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Mannheimer Klimatage

22.09.2010
Tagung zum Thema Klimaethik an der Universität Mannheim

Welche Klimapolitik können wir uns leisten und welche Klimapolitik ist ethisch zu rechtfertigen? Diese Leitfragen stellen sich namhafte Philosophen, Ökonomen, Ökologen und Klimaforscher am 30. September und 1.Oktober auf den „Mannheimer Klimatagen“ an der Universität Mannheim. Sie wollen damit einen interdisziplinären Diskurs über den in Deutschland noch kaum thematisierten Bereich der Klimaethik anstoßen. Die Vorträge sind für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Die Klimatage in Mannheim wollen einen Beitrag zur „angewandten Ethik“ leisten, wie sie etwa im Bereich der Medizin bereits greift, wenn man an die Themen Reproduktionsmedizin oder Rationierung im Gesundheitswesen denkt. „Auch in der Wirtschafts- bzw. Klimaethik ist es möglich, dass man seinen philosophischen Horizont nicht beschränkt, sondern zeigt, dass man sich auf konkrete Probleme beziehen und einen Betrag zur Lösung bringen kann“, so Prof. Gesang, Professor für Wirtschaftsethik an der Universität Mannheim und Organisator der „Klimatage“.

Den Eröffnungsvortag hält der bekannte Klimaforscher Prof. Dr. Mojib Latif von der Universität Kiel mit einer naturwissenschaftlichen Einschätzung des Klimawandels. In den folgenden Vorträgen werden Wissenschaftler aus Deutschland, der Schweiz und Österreich zunächst einen Überblick zum Thema der Bezahlbarkeit von Klimapolitik geben. Am zweiten Tag der Konferenz liegt der Schwerpunkt dann im Bereich der Ethik und beleuchtet die Frage, welche Klimapolitik sich rechtfertigen lässt.

Die „Jahrhundert-Flut“ in Pakistan, die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko – immer wieder sorgen Natur- und Umweltkatastrophen für Aufmerksamkeit. Und allerorten ist vom Klimawandel die Rede. Dass die Welt in Bezug auf den Klimaschutz etwas tun muss, ist den meisten Industrienationen spätestens seit der Verabschiedung der Klimarahmenkonvention 1992 bewusst. Dennoch gibt es genügend Interessen, die dem Ziel des Klimaschutzes entgegenstehen, wie die gescheiterten Verhandlungen in Kopenhagen im vergangenen Jahr zeigen. Vor diesem Hintergrund stellt die Klimaethik die Frage, ob das, was politisch entschieden wird – oder eben nicht entschieden wird – in seinen Folgen moralisch zu rechtfertigen ist. Dabei steht nicht zuletzt eine klassische Kostenverteilungsfrage im Mittelpunkt, nämlich: Wer soll die entstehenden CO2-Vermeidungskosten bezahlen? Damit bekommt die Klimafrage auch eine ökonomische Komponente.

Prof. Dr. Bernward Gesang ist von Haus aus Philosoph und beschäftigt sich seit einigen Jahren mit dem Thema Klimaethik. Seit Frühjahr 2010 hat er einen Lehrstuhl für Philosophie an der Uni Mannheim inne und bietet Lehrveranstaltungen an der Schnittstelle Wirtschaft/Philosophie für Philosophen und Wirtschaftswissenschaftler an. Prof. Gesang erwartet spannende Kontroversen auf den „Mannheimer Klimatagen“, da Wissenschaftler aus ganz unterschiedlichen Fachbereichen aufeinandertreffen und vor dem Hintergrund ihrer philosophischen Grundüberzeugung darstellen, welche Konsequenzen das Klimaproblem haben wird und welchen Betrag der Einzelne oder die Staatengemeinschaft leisten kann bzw. sollte.

Informationen für Journalisten

Zu den Mannheimer Klimatagen laden wir Journalisten recht herzlich ein. Bitte lassen Sie uns wissen, ob wir mit Ihrer Teilnahme rechnen dürfen oder ob Sie im Vorfeld der Tagung ein Interview mit Prof. Dr. Bernward Gesang machen möchten. Gerne stellen wir den Kontakt her.

Achim Fischer | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-mannheim.de/klimatage

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