Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit Licht ins Gehirn blicken: Laser misst Hirndurchblutung während der Operation

06.06.2012
63. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie

Eine Bypass-Operation kann bei Menschen mit einer starken Verengung der Arterien im Gehirn die Durchblutung verbessern. Die Neurochirurgen können heute mit einer Laser-Untersuchung noch während der Operation prüfen, ob das Hirngewebe wieder ausreichend mit Blut versorgt wird. Dies geht aus einer Studie hervor, die auf der 63. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie in Leipzig vorgestellt wird.

Bei der „Laser Speckle Contrast Analysis“, abgekürzt LASCA, wird ein gefächerter Lichtstrahl auf die Hirnoberfläche gerichtet. Von der unebenen Oberfläche wird das Licht in verschiedene Richtungen gestreut. Da sich die Blutzellen in den zahlreichen Blutgefäßen der Hirnrinde bewegen, ändert sich das Muster des Streulichts, das von LASCA registriert wird.

„LASCA ist heute die beste Methode zur Untersuchung der Durchblutung der Großhirnrinde“, sagt Dr.med. Nils Hecht, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Klinik für Neurochirurgie der Berliner Charité.

Dort wurde LASCA an 35 Patienten erprobt, die einen Bypass einer Hirnarterie erhielten. Zur Kontrolle wurden acht weitere Patienten untersucht, bei denen aus anderen Gründen eine Hirnoperation durchgeführt wurde. Wie Dr. Hecht berichtet, konnte die LASCA-Untersuchung bei allen Patienten erfolgreich durchgeführt werden. Die Messergebnisse waren zuverlässig, und nach der Anlage des Bypasses registrierte LASCA eine Steigerung der Durchblutung.

„Die Veränderungen werden sofort erkennbar“, erklärt Hecht einen Vorteil von LASCA. Bereits die kurzzeitige Blockade der Arterie zu Testzwecken führe zu einem Rückgang der Durchblutung. Nach der Wiederdurchblutung registriere LASCA einen raschen und sofortigen Anstieg der Durchblutung.

„Mit LASCA können wir die Durchblutung der Hirnrinde quasi live beobachten“, sagt Hecht, nach dessen Ansicht die Untersuchung routinemäßig bei jedem chirurgischen Eingriff im Bereich des Gehirns eingesetzt werden sollte.

Terminhinweise:

Bester Vortrag der Sektion Vaskuläre Neurochirurgie: Laser Speckle Contrast Analysis zur intraoperativen Messung der kortikalen Perfusion während direkter operativer Revaskularisierung.

(Nils Hecht, Johannes Woitzik, Susanne König, Peter Horn, Peter Vajkoczy (Berlin))
Termin: Freitag, der 15. Juni 2012, 16.00 Uhr
Ort: Saal 2, Congress Center Leipzig (CCL)
DGNC-Kongress-Pressekonferenz:
Innovationen im Operationsaal – Implikationen für Patient & Neurochirurg
im Rahmen der 63. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC)
Termin: Donnerstag, den 14. Juni 2012, von 12.45 bis 13.45 Uhr
Ort: Congress Center Leipzig (CCL)
Antwortformular
___Ich werde die 63. Jahrestagung in Leipzig persönlich besuchen.
___Ich werde die Pressekonferenz am 14. Juni 2012 in Leipzig persönlich besuchen.

___Bitte mailen Sie mir das Programm der Jahrestagung.

___Bitte informieren Sie mich kontinuierlich über die Themen und Anliegen der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC).

___Das Thema interessiert mich nicht. Bitte streichen Sie mich aus dem Verteiler.

NAME:
MEDIUM:
ADRESSE:
TEL/FAX:
Pressekontakt für Rückfragen:
Silke Jakobi
Pressestelle
DGNC Kongress 2012
Dieselstraße 2
50859 Köln
Tel.: +49 2234-7011-584
Fax.: +49 2234-7011-6584
Mobil: +49 162-100 1092
Mail: jakobi@medipress-consulting.de

Silke Jakobi | Medipress-Verlagsgesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.medipress-consulting.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen
24.03.2017 | Technische Hochschule Wildau

nachricht Lebenswichtige Lebensmittelchemie
23.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise