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Mehr Lebensqualität trotz Prostatakrebs

08.06.2009
Ärzte diskutieren HAROW-Studie auf Strahlentherapeuten-Kongress in Bremen

Die größte urologische Versorgungsstudie zum Prostatakarzinom im deutschsprachigen Raum, wird bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO) in Bremen präsentiert.

Auf einem Wissenschaftlichen Symposium zur HAROW-Studie am 12. Juni 2009 werden Professor Lothar Weißbach, Dr. Dietrich Schnell, Dr. Richard Berges und Heike Schön neue Aspekte der Behandlung und Versorgung des Prostatakrebses vorstellen.

Wissenschaftliches Symposium:

"Prostatakarzinom: versorgen und erforschen"
Freitag, 12. Juni 2009, 14:30-16:00 Uhr
Messe und Congress Centrum Bremen
Raum Focke, Theodor-Heuss-Allee 21-23, 28215 Bremen
Die Referenten besprechen unter anderem die Frage, ob ein lokal begrenztes Prostatakarzinom sofort bestrahlt bzw. operiert werden muss oder ob auf eine Behandlung zunächst verzichtet werden kann. Darüber hinaus werden die ersten Zwischenergebnisse der Studie präsentiert, die von der gemeinnützigen Stiftung Männergesundheit initiiert wurde.

Professor Lothar Weißbach, Wissenschaftlicher Vorstand der Stiftung und Professor Thomas Wiegel, Ärztlicher Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Universitätsklinikum Ulm moderieren das Symposium.

Versorgungsforschung im Sinne der Patienten

Jährlich wird bei 58.000 Männern in Deutschland ein Prostatakarzinom festgestellt. Dieser Tumor ist damit die am häufigsten diagnostizierte Krebserkrankung bei Männern. Neben den un-mittelbaren Belastungen einer Therapie leiden die Betroffenen nicht selten an bleibenden Beeinträchtigungen ihrer Lebensqualität durch Erektionsstörungen, Blasenschwäche u.a.

Im Vordergrund der HAROW-Studie steht daher die Erhaltung der Lebensqualität der Patienten. Die Studie soll Kriterien für eine sinnvolle Behandlung des Prostatakarzinoms entwickeln, mit denen eine Übertherapie vermieden werden kann.

Hierfür werden bis zu 5.000 Patienten bis ins Jahr 2012 über ihr Krankheitserleben berichten. Zusätzlich werden medizinische Diagnosen ausgewertet, gesundheitsökonomische Daten erho-ben und die Beziehung zwischen Arzt und Patient untersucht.

Die GAZPROM Germania GmbH stellt der Stiftung Männergesundheit für die Studie insgesamt 5 Mio. Euro zur Verfügung. Diese Förderung gewährleistet die vollständige Unabhängigkeit der HAROW-Studie von der pharmazeutischen und medizintechnischen Industrie.

Die Stiftung Männergesundheit

Die gemeinnützige und unabhängige Stiftung Männergesundheit fördert das Gesundheitsbewusstsein bei Männern. Dazu unterstützt und entwickelt sie Vorsorgekampagnen, Früherkennungsprojekte und Forschungen zur Gesundheit des Mannes. Stifter und kaufmännischer Vorstand ist der Weimarer Unternehmer Olaf Theuerkauf, wissenschaftlicher Vorstand ist der Fürther Urologe Professor Lothar Weißbach.

Matthias Frölich | idw
Weitere Informationen:
http://www.harow.de
http://www.stiftung-maennergesundheit.de

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