Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vom Kürbiskernöl bis zum Biodiesel: 600 Forscher diskutieren über Öle und Fette

13.10.2009
Ob in der Nahrung, in Pharmazeutika, als alternative Antriebsstoffe oder als Energiedepot am Körper - gewollt oder ungewollt begleiten uns Lipide, also Fette, ständig durchs Leben.

Im Rahmen des "7th Euro Fed Lipid Congress" treffen sich ab Wochenende rund 600 Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft aus aller Welt in Graz, um sich über den neuesten Stand ihrer Disziplin auszutauschen.

Die Tagung deckt dabei ein breite Palette von Themen betreffend Lipide ab: Lipide in der Ernährung wie Olivenöl, Bratfette oder Palmöl werden genauso unter die Lupe genommen wie Schadstoffe, die Fette verschmutzen oder alternative Antriebsstoffe wie etwa Biodiesel.

"Vom Wissen zur Anwendung" lautet das Motto der Grazer Veranstaltung, die die Lipidforschung von verschiedenen Seiten beleuchtet: "Anwendungsorientierung steht im Vordergrund, aber auch die Grundlagenforschung kommt in der Diskussion nicht zu kurz", betont Tagungsleiter Günther Daum vom Institut für Biochemie der TU Graz: "Angewandte Forschung braucht Grundlagenforschung als Basis." Fette mit all ihren Funktionen in verschiedenen Bereichen stehen jedenfalls im Fokus der Grazer Tagung, die die steirische Landeshauptstadt vier Tage lang zum europäischen Zentrum der Fett-Forschung macht.

Bäckerhefe als Modell

Daum selbst sieht den Schwerpunkt seiner Forschung in den Grundlagen der Lipid-Chemie: Der Grazer Biochemiker und sein Team befassen sich mit Bäckerhefe, die als ideales Modell für Strukturen und Abläufe in der Zelle gilt. Bedeutsam ist das Verstehen der Funktionsweisen von Fetten und die Übertragung der Erkenntnisse vom Modellsystem Hefe etwa für medizinische Fragestellungen: Fett belastet den Körper und verursacht Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck oder Arteriosklerose, also gefährliche Ablagerungen in Gefäßen. Werden analytische Methoden weiter entwickelt, können Forscher besser verstehen, wie sich diese Krankheiten entwickeln. Daraus ergeben sich neue Chancen für die Behandlung vieler Erkrankungen in der Wohlstandsgesellschaft.

Ausgerichtet wird der Kongress von "Euro Fed Lipid" (European Federation of the Science and Technology of Lipids), der europäischen Vereinigung der Lipid-Forscher, die elf wissenschaftliche Gesellschaften und europaweit etwa 1.700 Mitgliedern zählt. Die Veranstaltung findet einmal im Jahr in wechselnden europäischen Städten statt, heuer unter dem Vorsitz von TU-Biochemiker Günther Daum in Graz.

"7th Euro Fed Lipid Congress"
Termin: 18. bis 21. Oktober 2009
Ort: Grazer Congress
Rückfragen:
Ao.Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. tit.Univ.-Prof. Günther Daum
Institut für Biochemie
Email: guenther.daum@tugraz.at
Tel: +43 (0) 316 873 6462

Alice Senarclens de Grancy | idw
Weitere Informationen:
http://www.eurofedlipid.org
http://www.tugraz.at

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017
28.04.2017 | Deutsche Gesellschaft für Immunologie

nachricht Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru
28.04.2017 | InfectoGnostics - Forschungscampus Jena e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie