Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Lichtkunst aus der Wasserpistole

27.03.2014

Studenten der Technischen Universität Ilmenau haben eine LED-Installation entwickelt, mit der Künstler ihr eigenes Kunstwerk in Licht gestalten können.

„Splashlights“ – das ist eine mehr als sechs Quadratmeter große Wand mit fast 30.000 LED-Lichtern, die erst durch den Kontakt mit Wasser zum Leuchten gebracht werden. Die Installation wird vom 30. März bis zum 4. April auf der renommierten Lichtkunst-Ausstellung Luminale 2014 in Frankfurt am Main vorgestellt.


Mit der Wasserpistole entsteht an der Splashlights-Wand aus Wasserspritzern ein leuchtendes Graffiti.

Foto: TU Ilmenau

Die Installation der Studenten der TU Ilmenau verbindet Technik und Kreativität: Auf einer elektronischen Leiterplatte wird gemalt – aber nicht mit Pinsel und Farbe, sondern mit Wasser. Kommt das Wasser mit den LED-Lichtern in Berührung, leuchten die.

So entsteht mit Utensilien wie Wasserpistolen und Schwämmen an der „Splashlights“-Wand ein leuchtendes Graffiti. Die ambitionierten Studenten tauften ihre Installation „Splashlights“– nach den englischen Begriffen „splash“, zu Deutsch Spritzer oder Platscher, und „flashlight“, was übersetzt „Taschenlampe“ bedeutet. Nun stellen sie ihre Entwicklung auf der Luminale 2014 vom 30. März bis zum 4. April von 19 bis 23 Uhr in der Naxos Halle am Stand 098 vor.

Um den Besuchern der Lichtkunst-Ausstellung einen Eindruck von den kreativen Möglichkeiten der interaktiven Leinwand zu geben, sollen sich Künstler vor Ort daran erproben. Die Studentengruppe sucht daher Künstler, die die „Splashlights“-Installation einweihen. Geplant sind etwa dreißig-minütige Live-Acts an jedem Abend der Ausstellung, sagt Projektleiter Silvan Haselbach:

„Die genauen Zeitpunkte für die Vorführung der elektronischen Leinwand legen wir in Absprache mit den Künstlern und den anderen Ausstellern in der Naxos Halle fest. Wir wollen ja den bestmöglichen Effekt für Splashlights.“ Interessierte Künstler können über die E-Mail-Adresse artists@splashlights.de Kontakt zu den Studenten aufnehmen. Auch normale Ausstellungsbesucher können an der LED-Installation den Künstler in sich entdecken, denn – wie es im Programmheft der Luminale heißt – „Splashlights“ lebt von der Interaktion mit dem Besucher.

Ein besonderes Highlight soll schon die Vernissage am 29. März um 21 Uhr sein, bei der die Naxos Halle ihre Exponate erstmals einem ausgewählten Publikum präsentiert.

Die Entwicklung der „Splashlights“-Installation war für die Studenten der TU Ilmenau ein arbeitsintensives Projekt. Vom Design der Leiterplatten, die als Kontaktstellen dafür sorgen, dass die LEDs durch Wasser zum Leuchten gebracht werden, bis zum Anbringen der fast 30.000 LED-Lichter war es eine Mammutaufgabe.

Vor allem das Zusammenspiel von Strom und Wasser war eine besondere Herausforderung: Die empfindlichen Leiterbahnen auf der Vorderseite des Objekts drohten, sich unter der Doppelbelastung von elektrischer Spannung und Nässe aufzulösen. Um dies zu verhindern, haben die Studenten die Leiterplatten chemisch vergoldet.

„Trotzdem ist durch den ständigen Stromfluss eine Korrosion schwer zu verhindern“, weiß Silvan Haselbach. Doch die Studenten stehen mit den technischen Herausforderungen ihrer Installation nicht alleine da. Mehrere andere Fachgebiete der TU Ilmenau und Firmen, die am Projekt beteiligt sind, haben ihnen geholfen. Neun Unternehmen aus ganz Deutschland unterstützen das Ilmenauer Studententeam finanziell, aber auch mit Baumaterialien und Dienstleistungen.

Das innovative „Splashlights“-Projekt wird zudem von Forschungsgemeinschaften wie der studentischen „Forschungsgemeinschaft Elektronische Medien“, wissenschaftlichen Gesellschaften, Fördervereinen und dem Studentenverein „SWING e.V.“ unterstützt.

Wer die Entwicklung des Projekts und den Auftritt auf der Ausstellung mitverfolgen möchte, kann dies auf www.splashlights.de und www.facebook.com/splashlights tun.

Kontakt:
Silvan Haselbach
Teamleiter Studentenprojekt „Splashlights“
E-Mail: silvan.haselbach@tu-ilmenau.de

Bettina Wegner | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.tu-ilmenau.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF
13.12.2017 | VDI Technologiezentrum GmbH

nachricht Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert
13.12.2017 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mitochondrien von Krebszellen im Visier

14.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

Grazer Forscher stellen Methode zur dreidimensionalen Charakterisierung vulkanischer Wolken vor

14.12.2017 | Geowissenschaften

Leibniz-Preise 2018: DFG zeichnet vier Wissenschaftlerinnen und sieben Wissenschaftler aus

14.12.2017 | Förderungen Preise