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Leichtbau Tagung 2015: Aktuelle Trends im Leichtbau über den gesamten Lebenszyklus

12.12.2014

Innovativer Leichtbau führt zwangsläufig zu Fragestellungen des »Life Cycle Engineering« und muss daher über den gesamten Lebenszyklus betrachtet werden. Welche Möglichkeiten bieten lebenszyklusorientiertes, nachhaltiges Planen und Bauen bei der Entwicklung eines Produkts? Experten aus Industrie und Forschung zeigen auf der Leichtbau Tagung 2015 die Herausforderungen und Lösungsansätze auf, die sich aus dem Life Cycle Engineering für verschiedene Bauweisen und Materialsysteme ergeben. Die Tagung wird von der Fraunhofer-Allianz Leichtbau angeboten und findet am 11. und 12. Februar 2015 bei Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen statt. Anmeldungen sind bis zum 31.1.2015 möglich.

Leichtbau bedeutet die Realisierung einer Gewichtsminderung bei hinreichender Steifigkeit, dynamischer Stabilität und Festigkeit. Hierbei ist zu gewährleisten, dass die entwickelten Bauteile und Konstruktionen ihre Aufgabe über die Einsatzdauer sicher erfüllen.


Selektives Lasersintern (SLS): Freischwinger aus thermoplastischen Kunststoff.

Copyright: Fraunhofer UMSICHT

Voraussetzung dafür bildet ein ausgewogener Materialeinsatz mit dem Ziel, je nach Anforderung in der Luftfahrt, im Automobilbau wie auch in der Verpackungs- sowie Sportindustrie, geeignete Werkstoffe entsprechend ihrer Eigenschaften optimal einzusetzen.

Richtige Materialien an der richtigen Stelle

An zwei Tagen widmen sich Forscher und Unternehmer in vier Sessions den topaktuellen Forschungsständen in den Bereichen Generative Fertigung, Metalle und deren Verarbeitung, Thermoplastische Faserverbundstoffe und Mischbauweisen. Experten aus Industrie und Forschung präsentieren die Herausforderungen, die sich aus dem Life Cycle Engineering für verschiedene Bauweisen und Materialsysteme ergeben und zeigen aktuelle Trends und Lösungsansätze auf.

Forscher von Fraunhofer UMSICHT präsentieren in Session 1 ihre Arbeiten zur Frage nach dem Beginn der additiven Produktion und dem Potenzial von Selektivem Lasersintern (SLS, für Kunststoffe) und Selektivem Laserschmelzen (SLM, für Metalle). SLS und SLM ermöglichen es, aus einem pulverförmigen Ausgangsstoff Bauteile beliebiger Geometrie und mit einer hohen Funktionstüchtigkeit herzustellen. Schicht für Schicht wird das Bauteil direkt aus digitalen Daten erzeugt.

Die Arbeiten mit Lasern befähigen zur Herstellung von beliebigen, hoch optimierten Geometrien – ohne Einschränkungen wie Entformbarkeit oder Reichweite von Werkzeugen. Mit dem SLM-Verfahren können heutzutage bereits metallene Bauteile mit vergleichbaren oder sogar besseren Eigenschaften als konventionell gefertigte Bauteile erzeugt werden. Beim SLS ist die Werkstoffauswahl noch sehr eingeschränkt. Ein Arbeitsschwerpunkt von Fraunhofer UMSICHT ist die Entwicklung alternativer Kunststoffpulver als Werkstoff für das SLS.

Werksbesichtigung

Am Nachmittag des 10. Februar 2015 bieten die Organisatoren den Teilnehmern der Tagung eine Werksbesichtigung bei Thyssen Krupp in Duisburg an. Anmeldungen für die Leichtbau Tagung 2015 sind noch bis zum 31. Januar 2015 möglich. Nähere Informationen zur Tagung finden sich im Programmflyer.


Weitere Informationen:

http://www.umsicht.fraunhofer.de/de/presse-medien/2014/leichtbau-lasersintern-laserschmelze.html


Anmeldung: http://www.umsicht.fraunhofer.de/de/presse-medien/2014/leichtbau-lasersintern-laserschmelze.html 


Programm: http://www.fraunhofer.de/content/dam/zv/de/institute-einrichtungen/Allianzen/Leichtbautagung-2015-Flyer.pdf

Iris Kumpmann | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

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