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Lebensmittelsicherheit und Globalisierung - Herausforderungen und Chancen

02.06.2014

Wie kann vor dem Hintergrund zunehmender Liberalisierung des globalen Handels die Sicherheit von Lebensmitteln garantiert werden? Welche Herausforderungen bringt der globale Handel für die Lebensmittelsicherheit und die Risikobewertung von Lebensmitteln? Und welche Rolle spielen dabei unterschiedliche Konzepte zu Risiken, Sicherheit und Vorsorge, auch vor dem Hintergrund unterschiedlicher Kulturen?

Diese Fragen diskutieren am 2. und 3. Juni 2014 mehr als 100 Vertreter der behördlichen Risikobewertung, der Wissenschaft, der Wirtschaft, der Politik und des Verbraucherschutzes auf der internationalen BfR-Stakeholderkonferenz „Lebensmittelsicherheit und Globalisierung - Herausforderungen und Chancen“ im Quadriga Forum Berlin.

„Unabhängige wissenschaftliche Risikobewertungen sind die Grundlage der Sicherheitsstandards für Lebensmittel in der Europäischen Union", so BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Dass Lebensmittel für jeden sicher sind, ist die entscheidende Grundvoraussetzung internationalen Handels.“

Lebens- und Futtermittel werden längst weltweit gehandelt. In Europa haben sich die Verbraucher durch Importe aus allen Erdteilen daran gewöhnt, über jedes Lebensmittel zu jeder Jahreszeit verfügen zu können, unabhängig von saisonalen und regionalen Einflüssen. Lebensmittelsicherheit ist das Ergebnis einer Vielzahl von Anstrengungen und gezielten Untersuchungen entlang der Nahrungsmittelkette, vom Erzeuger bis auf den Teller des Verbrauchers.

Nicht überall gelten so hohe Standards bei der Lebensmittelhygiene sowie bei der Festlegung von Rückstandshöchstgehalten, und nicht überall existieren vergleichbar umfassende Kennzeichnungspflichten und sensible Analyseverfahren wie in der Europäischen Union.

„Weltweites Sourcing“ bestimmt immer mehr unsere Versorgungssituation. Die Lebensmittel und Produkte, die wir essen, kommen nicht mehr nur aus der Region, unseren Nachbarstaaten oder von einzelnen internationalen Handelspartnern. Stattdessen gibt es weltweite, weitverzweigte Netzwerke für die Produktion und den Handel von Lebens- und Futtermitteln.

Die primäre Verantwortung für die Sicherheit der Lebensmittel haben die Lebensmittel- und Futtermittelunternehmer. Wer in dem weit verzweigten Netz von Lieferbeziehungen Hersteller ist, ist immer schwieriger zu bestimmen. Dies stellt große Herausforderungen an die Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln und den Rückschluss auf ihre Sicherheit und Qualität.

Anhand von Praxisbeispielen aus unterschiedlichen Esskulturen, die Diskussion um geklontes Fleisch und die verschiedenen Möglichkeiten der Rückverfolgbarkeit diskutieren die Teilnehmer zudem die verschiedenen Sichtweisen von Risikowahrnehmung und Vorsorge.

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.

Weitere Informationen:

http://www.bfr.bund.de/cm/343/5-bfr-stakeholderkonferenz-lebensmittelsicherheit-... Programm zur 5. BfR-Stakeholderkonferenz

Dr. Suzan Fiack | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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