Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Medikamente von morgen im Visier

22.06.2012
Am 28. Juni 2012: Zweite internationale Expertentagung über Wirkstoffforschung am HIPS

Die Suche nach neuen Wirkstoffen gegen Infektionen steht im Mittelpunkt des Zweiten Internationalen Symposiums des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) auf dem Campus der Universität des Saarlandes (UdS). Das Symposium mit dem Schwerpunkt Infektionskrankheiten wird am Donnerstag, 28. Juni, um 9.00 Uhr in der Aula der Universität (Geb. A3 3) eröffnet.

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer wies im Vorfeld der Tagung darauf hin, dass das Land den Aufbau des Instituts unterstützt und den Institutsneubau zügig vorantreibt.

Wie im Vorjahr ist das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland Treffpunkt für renommierte Forscher und Nachwuchswissenschaftler aus den Bereichen der Naturstoffforschung, medizinischen Chemie und Pharmazie. Die Wissenschaftler werden sich dabei über die neuesten Erkenntnisse zu alternativen Antibiotika und Anti-Infektiva austauschen und neue Forschungsansätze über die Grenzen der klassischen Disziplinen hinweg diskutieren. Junge Wissenschaftler haben während der Tagung die Gelegenheit, ihre Projekte einem Fachpublikum zu präsentieren.

Zu den diesjährigen Referenten gehört unter anderem Prof. Peter Leadlay von der Universität Cambridge, Großbritannien. Der Biochemiker, der vom HZI und der Technischen Universität Braunschweig mit der Inhoffen-Medaille 2012 ausgezeichnet wurde, stellt ein Verfahren vor, wie Antibiotika maßgeschneidert von Bakterien hergestellt werden können. Über die Mechanismen der Antibiotika-Resistenz in den sogenannten Krankenhauskeimen, den Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus-Stämmen (MRSA), berichtet Prof. Shahriar Mobashery von der Universität von Notre Dame in Indiana, USA. Und auch das Forschungsgebiet der Nanopartikel wird repräsentiert: Prof. Elias Fattal von der Universität Paris-Süd und Prof. Achim Göpferich von der Universität Regensburg referieren über den Transport von Wirkstoffen mithilfe geeigneter Nanopartikel.

Damit ist das Programm eine passende Ergänzung zur Forschungsarbeit der drei Abteilungen am HIPS, einer Außenstelle des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI). Prof. Rolf Müllers Schwerpunkt liegt auf der Suche nach neuen mikrobiellen Wirkstoffen, vornehmlich aus Myxobakterien (Abteilung Mikrobielle Naturstoffe). Prof. Rolf Hartmann konzentriert sich auf Pharmazeutische und Medizinische Chemie (Abteilung Wirkstoffdesign und Optimierung), und Prof. Claus-Michael Lehr untersucht den gezielten Wirkstofftransport zum Krankheitsherd (Abteilung Wirkstoff-Transport). Seit Januar 2011 entwickelt Dr. Andriy Luzhetskyy in seiner Nachwuchsgruppe neue Werkzeuge, mit denen sich bisher ungenutzte Gene der Bakteriengruppe der Actinomyceten untersuchen und möglicherweise für die Produktion von Naturstoffen einsetzen lassen.

„Im Zusammenhang mit dem Auf- und Ausbau des HIPS hat die Ministerpräsidentin des Saarlandes eine weitere Unterstützung beim Neubauvorhaben signalisiert“, sagt Prof. Rolf Müller, Geschäftsführender Direktor des HIPS und einer der Organisatoren des Symposiums. „Dies zeigt die große Bedeutung, die das Saarland der Wirkstoffforschung, dem HIPS und dem Forschungsstandort Saarbrücken zumisst und hilft uns, das Symposium als bedeutende Plattform zu etablieren.“

Weitere Informationen zum HIPS-Symposium finden Sie unter http://www.helmholtz-hzi.de/de/aktuelles/veranstaltungen/hips_symposium/.

Kontakt:
Claudia Thiele
Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS)
Universität des Saarlandes
Tel.: 0681 302-70240
info.hips@helmholtz-hzi.de

Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung:
Am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) untersuchen Wissenschaftler die Mechanismen von Infektionen und ihrer Abwehr. Was Bakterien oder Viren zu Krankheitserregern macht: Das zu verstehen soll den Schlüssel zur Entwicklung neuer Medikamente und Impfstoffe liefern.

Das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland:
Das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) ist eine Außenstelle des Helmholtz- Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig und wurde gemeinsam mit der Universität des Saarlandes im Jahr 2009 gegründet. Wo kommen neue nachhaltige Wirkstoffe gegen weit verbreitete Infektionen her, wie kann man diese für die Anwendung am Menschen optimieren und wie werden sie am besten durch den Körper zum Wirkort transportiert? Auf diese Fragen suchen die Forscher am HIPS mit modernsten Methoden der pharmazeutischen Wissenschaften Antworten.

Dr. Andreas Fischer | Helmholtz-Zentrum
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz-hzi.de/HIPS
http://www.helmholtz-hzi.de
http://www.helmholtz-hzi.de/de/aktuelles/veranstaltungen/hips_symposium/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten