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Landwirte zwischen Markt und Moral

24.08.2011
Agrarökonomen tagen zu Spannungsfeld

Die moderne Gesellschaft erwartet viel von der Landwirtschaft: Sie soll die Umwelt nicht schädigen und das Klima schonen, unter sozial gerechten Bedingungen produzieren, die nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume fördern und dabei Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit gewährleisten.

Gleichzeitig stehen die Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft vor der Herausforderung, sich wettbewerbsorientiert an den Klimawandel, den technologischen Fortschritt, die Globalisierung und veränderte Konsummuster anzupassen.

Welchen Beitrag die Agrarökonomie zur Auflösung dieses Spannungsfeldes und zur Entwicklung einer effizienten und nachhaltigen Landwirtschaft leisten kann, steht im Mittelpunkt der 51. Jahrestagung der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaues e.V. (GEWISOLA).

Die Tagung mit dem Thema „Unternehmerische Landwirtschaft zwischen Marktanforderungen und gesellschaftlichen Erwartungen“ findet vom 28. bis zum 30. September 2011 in Halle (Saale) statt. Als Teilnehmer werden rund 180 Agrar- und Ernährungswissenschaftler, Politiker und Wirtschaftsvertreter aus dem In- und Ausland erwartet.

Für die titelgebende Plenarveranstaltung konnten der Landwirtschaftsminister Sachsen-Anhalts Dr. Herrmann Onko Aeikens, der Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) Carl-Albrecht Bartmer sowie Prof. Dr. Achim Spiller von der Georg-August-Universität Göttingen als prominente Redner gewonnen werden. In ihren Beiträgen werden sie das Tagungsthema aus Sicht der Politik, der Landwirtschaft bzw. der Wissenschaft beleuchten.

Anschließend werden in zahlreichen thematisch breit gefächerten Sitzungen aktuelle agrarwissenschaftliche Forschungsergebnisse präsentiert. Als Abschlussveranstaltung ist eine Podiumsdiskussion vorgesehen. Detaillierte Informationen zu Programm und Anmeldung sind im Internet unter www.gewisola2011.de zu finden.

Die jährlich wiederkehrend Tagung der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaues e.V. (GEWISOLA) ist im Bereich der Agrarökonomie eine der größten und wichtigsten Veranstaltungen in Deutschland. Ihre Ausrichtung rotiert unter den agrarwissenschaftlichen Universitätsfachbereichen und Forschungseinrichtungen; in diesem Jahr sind das Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO) damit betraut. Die GEWISOLA wurde 1959 gegründet und hat rund 400 Mitglieder, die zumeist als Agrarökonomen und -soziologen an Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, in der Verwaltung und in Wirtschaftsunternehmen tätig sind.

Das Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften gehört zur Naturwissenschaftlichen Fakultät III der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Mit derzeit 19 Professuren werden dort die Bereiche Boden-, Pflanzen-, Tier- und Ernährungswissenschaften sowie die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus abgedeckt. Das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO) widmet sich wichtigen Fragen der Agrar- und Ernährungswirtschaft und der ländlichen Räume. Als außeruniversitäre Forschungseinrichtung gehört es seit seiner Gründung 1994 der Leibniz-Gemeinschaft an. Zwischen beiden Instituten bestehen langjährige, enge Kooperationsbeziehungen in Lehre und Forschung.

Akkreditierung
Journalisten, die an der GEWISOLA-Tagung teilnehmen und darüber berichten möchten, wenden sich bitte an Rebekka Honeit, Pressereferentin des Leibniz-Instituts für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO).

Weitere Informationen:

http://www.gewisola2011.de
– Homepage zur 51. Jahrestagung der GEWISOLA
http://www.gewisola.de
– Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaues e.V. (GEWISOLA)
http://www.landw.uni-halle.de
– Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
http://www.iamo.de
– Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO)

Rebekka Honeit | idw
Weitere Informationen:
http://www.iamo.de/

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