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Kristalle helfen bei der Suche nach Antimaterie

05.09.2011
Internationale Tagung SCINT an der Universität Gießen beschäftigt sich mit neuen Szintillatormaterialien und ihrem vielseitigen Einsatz als Detektoren – Öffentlicher Vortrag zu szintillierenden Kristallen am 12. September 2011 – Pressegespräch am 13. September 2011

Mit der Charakterisierung neuer Szintillatormaterialien und deren vielseitiger Anwendung in Forschung und Industrie beschäftigt sich die internationale Tagung SCINT, die vom 12. bis 16. September 2011 an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und damit zum ersten Mal in Deutschland stattfindet.

Szintillation (auch Phosphoreszenz oder Fluoreszenz genannt) ist die Eigenschaft von besonderen Materialien, auf die Absorption energiereicher Strahlung mit dem Aussenden von meist sichtbarem Licht zu reagieren. Da die Menge des ausgesandten Lichts ein Maß für die vorher absorbierte Energie darstellt, kann dies als Messprinzip für eine Vielzahl von Detektoren zum direkten Nachweis hochenergetischer Strahlung und Teilchen genutzt werden.

Szintillatormaterialien sind meist Kristalle, die künstlich hergestellt werden und deren Licht mit modernsten Sensoren in elektrische Signale umgewandelt wird. Szintillationsdetektoren wurden anfangs vor allem in der Kern- und Hochenergiephysik genutzt. Sie sind zentraler Bestandteil eines Detektors an der Weltmaschine Large Hadron Collider (LHC) am CERN und werden bei der Suche nach Antimaterie auf der internationalen Raumstation ISS eingesetzt. Die Vielseitigkeit der Szintillatoren hat die medizinische Diagnostik durch Computer- und Positronen-Emissions-Tomographie vor allem im Bereich der Krebserkennung und -therapie revolutioniert. Nachweise radioaktiver Umweltbelastung aber auch Sicherheitstechnologien an Flughäfen basieren auf Szintillationsdetektoren.

Zu der Tagung werden rund 350 Teilnehmer aus etwa 30 Ländern erwartet. Sie wird organisiert von den Mitarbeitern des II. Physikalischen Institut der JLU, die über langjährige Erfahrung mit Szintillationsdetektoren verfügen. Die vielfältigen Einsatzgebiete der Szintillatormaterialien stellen Prof. Dr. Volker Metag, Dr. Rainer Novotny (beide II. Physikalisches Institut der JLU), Prof. Paul Lecoq und Dr. Hartmut Hillemanns (beide CERN, Genf) vor in einem Pressegespräch am Dienstag, 13. September, um 12.15 Uhr im Hörsaalgebäude der Physik (Treffpunkt: Tagungsbüro im Foyer), Heinrich-Buff-Ring 14, 35392 Gießen.

In einem öffentlichen Vortrag am Montag, 12. September 2011, wird Dr. Hartmut Hillemanns vom CERN in Genf das Thema der Tagung allgemeinverständlich darstellen. „Es werde Licht: szintillierende Kristalle in Forschung, Medizin und Technik“ lautet der Titel seines Vortrags, der um 19.30 Uhr im Mathematikum Gießen (Liebigstraße 8) beginnt. Der Eintritt ist frei.

Termine:
Tagung SCINT: Montag, 12. September 2011, bis Freitag, 16. September 2011
Auftakt: Montag, 12. September 2011, 8.45 Uhr
Ort: Heinrich-Buff-Ring 14 (Hörsaal I), 35392 Gießen
Öffentlicher Vortrag: Montag, 12. September 2011, 19.30 Uhr
Dr. Hartmut Hillemanns, CERN (Genf): „Es werde Licht: szintillierende Kristalle in Forschung, Medizin und Technik“

Ort: Mathematikum Gießen, Liebigstraße 8, 35390 Gießen

Pressegespräch: Dienstag, 13. September 2011, 12.15 Uhr
Ort: Hörsaalgebäude der Physik (Treffpunkt: Tagungsbüro im Foyer), Heinrich-Buff-Ring 14, 35392 Gießen
Kontakt:
Dr. Rainer W. Novotny
II. Physikalisches Institut
Heinrich-Buff-Ring 16, 35392 Gießen
Telefon: 0641 99-33277

Caroline Link | idw
Weitere Informationen:
http://www.scint2011.org/

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