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Medizin braucht Zukunft - Neuer Kongress über aktuelle Themen aus Medizin und Klinik

07.04.2009
"Medizin braucht Zukunft" - ist der Titel eines neuen, hochkarätigen Kongresses, den die Messe Stuttgart in enger Kooperation mit dem Universitätsklinikum Tübingen und unter der Schirmherrschaft von Wirtschaftsminister Ernst Pfister vom 24. bis 26. Juni 2009 veranstaltet.

Der interdisziplinäre Kongress versammelt eine Fülle von kompetenten Wissenschaftlern, die über die spannendsten Themen sprechen, die es zurzeit im Bereich von Medizin und Klinik gibt.

Im Eröffnungsvortrag wird der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Tübingen Univ.-Prof. Dr. Michael Bamberg einen kurzen Überblick über die Entwicklung der Bildgebung von der reagierenden Medizin bis zur vorausschauenden Diagnostik halten.

Schneller, besser, schonender: Das Bild bestimmt die Zukunft der Medizin

Der erste Vormittag auf dem Kongress "Medizin braucht Zukunft" ist ganz dem Bild gewidmet. 114 Jahre nach Conrad Röntgens berühmter Aufnahme von der Hand seiner Frau dringt die molekulare Bildgebung bis in die Zellen und ihre biologischen Prozesse vor. Krebs oder Arteriosklerose werden bereits vor ihrer Entstehung sichtbar und selbst das Gehirn gibt allmählich seine Geheimnisse preis. Ob PET, CT, Kernspin, Ultraschall oder digitales Röntgen - sie alle befinden sich im Wettstreit: Welche bildgebende Technik dringt noch tiefer in den Körper ein, ist noch weniger invasiv und produziert noch schärfere Bilder?

Blinddarm-OP durch den Mund und Ariadne-Fäden im Gehirn

Die moderne Bildgebung kann Krankheiten nicht nur frühzeitig erkennen, sie ermöglicht auch ganz neue Methoden zu ihrer Heilung. Computergestützte Therapien stehen am Donnerstagvormittag im Mittelpunkt. Eingriffe, die bis vor kurzem noch große Schnitte erforderten, können heute schon ganz ohne Skalpell durchgeführt werden. Spitzenmediziner setzen künstliche Herzklappen über Katheter ein, entfernen Tumoren mit Endoskopen und vernichten Geschwülste per Ultraschall. Und selbst Gallenblase oder Blinddarm operieren Spezialisten ganz ohne Narben durch natürlich Körperöffnungen.

Ob in der Neurochirurgie, in der Endoprothetik oder in der plastischen Chirurgie: komplizierte Eingriffe werden durch Navigationsgeräte immer perfekter und risikoärmer. Sie legen den Ariadnefaden durch sensible Körperregionen und führen via Bildgebung den Operateur sicher ans Ziel.

Ingenieure, Physiker und Mediziner arbeiten gemeinsam an elektronischen Implantaten, die Taube wieder hören, Gelähmte wieder gehen und Depressive wieder Freude am Leben empfinden lassen. Immer bessere und kleinere Kunstherzen retten Leben bis zur Transplantation.

Präzision statt Standard: Für jeden das passende Medikament

Auch die Pharmaindustrie braucht Zukunft. Deshalb ist der Freitagvormittag den Innovationen aus der Biotechnologie gewidmet. Sie forscht an individualisierten Therapien, die auf die genetische Struktur des einzelnen Patienten zugeschnitten sind. Ob gegen Demenz oder Depression, gegen Gehirntumor, Darm- oder Brustkrebs: Personalisierte Arzneien werden bald die Blockbuster ersetzen. Schon schicken Forscher winzigste Nanopartikel mit chemischen Wirkstoffen zu Krebsstammzellen, damit sie genau dort - und nur dort - ihre giftige Last abladen.

Die Züchtung von Gewebe zeitigt erste Erfolge. Inzwischen gibt es nicht nur Haut und Knorpel aus dem Labor - ganze Herzklappen für Babys entstehen aus Nabelschnurblut und Darmgewebe wird zur Trägerstruktur für neue Organe.

Können wir uns das alles noch leisten?

Die High-Tech-Medizin wird immer schneller und schonender, variabler und wirkungsvoller - billiger wird sie nicht. Können wir uns das alles in Zukunft für alle noch leisten? In Impulsreferaten und Pro- und Contra-Diskussionen werden auf dem Kongress auch Fragen angesprochen, die die Gesellschaft an das Gesundheitswesen stellen muss, damit es zukunftsfähig bleibt.

Überlebensstrategien für Kliniken

Der technologische Fortschritt muss nicht nur Geld kosten - er kann auch helfen, Geld einzusparen. Stehen an den Vormittagen des Kongresses die Innovationen in Diagnostik und Therapie im Mittelpunkt, so fokussieren die Nachmittage die ökonomischen Aspekte im Krankenhaus.

Können durch kluge Struktur- und Organisationsveränderungen Rationierungen vermieden und Kliniken trotzdem wirtschaftlich geführt werden? Themen zur Prozessoptimierung bestimmen den Mittwochnachmittag: IT-Systeme für Patientenpfade, Logistik und Controlling, Krankenhausinformationssysteme und biometrische Methoden für die Datensicherheit sind organisatorische Herausforderungen, die eine Klinik in die Zukunft führen. Kooperationen bergen Einsparpotentiale und Gewinnchancen.

Auf Messers Schneide: Übertragung aus dem OP der Zukunft

Auf Messers Schneide steht der Donnerstagnachmittag. Eine Direktübertragung aus Tübingen zeigt den OP der Zukunft, in dem es keine Stolperfallen aus Kabeln und Schnittstellenprobleme gibt. Auch das Problem der Hygiene scheint hier gelöst. Doch viele Kliniken und OPs kämpfen noch gegen den Angriff der Superbakterien. Wie sind sie zu stoppen? Die Antwort geben renommierte Hygieniker.

Kurze Liegezeiten sind angenehm für den Patienten und gut für das Budget der Klinik. Doch wie erreicht man dies ohne "blutige Entlassungen"? Fast-Track-Chirurgie scheint die Lösung. Damit sie funktioniert, müssen alte Traditionen über Bord geworfen werden.

Medizin ohne Grenzen

Der Freitagnachmittag auf dem Kongress "Medizin braucht Zukunft" öffnet die Grenzen des eigenen Gartenzauns. Telemedizinprojekte werden auf ihre Machbarkeit überprüft, ebenso die viel beschworene Globalisierung, die im Gesundheitsmarkt angeblich Einzug hält und doch immer wieder an den nationalen Grenzen scheitert. Grenzen überwindet der internationale Patiententourismus, doch wie wird er sich entwickeln in Zeiten der Krise? Und haben Thailand, Indien und Singapur nicht längst schon die Nase vorn?

Die Zukunft der Medizin geht uns alle an

Auf dem Kongress "Medizin braucht Zukunft" der TopClinica referieren herausragende Spezialisten aus Wissenschaft und Praxis, Medizin und Industrie vor hochrangigen Entscheidungsträgern aus dem Gesundheitswesen. Hier werden zukunftsweisende technische Innovationen demonstriert und fundamentale Fragen umfassend erörtert. Neben den wegweisenden Vorträgen wird es Zeit genug für spannende Debatten und engagierte Diskussionen geben.

Der Kongress "Medizin braucht Zukunft" mit einer Fachmesse für Medical Equipment and Solutions findet vom 24. bis 26. Juni 2009 auf der Neuen Messe Stuttgart statt.

Ansprechpartner:
Dr. Erentraud Hömberg
Tel.: 089 / 81 17 97 67
Fax: 089 / 81 17 97 69
E-Mail: e.hoemberg@t-online.de

Dr. Ellen Katz | idw
Weitere Informationen:
http://www.topclinica.de
http://www.medizin.uni-tuebingen.de/

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