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Mehr Patientensicherheit in der Medizinischen Bildgebung

15.06.2010
Tagung in Münster beginnt am 18. Juni

Medizinphysiker stellen neue Methoden vor / UKM-Experte Horst Lenzen übernimmt Vorsitz

Möglichkeiten zur Verbesserung der Patientensicherheit in der Magnet-Resonanz und der Computertomographie erörtern Medizinphysiker der Deutschen Röntgengesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik vom 18. bis 19. Juni 2010 bei einer gemeinsamen Tagung im Erbdrostenhof in Münster. 140 Teilnehmer aus der Bundesrepublik und den angrenzenden Ländern werden zu dieser Veranstaltung erwartet. Vorsitzender dieser 14. Jahrestagung ist Dipl.-Ing. Horst Lenzen, Leiter der Medizinischen Physik im Institut für Klinische Radiologie des Universitätsklinikums Münster (UKM).

„Die bildgebende Diagnostik nimmt einen immer höheren Stellenwert in der modernen Medizin ein. Die Spannbreite reicht von einer einfachen Röntgenaufnahme bis zur komplexen molekularen Bildgebung und damit der Betrachtung biochemischer Prozesse im menschlichen Körper“, so Lenzen. Derzeit sind mehr als 50 Prozent der Strahlenexposition in der Medizin auf die Computertomographie zurückzuführen. Dabei ist der Einsatz der Computertomographie stetig steigend. Aus der Schlaganfalldiagnostik, der Tumordiagnostik und der schnellen Diagnostik Schwerstverletzter ist das Verfahren nicht mehr wegzudenken. Um den hohen Nutzen dieser Methode auch weiter ausbauen zu können ohne die Strahlenbelastung zu steigern, entwickeln Wissenschaftler auf der ganzen Welt immer neue Methoden. Die Wertigkeit und der richtige Einsatz dieser zum Teil komplexen mathematischen und physikalischen Verfahren werden auf dem Symposium diskutiert.

Ein weiterer Schwerpunkt der Tagung ist die Kernspintomographie. Die dabei eingesetzten elektromagnetischen Felder, sowohl das statische Magnetfeld als auch die Audio- und Hochfrequenzfelder, sind von erheblicher Stärke. Gut ausgebildetes und fachkundiges Personal sowie exzellente Technik sind unabdingbare Voraussetzung für einen sicheren Betrieb. Insbesondere der zunehmende Einsatz von Implantaten in allen Bereichen der Medizin stellt stetig neue Herausforderungen an die Kernspintomographie. Seit Jahren werden Materialien und Konstruktionen gesucht, die nur gering auf die Felder eines Magnetresonanztomographen reagieren. Diese Materialien und der Einsatz spezieller physikalischer Methoden während der Untersuchung erlauben es immer häufiger, auch Patienten mit speziellen Implantaten zu untersuchen. Selbst medizinische Eingriffe sind heute bei Einsatz dieser Methoden innerhalb eines Kernspintomographen möglich.

Stefan Dreising | Universitätsklinikum Münster (UK
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-muenster.de

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