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Leibniz in Latenz – Überlieferungsbildung als Rezeption

06.05.2014

Internationale Tagung am 23. und 24. Mai untersucht die Bemühungen zahlreicher Gelehrter, unmittelbar nach Leibniz‘ Tod dessen Erbe zu bewahren

G. W. Leibniz war bereits zu Lebzeiten berühmt und bedeutend. Mit ihm korrespondieren zu dürfen, empfanden viele Zeitgenossen als große Ehre; Autographen von ihm zu besitzen galt als großes Glück – enge Mitarbeiter ließen daher manches gern mitgehen. So war es auch kein Wunder, dass unmittelbar nach dem Tod des großen Gelehrten im November 1716 europaweit Freunde, Verehrer, Brief- und Gesprächspartner zahlreiche Versuche unternahmen, die zerstreuten Leibniz-Schriften, Briefe und Aufsätze zu sammeln und zu edieren.

G. W. Leibniz war bereits zu Lebzeiten berühmt und bedeutend. Mit ihm korrespondieren zu dürfen, empfanden viele Zeitgenossen als große Ehre; Autographen von ihm zu besitzen galt als großes Glück – enge Mitarbeiter ließen daher manches gern mitgehen.

So war es auch kein Wunder, dass unmittelbar nach dem Tod des großen Gelehrten im November 1716 europaweit Freunde, Verehrer, Brief- und Gesprächspartner zahlreiche Versuche unternahmen, die zerstreuten Leibniz-Schriften, Briefe und Aufsätze zu sammeln und zu edieren. Damit wollten sie das geistige Erbe des großen Hannoverschen Denkers vor dem Vergessen bewahren und durch Zusammenführung dem von ihnen verehrten Leibniz ein unsterbliches Denkmal errichten. Noch heute profitiert die Forschung von dieser, nicht immer erfolgreichen Rettung der ersten Stunden.

Um diese besonders spannende und geheimnisvolle Phase der Leibniz-Überlieferung zu beleuchten, hat Prof. Wenchao Li, Leibniz-Stiftungsprofessor der Leibniz Universität Hannover, internationale Experten (aus Atlanta, Basel, Münster, Potsdam sowie Hannover) für Freitag, 23. Mai, und Sonnabend, 24. Mai, an die Leibniz Universität eingeladen.

Unter dem bezeichnenden Motto „Leibniz in Latenz“ soll erstmals ein Thema aufgegriffen werden, das trotz seiner Bedeutung nicht nur für die historische Forschung bisher kaum beachtet wurde: Erstmals sollen diejenigen Personen, die Leibniz noch persönlich kannten, ihre Erfahrungen mit ihm, ihre Erinnerungen an ihn und nicht zuletzt ihre Bemühungen um eine dauernde Bewahrung seiner schriftlichen Hinterlassenschaften in den Vordergrund gerückt und wissenschaftlich untersucht werden.

Die zweitägige Tagung ist dennoch mehr als nur von historischem Interesse: Teile der von diesen Gelehrten geretteten Schriftstücke zählen inzwischen zum Weltdokumentenerbe. Mit der Umbenennung in Gottfried Wilhelm Leibniz Universität hat sich die Universität bewusst in eine Tradition gestellt und will diese Tradition, die mit dem Namen Leibniz eng verbunden ist, mit in die Gestaltung der Zukunft nehmen.

Leibniz in Latenz – Überlieferungsbildung als Rezeption (1716–1740)
Zeit: 23./24. Mai 2014
Ort: Leibniz Universität Hannover, Niedersachsensaal, Königsworther Platz 1, 30167 Hannover

Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen steht Ihnen Prof. Wenachao Li, Leibniz-Stiftungsprofessor der Leibniz Universität Hannover, unter Telefon +49 511 762 17539 oder per E-Mail unter beckmann@lsp.uni-hannover.de gern zur Verfügung.

Mechtild Freiin v. Münchhausen | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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