Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Low Input Systeme - nur noch Streifen bearbeiten?

02.03.2010
10. Jahrestagung der Gesellschaft für Konservierende Bodenbearbeitung am vTI in Braunschweig

Kontakt zur landwirtschaftlichen Praxis sei eine wichtige Voraussetzung für eine zielorientierte Politikberatung, betonte Prof. Dr. Folkhard Isermeyer, Präsident des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (vTI), zur Eröffnung des 10. Kongresses der Gesellschaft für Konservierende Bodenbearbeitung (GKB) in Braunschweig. Die GKB als Informationsplattform für den Wissenstransfer von der Forschung in die Praxis helfe mit, die Akzeptanz für bestimmte Handlungsempfehlungen zu verbessern.

Durch die anhaltend niedrigen Produktpreise sind alle Möglichkeiten im Rahmen einer nachhaltigen Landbewirtschaftung auszuschöpfen, die gleichzeitig Kosten reduzieren und umweltverträglich sind. Breit auf der Tagung diskutiert wurde ein neuer Ansatz bei der Bodenbearbeitung: die Streifenbearbeitung. Störungsfreie Aussaat, bessere Erwärmung, optimale Wurzelentwicklung und hohe Wasserinfiltration in den Streifen zeichnen das neue Verfahren aus. Durch die festen Zwischenräume lassen sich Erosion und Verdichtungen vermeiden.

Um bei nichtwendender Bodenbearbeitung einer Nährstoffanreicherung in den oberen Bodenhorizonten entgegenzuwirken, kann hier mit spezieller Technik der Unterfußdüngung eine Düngerdepot für die Pflanze angelegt werden, aus dem sich die Wurzeln über einen längeren Zeitraum die Nährstoffe aneignen. Auf gut schüttfähigen Böden können die Arbeitsgänge Streifenbearbeitung, Düngung und Aussaat in einer Überfahrt vorgenommen werden. Auf schweren Tonböden werden Lockerung und Düngung zusammengefasst und zu einem späteren Termin die Aussaat durchgeführt - um die Streifen wiederzufinden, sind hochgenaue Lenksysteme (RTK-GPS) mit einer Abweichung von +/- 2,5 cm erforderlich. Die Parallelfahrsysteme führen den Traktor bzw. die Erntemaschine schnurgerade über den Acker, genauer als von Menschenhand gesteuert. Weiter sprechen ausgeglichener Wasserhaushalt und verminderter Kraftstoffverbrauch für die Streifenbearbeitung - Eigenschaften, die in den nächsten Jahren auf verschiedenen Standorten und Fruchtfolgen zu überprüfen sind.

Nach einem einleitenden Plenarvortrag zu Düngungssystemen von Prof. Berthold Ilgen aus Dresden nutzen die 280 Kongressteilnehmer in den Tagungsräumen des vTI die Gelegenheit, in Workshops die Themen "Streifenbearbeitung" und "Düngungssysteme" intensiv zu diskutieren.

Fachliche Ansprechpartner:
PD Dr. Joachim Brunotte, PD Dr. Hans-Heinrich Voßhenrich
Institut für Agrartechnologie und Biosystemtechnik im vTI
Bundesallee 50, 38116 Braunschweig
E-Mail: joachim.brunotte@vti.bund.de, hans.vosshenrich@vti.bund.de

Dr. Michael Welling | idw
Weitere Informationen:
http://www.vti.bund.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Das Immunsystem in Extremsituationen
19.10.2017 | Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

nachricht Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm
19.10.2017 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher untersuchen Pflanzenkohle als Basis für umweltfreundlichen Langzeitdünger

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

„Antilopen-Parfüm“ hält Fliegen von Kühen fern

20.10.2017 | Agrar- Forstwissenschaften

Aus der Moosfabrik

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie