Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Landschaftswandel in Pommern

05.09.2012
Internationales Symposium „Flora Pomeranica“

Wissenschaftler und Naturschützer aus Polen und Deutschland tauschen sich vom 6. bis 9. September 2012 zusammen mit Fachleuten der Bio- und Geowissenschaften zum Thema Landschaftswandel in Pommern aus.


Die sehr seltene, an der Ostseeküste heimische Orchideenart Ruthes Knabenkraut (Dactylorhiza ruthei). Foto: Björn Russow

Das zweite internationale Symposium „Flora Pomeranica 2012“ zur Flora, Vegetation und Landschaft Pommerns soll die deutsch-polnische Zusammenarbeit in der botanischen und landschaftsökologischen Forschung intensivieren.

Es werden etwa 70 Fachleute erwartet. Die Tagung wurde von Forschern der Universitäten Greifswald und Rostock gemeinsam mit dem NABU M-V und der Stiftung Umwelt und Naturschutz M-V organisiert.

Unterstützt wurden sie von der Universität Szczecin und der Regionalen Umweltdirektion Westpommern.

Das Logo der Tagung ist an die Blüte einer einheimischen Orchidee angelehnt. Ruthes Knabenkraut (Dactylorhiza ruthei) kommt sehr selten vor, beispielsweise entlang der Ostseeküste bis ins Baltikum. Sie steht symbolisch für die Veränderungen in der pommerschen Landschaft. Während des Symposiums wird Dr. Heike Ringel (AG Geobotanik des NABU M-V) in einem Vortrag aufzeigen, wie diese Orchideenart verschwunden ist und warum der Peenemünder Haken auf Usedom inzwischen einer der wenigen Standorte ist, an dem Dactylorhiza ruthei noch zu finden ist. Zugleich ergeben sich aus dem erfolgreichen Schutz solcher Standorte auch Fragen zum Umgang mit bedrohten Standorten in Großschutzgebieten und bei Bau- und Entwicklungsprojekten.
Mit dem Symposium „Flora Pomeranica 2012” soll die deutsch-polnische Zusammenarbeit in der botanischen und landschaftsökologischen Forschung intensiviert werden. Das Symposium soll die Grundlage für eine langfristige Zusammenarbeit zwischen universitären, staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren beiderseits der Oder bilden. Dabei sollen Wissen und Erfahrungen ausgetauscht und Kontakte zwischen polnischen und deutschen Projektpartnern geknüpft werden.

Das Symposium wird etwa 70 Wissenschaftler, Studenten, Mitarbeiter von Naturschutzverwaltungen und ehrenamtliche Naturschützer zusammenführen. Sie stammen vor allem aus Mecklenburg-Vorpommern und der Wojewodschaft Westpommern. Am 7. und 8. September werden Vorträge und Präsentationen zum historischen und aktuellen Landschaftswandel der Seen, Flüsse, Moore, Wälder, Küsten, des Grünlands, der Äcker sowie der Stadtgebiete Pommerns gehalten. Zwei Plenarvorträge umreißen die historische Dimension des Landschaftswandels im Oder-Gebiet (Prof. Gringmuth-Dallmer, Berlin) sowie die globale Perspektive der Biodiversität (Prof. Ibisch, Eberswalde). Die Symposiumsteilnehmer stellen an diesen Tagen auch Poster und wissenschaftlichen Arbeiten vor. Am 9. September folgen zwei Feldexkursionen in das Oder- bzw. Randowtal und in die Feldberger Seenplatte.
Deutsche und polnische Projektpartner staatlicher und nicht-staatlicher Institutionen arbeiten seit 1990 in der Grenzregion in Sachen Naturschutz zusammen. So gab es beispielsweise intensive und erfolgreiche Kooperationen zum Schutz des Wisents und des Seggenrohrsängers. In der botanischen und landschaftsökologischen Forschung gibt es jedoch bisher nur wenige gemeinschaftliche Aktivitäten.

Das Symposium wird unterstützt durch die Europäische Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (INTERREG IVA-Fonds für kleinere Projekte in der Euroregion Pomerania).

Flora Pomeranica
Zweites Symposium zur Flora, Vegetation und Landschaft von Pommern
Landschaftswandel
6. bis 9. September 2012
Schloss Wartin, Schlosshof 10, D-16306 Casekow

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Dr. Franziska Tanneberger
Institut für Botanik und Landschaftsökologie
Lehrstuhl für Landschaftsökologie und Ökosystemdynamik
AG Moor- und Paläoökologie
Münterstraße 1, D-17487 Greifswald
Tagungsbüro: 0176-99569657
tanne@uni-greifswald.de

Ansprechpartner an der Universität Rostock
Dr. Thomas Hübener
Institut für Biowissenschaften
Lehrstuhl für Allgemeine und Spezielle Botanik und Botanischer Garten
Universität Rostock
Wismarsche Straße 8, D-18051 Rostock
Tel. 0381 498 6210
thomas.huebener@uni-rostock.de

Babette Verclas | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-greifswald.de
http://www.uni-rostock.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?
28.06.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

nachricht Willkommen an Bord!
28.06.2017 | Helmholtz-Zentrum Geesthacht - Zentrum für Material- und Küstenforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive