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Mediziner tagen in Innsbruck: Ultraschallexperten erörtern neueste Fakten und Fortschritte

07.10.2014

Ärzte untersuchen mittels Ultraschall nahezu alle inneren Organe und Gewebe sowohl im Bauch- als auch im Brustraum. Darüber hinaus können sie Blutgefäße, Gehirn, Gelenke, Muskeln, Nieren und Geschlechtsorgane mit Hilfe der Schallwellen sichtbar machen. Das bildgebende Verfahren kommt ohne Röntgenstrahlen aus und ermöglicht es den Medizinern, ihre Patienten auch am Krankenbett zu untersuchen. Insbesondere auch bei Kindern und Schwangeren, in medizinischen Notfällen und bei Operationen ist der Ultraschall daher ein wesentlicher Bestandteil der Diagnostik in Echtzeit.

Neueste Methoden und Techniken der Sonografie sind Thema des 38. Dreiländertreffens der Deutschen, Österreichischen, Schweizer und Europäischen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM, ÖGUM, SGUM, EFSUMB). Unter dem Motto „Wissen schaf(f)t Bildung – Forschung schafft Wissen“ findet der Kongress vom 29. bis 31. Oktober 2014 in Innsbruck/Österreich statt: Erwartet werden rund 1700 Teilnehmer.

Ob in der Inneren Medizin, Chirurgie, Neurologie, Urologie, Frauen- und Kinderheilkunde oder der Dermatologie: Der medizinische Ultraschall liefert Ärzten auf diesen und zahlreichen weiteren Gebieten unverzichtbare Bilder für die Diagnosestellung verschiedenster Erkrankungen und Verletzungen. So wenden beispielsweise Orthopäden und Sportmediziner die Technik zur Untersuchung des Stütz- und Bewegungsapparates an:

„Dadurch können Weichteilstrukturen wie Muskelsehnen, Flüssigkeitsansammlungen und teilweise knöcherne Strukturen ohne Strahlenbelastung, wie sie beim Röntgenverfahren auftreten, untersucht werden“, erläutert Tagungspräsidentin Universitäts-Dozentin Dr. med. Andrea Klauser, Leitende Oberärztin der Universitätsklinik für Radiologie an der Medizinischen Universität Innsbruck. Dadurch sei das Verfahren sehr schonend und könne zudem beliebig oft wiederholt werden: „Dies ist gerade bei Sportverletzungen wie etwa Muskelfaser- oder Sehnenrissen oder bei Blutergüssen, die unter der Haut oder dem Muskelgewebe liegen, sehr vorteilhaft.“

So vielfältig wie die Anwendungsgebiete der Sonografie selbst ist das Kongressprogramm ausgestaltet. „Experten aus verschiedenen Disziplinen diskutieren Themen wie Bauchspeicheldrüsen-, Magen-Darm- und Krebsdiagnostik, Gefäß- und Herzultraschall, Ultraschall in der Geburtshilfe, Notfallsonografie, ultraschallgezielte Therapie oder auch die sonografische Diagnostik von Erkrankungen im Kindesalter“, sagt Klauser.

Im Rahmen von Auffrischungskursen, Vorträgen und durch praktische Übungen bilden sich Anwender unter dem Motto „Wissen schaf(f)t Bildung – Forschung schafft Wissen“ fort. Nach dem erfolgreichen Start beim Dreiländertreffen 2013 in Stuttgart wird das Studentenprogramm, bestehend aus Vortragsteil und praktischen Ultraschall-Workshops, beim 38. Dreiländertreffen in Innsbruck fortgesetzt.

300 Experten werden hier referieren. In 37 Refresher-Kursen, zehn Anwenderseminaren, 18 Vortragssitzungen, zehn praktisch ausgerichteten Workshops und auf 100 Postern erörtern sie Themen aus Grundlagenforschung und angewandter Ultraschalltechnologie in der Medizin. Begleitend stellen pharmazeutische und medizintechnische Firmen und Fachverlage ihre Produkte vor.

Kontakt für Journalisten:
Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)
Pressestelle
Julia Hommrich
Anna Julia Voormann
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Telefon: 0711 8931-423/-552
Fax: 0711 8931-167
hommrich@medizinkommunikation.org

Weitere Informationen:

http://www.ultraschall2014.at

Anna Julia Voormann | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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