Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

„Leitfaden zur ökologischen Grabenunterhaltung“ wird präsentiert

28.04.2010
5. und 6. Mai 2010: „Leitfaden zur ökologischen Grabenunterhaltung“ wird auf Abschlusstagung eines dreijährigen DBU-Forschungsprojektes an der Hochschule Bremen präsentiert

An Landschaftsräume und deren Funktionen werden heute vielfältige Ansprüche gestellt. So ist der Bremer Grünlandgürtel nicht nur das großflächige Naherholungsgebiet für die Stadt, sondern er dient auch als landwirtschaftliche Nutzfläche, die durch ein Hunderte von Kilometern langes Grabennetz durchzogen ist.

Dieses Netz, das zum Teil mehr als 800 Jahre alt ist, prägt die Kulturlandschaft und ist zum einen für die Entwässerung notwendig. Zum anderen stellt es in den Marschen und damit den ehemaligen Auen der Weser und ihrer Nebenflüsse auch einen essentiellen Ersatzlebensraum für Tier- und Pflanzenarten der Naturlandschaft dar. Den Bremer Graben-Grünlandgebieten kommt hierbei eine bundesweit so herausragende Bedeutung zu, dass diese als europäische Schutzgebiete im Netzwerk NATURA2000 ausgewiesen wurden.

Das Management dieser Gebiete, insbesondere die Unterhaltung der Gräben, ist somit eine Aufgabe an der Schnittstelle zwischen Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Natur- sowie Ressourcenschutz. Die Optimierung dieses Managements unter besonderer Berücksichtigung der speziellen ökologischen Wertigkeit der Gräben war das Ziel eines dreijährigen von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Forschungsprojektes, dessen Ergebnisse am 5. und 6. Mai in einer Tagung an der Hochschule Bremen vorgestellt werden. Im Fokus stand bei dem Projekt „Erprobung von Managementmaßnahmen zum Erhalt der Krebsschere als Leitart für ökologisch wertvolle Graben-Grünlandgebiete der Kulturlandschaft Nordwestdeutschland“ die als bundesweit als gefährdet eingestufte Wasserpflanze Krebsschere (Stratiotes aloides).

„Wir freuen uns besonders, dass wir als Produkt für die Praxis auf der Tagung einen von der Hanseatischen Naturentwicklung GmbH (haneg) herausgegebenen ‚Leitfaden zur ökologischen Grabenunterhaltung auf Grundlage der Ergebnisse des Forschungs- und Kooperationsvorhabens in Bremen zum Erhalt der Krebsschere’ in Form einer gedruckten Broschüre vorlegen können,“ erklärte Prof. Dr. Dietmar Zacharias vom Internationalen Studiengang Technische und Angewandte Biologie (ISTAB) der Hochschule Bremen, der zusammen mit der haneg die Tagung ausrichtet und der gemeinsam mit seinem Kollegen Prof. Dr. Heiko Brunken aus dem Schwerpunkt Umweltbiologie des Studienganges an dem Projekt beteiligt ist.

Zu der Tagung haben sich über 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Praxis und Forschung angemeldet. Neben der haneg sind die Kooperationspartner in dem Vorhaben der Bremer Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa (SUBVE), der Bremische Deichverband am rechten Weserufer und die Arbeitsgemeinschaft Krebsschere.

Für Rückfragen:
Prof. Dr. Dietmar Zacharias, Angewandte und Ökologische Botanik
Fakultät Natur und Technik
Hochschule Bremen
Neustadtswall 30
D-28199 Bremen
E-Mail: Dietmar.Zacharias@hs-bremen.de
Tel.: 0421 - 5905 4269

Ulrich Berlin | idw
Weitere Informationen:
http://www.biologie.hs-bremen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW
08.12.2016 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht NRW Nano-Konferenz in Münster
07.12.2016 | Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016 | Messenachrichten

Seminar: Ströme und Spannungen bedarfsgerecht schalten!

08.12.2016 | Seminare Workshops