Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kunst und Wissenschaft auf den Spuren der Mobilität

15.10.2008
Internationale Konferenz "Tracing the new mobilities regimes" vom 16.-17. Oktober in München.

Gemeinsamer Veranstaltungshinweis der Technischen Universität München und der Kunstakademie München.

Die Konferenz "Tracing the new mobilities regimes" analysiert Mobilität, Flexibilität und Beschleunigung als zentrale Phänomene der global vernetzten Informationsgesellschaft. Sie sucht den Dialog zwischen Mobilitätsforschern, Soziologen, Anthropologen, Kunst- und Kulturwissenschaftlern sowie internationalen Künstlern.

"Tracing the new mobilities regimes" trägt damit zwei aktuellen Tendenzen Rechnung: der Neubewertung der bildenden Kunst als eigenständige Forschung und Wissensproduktion und der Aufwertung von visuellen Repräsentationen in der Soziologie und Anthropologie. "Tracing the new mobilities regimes" ist die fünfte internationale Konferenz des Cosmobilities Network und wird erstmals in enger Zusammenarbeit mit der Akademie der Bildenden Künste München und mobil.TUM am Institut für Verkehrswesen der Technischen Universität München konzipiert und realisiert.

Bewegung und Beweglichkeit, darauf hat schon Georg Simmel zu Beginn des 20. Jahrhunderts hingewiesen - sind zentrale Dimensionen zum Verständnis der Moderne und ihrer kulturellen Grundlagen. Wir leben in einer Welt, in der es in absehbarer Zeit rund eine Milliarde 'mobiler Jobs' geben wird, in der - wie etwa in Deutschland - pro Jahr 490 Millionen Dienstreisen mit dem Auto zurückgelegt werden, oder in der permanent über den USA so viele Menschen in der Luft sind, wie in einer mittelgroßen Stadt leben. In einer solchen Welt ist Mobilität eine Dimension unserer sozialen und kulturellen Entwicklung, die man ohne weiteres auf die gleiche konzeptionelle Ebene stellen kann, wie Individualität, Rationalität und Globalität.

Auf der Konferenz "Tracing the New Mobilities Regimes" treffen sich Wissenschaftler und Künstler aus aller Welt, um zu analysieren, wie die steigende globale Mobilität die Welt verändert und wie Macht, Herrschaft und Mobilität Hand in Hand gehen. Das alltägliche Leben von Teleheimarbeiterinnen oder ukrainischer Gastarbeiterinnen in Westeuropa steht dabei ebenso im Fokus wie die Identitäten global agierender Firmen, die Knotenpunkte und Verkehrswege von Migrationen ebenso wie die Wechselwirkungen von Mobilität und neuen Raumkonzepten, die positiven Effekte ebenso wie die Nachtseiten dieser Entwicklungen.

Gleichzeitig sucht die Konferenz neue Wege und Annäherungen, um die Bedeutung und Relevanz von Mobilität im modernen Leben und in sozialen Beziehungen zu identifizieren und abzubilden. Ein wichtiger Schlüssel hierzu ist die interdisziplinäre Ausrichtung der Konferenz. Sie bezieht neben aktuellen wissenschaftlichen Herangehensweisen an das Thema künstlerische Perspektiven als eigenständige Erkenntnisquellen ein. In Form von Künstlervorträgen, kunsthistorischen Beiträgen und einem Videoprogramm werden unterschiedliche Seiten der komplexen Thematik beleuchtet. Dabei schwingt die Überzeugung mit, dass die bildende Kunst den Mobilitätsdiskurs durch neue, bisher von der Wissenschaft vernachlässigte Aspekte bereichern und neue Sichtweisen auf die Konsequenzen gegenwärtiger und zukünftiger Mobilitätsregime eröffnen kann.

Auf der Konferenz werden neben jungen Nachwuchswissenschaftlern aus aller Welt hochkarätige Fachleute erwartet, darunter: John Urry, Professor an der Lancaster University und Leiter des Centre for Mobilities Research sowie Autor von "Sociology Beyond Societies (2000), "Mobile Technologies of the City" (2006, hsg. zusammen mit Mimi Sheller) sowie "Mobilities" (2007); Jordan Crandall, Künstler (u.a. Teilnehmer der documenta X), Medientheoretiker sowie Associate Professor im Visual Arts Department an der University of California, San Diego und Gülsün Karamustafa, Künstlerin und "Grande Dame" der türkischen Kunstszene.

Die Konferenz wurde ermöglicht durch:

Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG
TUM Insitute for Advanced Studies (IAS)
DFG-Sonderforschungsbereich 536 "Reflexive Modernisierung"
Lehrstuhl für Verkehrstechnik, TU München
Vertreter der Presse sind herzlich zur Teilnahme eingeladen
Termin: 16. und 17. Oktober 2008
Beginn: Donnerstag, 16. Oktober, 10.00 Uhr
Ort: Akademie der Bildenden Künste München, Neubau
Akademiestraße 4, 80799 München, Auditorium
Konferenzsprache: Englisch
Veranstalter: Akademie der Bildenden Künste München, Cosmobilities Network und mobil.TUM am Institut für Verkehrswesen der TU München

Konzept: Sven Kesselring, Gerlinde Vogl und Susanne Witzgall

Kontakt:

Technische Universität München
Dr. Sven Kesselring
Dr. Gerlinde Vogl
Cosmobilities Network
Lothstr. 17
D-80335 Munich
Tel: +49.89.289 28598
sven.kesselring@cosmobilities.net
Akademie der Bildenden Künste München
Dr. Susanne Witzgall
Akademiestr. 4
D-80799 München
Tel.: +49.89.3852 229
susanne.witzgall@adbk.mhn.de

Dr. Ulrich Marsch | idw
Weitere Informationen:
http://portal.mytum.de/welcome

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin
24.02.2017 | TMF - Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (TMF)

nachricht Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie
24.02.2017 | Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie