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Magnesium, Aluminium, Titan: Leichtmetalle für mehr Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit

30.04.2013
Neue internationale DGM-Tagung LightMAT zeigt Trends und Fortschritte auf

Magnesium, Aluminium, Titan und ihre Legierungen begegnen uns überall im Alltag. Mit ihrer Hilfe können wir fliegen, energieeffizienter Auto, Schiff und Bahn fahren; sie finden sich aber auch in Zahn- und Hüftgelenkimplantaten oder Stents wieder.

Das Besondere: Sie lassen sich gut recyclen und sorgen so für eine nachhaltige Ressourcenschonung. Die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e. V. (DGM) ruft nun mit der internationalen Tagung „LightMAT“ eine neue interdisziplinäre Plattform ins Leben, auf der gleich alle drei Leichtbauwerkstoffe im Zentrum stehen. Vom 3. bis 5. September 2013 werden in Bremen die neuesten Entwicklungen und Fortschritte bei den drei wichtigsten Leichtmetallen Magnesium, Aluminium, Titan und ihren Legierungen präsentiert und diskutiert.

„Sollen Lösungen für eine nachhaltige Zukunft gefunden werden, wird die Zusammenarbeit verschiedener Fachgebiete in der Forschung und Entwicklung unerlässlich“, sagt Dr.-Ing. Frank O.R. Fischer, Geschäftsführendes Vorstandsmitglieder der DGM. „Mit der LightMAT hat die DGM daher eine neue Tagung geschaffen, die eine Brücke zwischen Forschern und Anwendern von Leichtbauwerkstoffen baut.“ Die Veranstaltung gewährt einen breiten Überblick über die Eigenschaften und das weite Spektrum des Leichtmetalleinsatzes etwa bei modernen Transportsystemen, in der Energiebranche, dem Bauwesen und der Medizintechnik und bezieht so auch den Nachwuchs mit ein. Im Zentrum stehen zudem die die spezifischen Produktanforderungen. Die Tagung zeigt auf, wie diese Produkte mit den konventionellen Leichtmetallen sowie neuartigen Multimateriallösungen realisiert werden können.

Weitere Themen sind die Herstellungsprozesse der Leichtmetalle sowie deren Markt- und Einsatzpotentiale. Fischer: „Wir freuen uns, dass die DGM mit Prof. Dr. Karl Ulrich Kainer (Helmholtz-Zentrum Geesthacht), Prof. Dr.-Ing. Jürgen Hirsch (Hydro Aluminium Rolled Products) und Prof. Dr. Christoph Leyens (Technische Universität Dresden) die drei Koryphäen der jeweiligen Leichtbauwerkstoffe als Tagungsvorsitzende gewinnen konnte.“

Ziel der Veranstaltung ist es, werkstoffübergreifend Potentiale und Grenzen der jeweiligen Werkstoffklassen zu diskutieren, neueste Forschungs- und Entwicklungstrends darzustellen und zukünftige Bedarfe zu identifizieren.

„Die Reduzierung der Treibhausgase und des Rohstoffverbrauchs ist eine der größten Herausforderungen der Zeit. Unter diesen Vorzeichen erweitert die DGM schon seit Jahren ihr Portfolio durch viele neue Werkstoffbereiche, die genauso wie die ‚klassischen‘ Werkstoffgruppen Antworten auf die brennenden Forschungsfragen der Zukunft geben“, erläutert Dr.-Ing. Frank O. R. Fischer die Beweggründe für diese neue Tagung. „Neben effizienteren Prozessen und intelligentem Design ist die Nutzung von Leichtbauwerkstoffen ein Lösungsansatz zur Einsparung fossiler Brennstoffe, zu mehr Nachhaltigkeit und einer höheren Wirtschaftlichkeit.“
LightMAT – Magnesium, Aluminium und Titan
Die drei Leichtmetalle Magnesium, Aluminium und Titan haben herausragende Eigenschaften, die sie für viele Einsatzbereiche interessant machen. Aluminium ist besonders leicht, elektrisch leitfähig, korrosionsbeständig, dehn- und formbar und lässt sich gut recyceln. Sein Einsatzschwerpunkt liegt daher im Automobil- und Schiffsbau, in der Luftfahrt sowie in Straßen- und Schienenfahrzeugen. Magnesium hat eine deutlich geringere Dichte und kann energiesparender hergestellt werden als Aluminium. Seine niedrige Dichte, aber auch seine höhere Dämpfung ist ideal für den Flug- und Fahrzeugbau. Die extrem hohe Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit, die hervorragende Biokompatibilität sowie das niedrige Gewicht machen Titanlegierungen etwa für die Luftfahrt und die Medizintechnik interessant. Innovative Produkte ergeben sich auch in der Kombination der Legierungen zu Multimaterialsystemen. Mit einem optimal eingesetzten Werkstoff, kann letztendlich etwa Gewicht gespart oder ein Bauteil kostengünstiger hergestellt werden.
LightMAT 2013 in Bremen
Die malerische Hansestadt Bremen mit ihrer historischen Altstadt ist für die LightMAT 2013 ein idealer Veranstaltungsort, weist er doch nicht nur eine traditionsreiche Nähe zur Schiffsindustrie auf. Mit Airbus und einem Mercedes Benz-Werk sind direkt zwei große Produktionsstandorte in Bremen ansässig, die von Leichtmetallen abhängig sind. Die Universität kann mit der Stiftung Institut für Werkstofftechnik (IWT), dem Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) und dem Bremer Institut für angewandte Strahltechnik (BIAS) direkt drei große Institute vorweisen mit Bezug zur Materialwissenschaft und Werkstofftechnik. Außerdem zählt sie mit drei Exzellenzeinrichtungen zu den besten Universitäten Deutschlands und liegt inmitten des Technologieparks Bremen – einem Cluster von Wirtschaft, Forschung und Ausbildung. Der Tagungsort befindet sich direkt im Herzen der Stadt, so dass die meisten Sehenswürdigkeiten fußläufig sind.

Weitere Informationen und das ausführliche Programm finden Sie unter: http://www.dgm.de/lightmat/

Über die DGM
Die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V. (www.dgm.de) ist die größte technisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft auf dem Gebiet der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik in Europa. Die DGM fördert mit ihren interdisziplinären Fachausschüssen, Veranstaltungs- sowie Fortbildungsreihen den Dialog zwischen Wissenschaft und Industrie. Der Verein mit Sitz in Frankfurt/Main sorgt für eine deutschlandweite und internationale Vernetzung der Experten, organisiert europaweit Tagungen und Kongresse und bezieht auch den Nachwuchs ein. Mit Exkursionen, vergünstigtem Zugang zu Fortbildungs- und Tagungsplätzen, einer Jugendvertretung („Jung-DGM“) und speziellen Nachwuchsveranstaltungen unterstützt die DGM junge Materialwissenschaftler und Werkstofftechniker. Die Fachausschüsse der DGM decken nahezu alle Materialklassen, Prozesstechniken zur Materialherstellung und -verarbeitung, Erkenntnis- und Anwendungsfelder im Bereich der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik ab.

Weitere Informationen
Mehr Informationen zur DGM finden Sie unter http://www.dgm.de oder können direkt bei der DGM angefordert werden.

Ansprechpartner Presse
Yvonne Burger / Miriam Leonardy
Tel.: 069-75306-759
presse@dgm.de

Ansprechpartnerin LightMAT
Anja Mangold
Tel.: 069-75306-747
lightmat@dgm.de

Miriam Leonardy | idw
Weitere Informationen:
http://www.dgm.de/lightmat/

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