Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

MCTA 2012: Bezahlsysteme der Zukunft – wie kann Mobile Payment den Marktdurchbruch schaffen?

20.01.2012
Anmeldeschluss für die 12. Konferenz "Mobile Communications – Technologien, Märkte, Anwendungen" - am 30. und 31. Januar 2012 in Berlin - ist am 26. Januar 2012.

Die Frage nach den Bezahlsystemen der Zukunft steht im Mittelpunkt der Konferenz MCTA 2012, die am 30. und 31. Januar von der Augsburger Forschungsgruppe wi-mobile und der Fachgruppe GI-MMS in Berlin veranstaltet wird. Dabei geht es weniger um kontaktlose Karten, deren Einführung in Deutschland begonnen hat, als vielmehr um Mobile Payment als deren Nachfolger.

Zahlreiche relevante Themenbereiche rund um das M-Payment stehen auf der MCTA-Agenda: von Mobile Marketing über M-Couponing, M-Loyalty und M-Ticketing bis zu Mobile Social Media. Erst die umfassende Zusammenführung dieser Bausteine und die Einbeziehung des Handels, so meinen die wi-mobile-Forscher der Universität Augsburg, machen ein Mobile-Payment-System fähig zum Durchbruch auf dem Markt. Sie rechnen damit, dass dieser Markt durch die großen US-amerikanischen Player aufgerollt wird, wenn innerhalb der nächsten zwei Jahre kein solches deutsches System entstehen wird.

Seit etwa dreißig Jahren sind in Deutschland Bank- und Kreditkarten mit Magnetstreifen verbreitet. Dessen Funktion wird heute mehr und mehr durch den Chip auf der Karte übernommen. Die neueste Generation von Bezahlkarten kommuniziert mit diesem Chip kontaktlos über Funktechnologie. International begann die Ära der kontaktlosen Bezahlkarten 1997 mit der Octopus Card auf Guthabenbasis in Hong Kong. Die Deutsche Kreditwirtschaft wird 2012 unter der Marke "girogo" eine entsprechende Karte in Deutschland einzuführen. Dazu starten zunächst die Sparkassen im April einen Pilotversuch mit mehr als einer Million Karten im Raum Hannover, bis Ende 2012 wollen sie insgesamt 16 Millionen Karten mit kontaktloser Geldkartenfunktionalität in den deutschen Markt bringen.

Für kontaktlose Transaktionen geeignete Kreditkarten sind – mit der Lufthansa MasterCard als Vorreiterin – bereits seit Anfang 2008 in größerer Zahl im Markt, werden jedoch mangels Infrastruktur nahezu ausschließlich für klassische Transaktionen genutzt. Von "girogo" erwartet der Markt insbesondere auch die Entwicklung der kontaktlosen Infrastruktur.

Mobile Payment – Bezahlsystem der Zukunft?

Die Konferenz MCTA 2012 in Berlin, veranstaltet von der Forschungsgruppe wi-mobile der Universität Augsburg und der Fachgruppe Mobilität und mobile Informationssysteme (GI-MMS) der Gesellschaft für Informatik e. V., ist seit vielen Jahren die führende Fachkonferenz für den nächsten Schritt, das Bezahlen mit dem Mobiltelefon.
Forschern zufolge warten die Endkunden seit vielen Jahren auf ein geeignetes M-Payment. Aber trotz zahlreicher Versuche von Mobilfunkanbietern, Banken und spezialisierten M-Payment-Anbietern ist M-Payment bis heute kein Erfolgsmodell. "Es hat einfach noch keinen folgerichtigen und konsequenten Ansatz gegeben", so PD Dr. Key Pousttchi, Leiter der Augsburger Forschungsgruppe wi-mobile. Er forscht seit zehn Jahren international im Bereich M-Payment und sieht den deutschen Markt derzeit in einer veränderten Situation: "Player wie PayPal und Google Wallet schaffen erstmals einen hohen Innovationsdruck", glaubt er. "Aus unserer Sicht haben die deutschen Marktteilnehmer noch maximal zwei Jahre Zeit für einen Marktdurchbruch, ansonsten wird das Geschäft von anderen gemacht."

Auch Firmen wie Apple, Facebook und Amazon sieht er in den Startlöchern und hält deutliche Folgen für möglich. "All diese Player verfolgen bereits Payment-Aktivitäten. Im Kern geht es Ihnen jedoch um die zentrale Kundenbeziehung – auf dem mobilen Kanal und darüber hinaus", so Pousttchi. M-Payment spiele dabei eine Schlüsselrolle.

Soziale Netzwerke etwa versuchten bereits heute immer stärker, die Nutzer in ihren geschlossenen Systemen zu halten und ihre Lebens- und Konsumgewohnheiten zu beeinflussen. Auch Studien, die Amazon als den Einzelhändler mit dem höchsten Kundenvertrauen in Deutschland sehen, oder die Eröffnung erster Ladengeschäfte durch E-Bay und Google in England lassen aufhorchen.

Bedingungen für einen Marktdurchbruch

"Um im Jahr 2012 ein Potential zum Marktdurchbruch zu erzielen, muss das Bezahlverfahren weitgehend mit den Bausteinen Mobile Marketing, M-Couponing, M-Loyalty, M-Ticketing und Mobile Social Media integriert werden", so MCTA-Gastgeber Pousttchi. Zudem gelte es das zweiseitige Netzwerkproblem zu lösen, gleichzeitig eine hohe Anzahl Händler und Kunden in das System zu bekommen, und die Frage nach dem Wertschöpfungsnetz und dem Geschäftsmodell zu beantworten. In den Workshops und Konferenzsessions der MCTA werden eine Reihe von Praxisexperten die einzelnen Themenbereiche beleuchten. Anders als in den Vorjahren wird sich auch die Forschungsgruppe wi-mobile selbst am Vortragsprogramm beteiligen und Ansätze für ein integriertes Mobile-Payment-System vorstellen, das wesentliche Probleme auf neuartige Weise löst und für einen Marktdurchbruch geeignet erscheint.

Fachdiskussion auf der MCTA

Die MCTA umfasst Workshops nationaler und internationaler Experten zu aktuellen Trends in Mobilfunkmärkten, Mobile Social Media für Banken, B2C-Apps für Handels- und Produktionsunternehmen und rechtlichen Besonderheiten des M-Payment. In den Konferenzsessions diskutieren Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft über die Zukunft des mobilen Kanals. Das Programm bietet hierzu Vorträge, Panels sowie eine Mobile App Demo Session. Neben Themen des Workshop Days werden Mobile Banking und Payment, Mobile Couponing und Loyalty, Mobile Security, Mobile Ticketing und Parking sowie Augmented Reality betrachtet.

Die Konferenz MCTA wird seit 2001 von der Forschungsgruppe wi-mobile der Universität Augsburg veranstaltet und ist insbesondere im Bereich mobiler Bezahlverfahren die führende Industrieveranstaltung im deutschsprachigen Raum. Zu ihren Alleinstellungsmerkmalen zählen die spannende Mischung der Teilnehmer aus Industrie (75%) und Wissenschaft (25%) und das Leitmotiv "Fakten statt Marketing", gepaart mit intensiver fachlicher Diskussion und hochwertigem Networking. Seit 2010 wird im Rahmen der Konferenz zudem der "MCTA Mobile Innovation Award" verliehen, der Ausklang erfolgt traditionell bei "Cocktails & Jazz".

Anmeldeschluss am 26. Januar 2012

Die MCTA 2012 findet am 30. (Workshop Day) und am 31. Januar 2012 (Conference Day) statt. Die Anmeldung erfolgt direkt über die Webseite der Konferenz http.//www.mcta.de. Anmeldeschluss ist der 26. Januar 2012, in den Kleingruppen-Workshops sind jedoch teilweise bereits jetzt nur noch vereinzelte Plätze verfügbar.
Ausführliches Programm und Anmeldung: http://www.mcta.de

Kontakt und weitere Informationen zur Konferenz:

Yvonne Hufenbach
Forschungsgruppe wi-mobile
Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Systems Engineering
Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon +49 (821) 598-4449
Fax +49 (821) 598-4432
yvonne.hufenbach@wi-mobile.de

Pressekontakt:

PD Dr. Key Pousttchi
Forschungsgruppe wi-mobile
Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Systems Engineering
Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon +49 (177) 6319508
key.pousttchi@wi-mobile.de

Klaus P. Prem | idw
Weitere Informationen:
http://www.mcta.de/
http://www.wi-mobile.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW
08.12.2016 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht NRW Nano-Konferenz in Münster
07.12.2016 | Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heimcomputer entdecken rekordverdächtiges Pulsar-Neutronenstern-System

08.12.2016 | Physik Astronomie

Siliziumsolarzelle des ISFH erzielt 25% Wirkungsgrad mit passivierenden POLO Kontakten

08.12.2016 | Energie und Elektrotechnik

Oberleitungs-LKW: Option für einen umweltverträglichen Güterverkehr?

08.12.2016 | Verkehr Logistik