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Mann im Mittelpunkt: Lösungsansätze bei Infertilität und Erektionsstörungen

27.10.2010
Nicht nur Frauen kommen in die Wechseljahre. Auch Männer haben im Alter mit hormonellen Schwankungen zu kämpfen.

So leidet etwa jeder Dritte ab dem 50. Lebensjahr unter Testosteronmangel. Zu den Folgen zählen nachlassender Geschlechtstrieb, allgemeine Antriebslosigkeit bis hin zu Osteoporose.

Um Fragen und Erkenntnisse zur Männergesundheit von Infertilität bis Erektionsstörung weiter voranzutreiben, treffen sich am Wochenende hochrangige Experten aus ganz Deutschland unter dem Motto "2010 ist Man(n) in Hamburg" zur 22. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Andrologie im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE).

Das Programm des Kongresses unter Leitung von Tagungspräsident Prof. Dr. Wolfgang Schulze, Direktor der Abteilung Andrologie am UKE, beinhaltet praktisch-klinische Aspekte der Männergesundheit und bietet darüber hinaus einen kompletten Überblick über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse.

Ein zentraler Tagesordnungspunkt sind beispielsweise neue Behandlungsmöglichkeiten bei Unfruchtbarkeit. So konnten Wissenschaftler per Hodenbiopsie molekulare Signaturen bestimmter Krankheitsbilder erkennen und erhielten auf diese Weise wichtige Anhaltspunkte über die Ursachen einer Fortpflanzungsstörung.

Diese Entdeckung bietet die Chance, männliche Zeugungsunfähigkeit zukünftig gezielt zu therapieren. Darüber hinaus wird daran geforscht, wie aus der Hoden-Biopsie Zellen gewonnen werden können, die sich wie Stammzellen verhalten. Dieses Verfahren verspricht einen völlig neuen Ansatz, schwere Erkrankungen wie Herzmuskelschwäche und Parkinson-Krankheit mit köpereigenen Stammzellen zu behandeln. Für Männer, in deren Hoden sich keine Spermien befinden, könnte diese Methode eine Möglichkeit darstellen, eigene Nachkommen zu zeugen.

Zu den weiteren Themen des Kongresses gehören die Bereiche Erektionsstörung, Endokrinologie und alternder Mann, Fertilitätserhalt sowie Ernährung und Reproduktion. Insgesamt sechs Workshops und Foren bieten Gelegenheit, sich mit Experten auszutauschen und verschiedene Bereiche der Andrologie zu vertiefen.

Über die Deutsche Gesellschaft für Andrologie (DGA):
Die DGA wurde 1976 gegründet und hat zum Ziel, die Andrologie sowohl als Forschungsgebiet als auch als klinisches Fach zu stärken. Sie vertritt die Interessen aller mit andrologischen Fragestellungen befassten Fachgruppen und zählt heute rund 500 Mitglieder. Themen der Andrologie sind die Physiologie und Pathologie der männlichen Fortpflanzungsfunktionen, sexualmedizinische und endokrinologische Aspekte des Mannes sowie die Problematik des alternden Mannes in Forschung und Klinik. Seit 1987 veranstaltet die Gesellschaft für Andrologie jährliche Tagungen, um die Kompetenz des Fachgebietes Andrologie voranzutreiben.

Christine Jähn | idw
Weitere Informationen:
http://www.uke.uni-hamburg.de

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