfeld Deutschland" (SimTD) auf sechs Monate ausgelegt. Das System nutzt eine Weiterentwicklung des WLAN-Standards für drahtloses Internet (kurz: DSRC/WAVE) aber auch Mobilfunktechniken. Thematisiert werden ebenfalls Informationssicherheit der Daten sowie Privatsphäre der Autofahrer.

In den nächsten Jahren werden sich zweifellos die Verkehrsplanung und die Automobilherstellung enorm ändern. Aufgrund der vielen Feldversuche und der erzielten Ergebnisse treten zusätzlich zu technischen Entwicklungen weitergehende Fragestellungen in den Vordergrund. Im wissenschaftlichen Umfeld wird jedoch bereits an einer zweiten Generation von Kommunikationstechniken gearbeitet, die neue Anwendungen unterstützen und vor allem auch höchste Anforderungen an die Verkehrssicherheit erfüllen soll. Auf der internationalen Tagung auf Schloss Dagstuhl kommen Informatik-Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen mit Experten aus der Automobilindustrie zusammen, um sich diesem Thema ausgiebig zu widmen. Die Organisation des Dagstuhl-Seminars haben übernommen:

- Onur Altintas (TOYOTA InfoTechnology Center – Tokyo, JP)
- Falko Dressler (Universität Innsbruck, AT)
- Hannes Hartenstein (KIT – Karlsruhe Institute of Technology, DE)
- Ozan K. Tonguz (Carnegie Mellon University, US)
Hinweis für Journalisten:
Wir vermitteln gerne Interviews mit Mitarbeitern und Workshop-Teilnehmern von Schloss Dagstuhl. Interessierte Journalisten werden gebeten, sich schon vor dem Seminar mit uns in Verbindung zu setzen. Für Interviews, Reportagen und Filmaufnahmen wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle von Schloss Dagstuhl:
Dr. Roswitha Bardohl
Tel.: 0681 / 302 3847
E-Mail: Roswitha.Bardohl@dagstuhl.de
Hintergrund:
Schloss Dagstuhl lädt das ganze Jahr über Wissenschaftler aus aller Welt ins nördliche Saarland ein um über neueste Forschungsergebnisse in der Informatik zu diskutieren. Mehr als 3.000 Informatiker von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und aus der Industrie nehmen jährlich an den wissenschaftlichen Veranstaltungen in Dagstuhl teil. Seit 2005 gehört Schloss Dagstuhl zur Leibniz-Gemeinschaft in der zurzeit 86 führende außeruniversitäre Forschungsinstitute und wissenschaftliche Infrastruktureinrichtungen in Deutschland vertreten sind.

Weitere Informationen:

http://www.dagstuhl.de
- Einstiegsseite Schloss Dagstuhl
http://www.dagstuhl.de/13392
- Webseite des Dagstuhl-Seminars "Inter-Vehicular Communication – Quo Vadis“ mit Teilnehmerliste und weiteren Informationen

Dr. Roswitha Bardohl | idw
Weitere Informationen:
http://www.dagstuhl.de

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