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Kulturlandschaft und Stadt zusammen denken: Fachleute diskutieren in Osnabrück

10.02.2009
In aktuellen Diskussionen zur Bewahrung gefährdeter Kulturlandschaften - den von Menschen gestalteten Landschaften - und zu Entwicklungsproblemen von Städten werden beide Anliegen selten zusammen gedacht.

Beispiel Dresden: Wegen des beabsichtigten Baus der so genannten Waldschlösschenbrücke, die als zusätzliche Stadtteilverbindung und zur Verkehrsentlastung gedacht ist, droht dem Dresdner Elbtal die Aberkennung des Welterbe-Titels der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur.

Dieses zeigt: Historische Kulturlandschaften werden überwiegend im nichtstädtischen Raum verortet. Und für Stadt- und Regionalplaner stehen allgemeine Probleme der Abwanderung, des Geburtenrückgangs oder der städtischen Finanznot im Vordergrund.

Eine nachhaltige Stadtplanung müsste aber auch Zusammenhänge berücksichtigen, die sich aus einer gewachsenen historischen Kulturlandschaft ergeben, meinen einige Fachleute: Wäre sie nicht eher geeignet, einen Beitrag zur Lösung heutiger Entwicklungsprobleme und baukultureller Herausforderungen zu leisten? Das ist die Kernfrage während der internationalen Tagung "Stadt - Kultur - Landschaft"

am 12. und 13. Februar
im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK)
der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU),
An der Bornau 2, 49090 Osnabrück.
Experten unterschiedlicher Disziplinen werden die Verbindung zwischen historischer Kulturlandschaft und Stadtentwicklung aufzeigen und Beispiele aus Deutschland sowie aus Ost- und Mitteleuropa präsentieren.

Die Tagungsziele: ein Bewusstsein für die Zusammengehörigkeit der Themen zu schaffen, über geeignete Strategien, Methoden und Instrumente nachzudenken und zum Erfahrungsaustausch einzuladen.

Die DBU fördert die gemeinsame Veranstaltung der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL), der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL) und des Zentrums für Gartenkunst und Landschaftsarchitektur (CGL) der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover in Kooperation mit der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL). Sie richtet sich an Wissenschaftler, Praktiker in Behörden, freiberuflich Tätige, Politiker und Lobbyisten.

Franz-Georg Elpers | idw
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de
http://www.dbu.de/550artikel28403_135.html

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