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Die Kulturgeschichte des Humors und des Lachens

10.05.2012
Internationales Symposium des Forschungsschwerpunkts Historische Kulturwissenschaften am 13. und 14. Juni in Mainz

Die finnische Gastwissenschaftlerin Dr. Anu Korhonen organisiert während ihres einjährigen Fellowships des Gutenberg-Forschungskollegs am Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften ein Symposium zur Kulturgeschichte des Humors und des Lachens. Dabei wird gefragt, wie sich Humor und Lachen im Studium der Geschichte und Kultur verorten lassen.

Wie können wir uns dem Lachen und dem Humor als historische und kulturelle Phänomene nähern - und welche Rolle nehmen sie in verschiedenen Kulturen ein? In diesem Symposium werden die theoretischen und methodischen Dimensionen einer Geschichte des Lachens diskutiert und die kulturellen Praktiken, in denen Humor produziert und in verschiedenen historischen Kontexten verwendet wird, analysiert. Das Symposium bietet dabei die Möglichkeit zum Dialog zwischen internationalen Historikern und Literaturwissenschaftlern, indem die unterschiedlichsten Materialien, einschließlich Texten, Bildern und Performances, untersucht werden.

Insgesamt zehn internationale Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen präsentieren verschiedene Aspekte zur Kulturgeschichte des Humors und des Lachens; beispielsweise welche Arten von Witzen sich die Menschen im frühneuzeitlichen England über Fremde, wie über die schwer trinkenden Deutschen, erzählten, um ihr eigenes Nationalgefühl zu stärken; wie das Lachen als Instrument für soziale Kritik in den kleinen Gemeinden des mittelalterlichen Skandinavien verwendet wurde oder auch wie das subversive Lachen des Zeichners und Designers Charles-Germain de Saint-Aubin am französischen Hofe König Ludwigs XV. rezipiert wurde.

Die Themen, über die zu einer bestimmten Zeit gelacht wurde, haben sich im Lauf der Geschichte radikal verändert. Diese Veränderungen spiegeln dabei zugleich signifikante Veränderungen in der Kultur wider. So lachten zum Beispiel Männer im 16. Jahrhundert über Witze, in welchen Frauen geschlagen wurden, wobei es heute schwierig ist, etwas Komisches an geschlechtsspezifischer Gewalt zu finden.

Im Mittelpunkt des zweitägigen Symposiums stehen Fragen nach den sozialen Funktionen sowie der Zweideutigkeit des Lachens, wie sie sich zum Beispiel auch am Karneval zeigen.

Die Tagung findet statt im Advena Hotel Mainz, Kaiserstraße 7, 55116 Mainz und beginnt am Mittwoch, den 13. Juni um 10 Uhr. Die Tagungssprache ist aufgrund der internationalen Beteiligung Englisch. Alle Interessierte sind herzlich eingeladen. Um Anmeldung unter hkw@uni-mainz.de wird gebeten.

Kontakt:
Geschäftsstelle Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften
Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU)
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-20484
Fax +49 6131 39-20489
E-Mail: hkw@uni-mainz.de

Petra Giegerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.histkultwiss.uni-mainz.de

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