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Lesen, was zwischen den Zeilen steht…: Auch Organisationen müssen interpretieren können

22.02.2012
Wer nicht interpretieren kann, hat es schwer. Auch Organisationen müssen erkennen können, was „zwischen den Zeilen“ steht.
Damit befasst sich die Tagung „Auf dem Papier und zwischen den Zeilen – Formalität und Informalität in Organisationen“ am 4. und 5. Mai an der FernUniversität in Hagen. Anmeldungen sind noch bis zum 15. April möglich.

Wer nicht interpretieren kann, hat es schwer.

Auch Organisationen müssen erkennen können, was „zwischen den Zeilen“ steht. Damit befasst sich die Tagung „Auf dem Papier und zwischen den Zeilen – Formalität und Informalität in Organisationen“ am 4. und 5. Mai an der FernUniversität in Hagen.

Veranstalterinnen sind Prof. Dr. Sylvia Wilz, Lehrgebiet Organisationssoziologie und qualitative Methoden, FernUniversität, und Dr. Victoria von Groddeck, Institut für Soziologie, Ludwig-Maximilians-Universität München. Getragen wird die Tagung von der Sektion Organisationssoziologie in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) und dem Lehrgebiet von Prof. Wilz. Interessierte können sich noch bis zum 15. April anmelden. Die Tagung findet anlässlich des zehnjährigen Bestehens der AG Organisationssoziologie und der im Oktober 2011 erfolgten Gründung der gleichnamigen DGS-Sektion statt.

„Wenn Organisationen sich ausschließlich auf ihre formalen Strukturen und Verfahren reduzieren ließen, dann gäbe es sie gar nicht“, betont Prof. Dr. Sylvia Wilz, FernUniversität. Dass Formalität und Informalität in Organisationen nebeneinander stehen, ist für die Organisationsforschung immer wieder aktuell. Insbesondere der Wandel von Organisationen scheint sich im Spannungsfeld von Formalität und Informalität zu vollziehen: Organisationen bewältigen Unsicherheit einerseits durch eine steigende Regeldichte, durch Standardisierung und quantifizierende Evaluationstechniken. Andererseits werden sie flexibler, bauen klassische formale Organisationsstrukturen ab und setzen auf Selbstmotivation, Teamorientierung und Kooperation.

Beide Entwicklungslinien haben negative Folgen, z.B. größere Intransparenz oder die Zersplitterung von Wissen. Vor diesem Hintergrund wird sich die Konferenz mit aktuellen empirischen Phänomenen, der Theoriebildung und methodologischen Herausforderungen befassen.

Hauptrednerinnen und -redner sind u.a. Prof. Sonja Sackmann, München und St. Gallen, Prof. Günther Ortmann, Hamburg (einer der renommiertesten europäischen Organisationsforscher), und Prof. Erhard Friedberg, Centre de sociologie des organisations, Sciences-Po, Paris.

Weitere Informationen und Anmeldeunterlagen:
http://www.zwischen-den-zeilen.organisations-soziologie.de/

Susanne Bossemeyer | idw
Weitere Informationen:
http://www.zwischen-den-zeilen.organisations-soziologie.de/

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